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dufte überraschung mit dem grünen „frühlingsgöttin“-label

13. März 2017

Nun schon vor einer kleinen Weile begrüßte mich nach einem langen Kurstag ein unerwartetes Päckchen vor unserer Wohnungstür. Still verwundert nahm ich das an mich addressierte Päckchen mithinein. Das Absenderfeld trug den Namen einer der bekanntesten, vor etwa 30 Jahren gegründeten, (damals-) auf  Pionierwegen wandelnden, ätherisch-Öl-Unternehmen Deutschlands mit dem  unverkennbar grünfarbenen Label, welches den italienischen Begriff des Frühlings trägt, in der Mitte eine von hinten abgebildetete, insprierende, barfüßig Pflanzen sammelnde, in fließende, leichte Kleidung gehüllte Frauengestalt.

Es mag wohl ein Versehen sein kreiste in meinen Gedanken, eine Bestellung hatte ich in den Tagen davor nirgends aufgegeben;  öffnen mochte ich fast nicht, da es für jemand Anderen sein konnte; schließlich ließ mich meine Herz-„Duftneugierde“ nicht anders tun, als doch ganz sacht und wunderlich in das Paket zu sehen. Basis-Öle, Duft-Roll-ons  als zur Raumbeduftung geeignete Sprays und ein moderner Duftdiffuseur zeigten sich; noch immer im freudigen Wundern, legte ich alles wieder sorgsam in die große Schachtel.

Meine stille, etwas ratlose Freude über diese so ganz wunderbar gelungene Überrraschung blieb bis nach den damaligen Kurstagen;  nun wusste ich gar nicht, ob ich diese wertvollen, stets in sauberster Qualität erhältichen Duft-Gaben „einfach“  verwenden konnte – da möglicherweise nicht für mich bestimmt. Dazu weiß ich seit langer Zeit, dass dieses Unternehmen eines der renommiertesten ätherisch-Öl-Anbieter im deutschsprachigen Raum ist, welche ganz besonders große Beachtung der sozialen Fairness und ökologischen Nachhaltigkeit schenkt, vorwiegend ätherische Öle, Hydrolate und Basisöle aus  schonendem, chemiefreiem Anbau und/oder aus demter-Anbau, ebenso schonender Ernte und Gewinnung im Sortiment führt, weltweit fast „wie nebenbei“ im Laufe der Jahre viele wunderbare, langfristig geplante Kooperationen im Duftpflanzenanbau entstehen ließ.

Ein paar Tage später konnte ich erfahren, dass auf Wunsch einer zauberhaften Aromafee das Päckchen seinen Weg bis vor meine Tür fand – zur Unterstützung für meiner Duftstunden für und bei den Menschen aus anderen Ländern.

So möchten die Zeilen meines kleinen Beitrags hier ein ganz großes, herzvolles (nur)-virtuell-duftendes DANKE an die unsichtbare, leichte, immer geduldige und mich ermutigende Aromafee als genauso herzvoll dankend an Ute Leube, Kurt L. Nübling, Titus Kaufmann und das gesamte Primaveralife-Team sein  – merci!

hier ist ein kleiner Ausschnitt  aus dem so befüllten Duft-Überraschungspäckchen zu sehen:

Wer einmal einen Blick in die Unternehmensgeschichte, wichtige Meilensteine, in das Sortiment, das Veranstaltungsprogramm oder in die duftenden Weiterbildungsangebote mit wunderbaren Referenten nehmen möchte, der findet seinen Weg dorthin einfach über einen klick auf hier... – viel Freude dabei.

 

 

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kleine impressionen aus unserem duften aromakurs

21. Februar 2017

Seit Herbst letzten Jahres darf ich eine vielseitige, für Aroma- und Duftpflanzenwissen offene, lebendige Damen-Runde begleiten. Beinahe in der „Halbzeit“ unserer gesamten Kursdauer sammelten sich inzwischen viele bereichernde, austauschende Gespräche, Dufteindrücke, Momente, Fragen, spontane „echte“-Fallbeschreibung-Besprechungen,  Aroma-Wissens-Erweiter-Wünsche, teilweise neu-zu-entdeckende Sinnes- und Gefühlseindrücke oder den Gedankenwelten Impulse gebende Erfahrungen an. Unsere ursprüngliche Kursbeschreibung richtete sich berufszweig- und anbieterunabhängig an alle Menschen, die sich für ein sinnspendendes, fundiertes ganzheitliches Aroma-Basis-rund-um-Wissen interessieren, ganz egal ob aus beruflichem oder einfach persönlichem Interesse, als ganz-Neu-Beginner oder mit bereits Vorerfahrungen  in dem einen oder anderen duften Teilgebiet.

So finden sich in unserer jetzigen Gruppe von Beginn an ganz unterschiedlich gelagerte Wissens-und Interessensspektren, Ausbildungen, Lebensphasen und Erfahrungen. Aus diesem gemeinsamen Bouquet ließen wir zum Beispiel kurze geführte Duft-Klangmeditationen einfließen, lauschten in der große-Gebäude-Raumstille den Tönen und Stimme einer unserer beiden Klangschalen-Damen und ließen uns von den Erzählungen und Erfahrungen der zweiten Klangschalen-Fachfrau über ihre selbst-kreierten Kräuter/-Pflanzenklöppel aus zum Beispiel Holunderzweigen, Efeublättern, Johanniskraut sowie verschiedenen Hölzern auf „anders“-Klangschwingungen erfahren ein. „Kurz“ deshalb, da für einige Teilnehmerinnen in unserer Runde Meditationsmomente, Naturheilkundliches und Pflanzenwissen ein noch eher unbekannteres Gebiet, für Andere wiederum Pflanzen- sowie ganzheitliche Gesundheitsförderung in gelebtem Lebensalltag etwas vertrauter sind.

Aus unserer Kursmitte bezauberte, teilte und inspirierte uns unsere Selbstrühr-Fee einfühlsam wie unterstützend mit ihren „innen“ wie außen sorgfältig ästethisch gestalteten, natürliche, ganzheitliche Haut – und Seelengesundheit fördernden Naturkosmetik-Kreationen. Aus ihrer Begeisterung zu Heike Käser’s wunderbaren Wissenswelten zu natürlicher Hautpflege und naturbelassenen ätherischen Ölen entstand aus dem kreativen Geist der naturverbundenen, leidenschaftlichen Hobby-Destillateurin ein individueller, achtsamer Kreations-Stil für ihre veganen, ausschließlich aus qualitativ hochwertigen pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehenden Produkte. Zwei weitere Teilnehmerinnen wandeln ebenfalls begeistert auf den Erkundungswegen der Destillationskünste. Wir konnten bereits einige der mitgebrachten selbstdestillierten Hydrolate und Rührkreationen der Kursteilnehmerinnen  kennenlernen, erriechen, haut-fühlen und besprechen – das „Er-schmecken“ wartet noch in den nächsten Kursstunden. Darunter waren zum Beispiel Lavendel-, Schafgarben-, Orangenschalenhydrolat (aus sizilianischen Bio-Orangenschalen, deren frische Früchte wir als zwischendurch-gesundheitsfördernde-limonenhaltige Erfrischung genossen; für unser Grüppchen spendete eine der Teilnehmerinnen an einem der Kurstage spontan eine große Schüssel  aus ihren guten Verbindungen nach Sizilien; unsere Naturkosmetik-und Hobbydestillateurin machte aus diesen Schalen „leckeres“ Hydrolat. Später stellte sie uns herzvoll das fast farblose, aber feinst nach Orange duftende Pflanzenwasser zur Verfügung, um es als Mit-Basis in Kombination mit anderen Hydrolaten zu verwenden, als wir beim nächsten Duft-Thementeil zu den ätherischen Ölen der Myrtengewächse zur Übung und Erlernen einfache erfrischende, Kopf- und Geist erleichternde, antiseptisch und klärend die Raumluft beeinflussende Raumspray-Kreationen zur Selbsterkundung für zu Hause zubereiteten. Unter den individuell zusammengestellten duftigen „Raumverschönerern“ entstanden auch  besonders harmonische“süß-myrtig“ Duftende mit ganz wenig ätherischem Öl/Ölen darin. Die sanft-süßlicheren-an leicht „Fruchtiges“ erinnernden Myrten-Nuancen Kanuka, Kunzea ericoides (A.Rich.) Joy Thomps. und der Andenmyrte (hier erhältlich) werden von Kindernasen und sensibleren Erwachsenen teilweise leichter akzeptiert als die „stechend-kühler“ riechenden, „typischen“ Myrtendüfte der Eukalyptus-Öl-Varianten mit höherem 1,8-Cineol-haltigen (die prozentualen Anteile dieses Oxides prägen sich in ätherischen Ölen der Myrtengewächse unterschiedlich aus). Die sanfteren Varianten  erreichen trotzdem ein breites Spektrum pathogener Keime, offerieren etwas behutsamere Genesungsimpulse, etwas Gehüllt-sein und Entspannung. Die zwar „süßlicher“ riechenden, doch ebenfalls  deutlich antibakteriellen, schleimlösenden, beschützend-wärmend duftenden ätherischen Öle wie beispielsweise Benzoe siam oder Styrax, deren lebende Ursprungsgewächse anderen Pflanzenfamilien als den Myrtengewächsen zugehörig sind, ergänzen sich fein in Duft, Botschaft und Wirkweisen zu den Sanfteren unter ihnen (die Abbildungen hier zeigen einige der Hautpflege-und Seifenkreationen unserer Naturkosmetik-Fee).

Im Januar widmeten wir einen Kurstag dem Kennenlernen des Grundvorgang einer Wasserdampfdestillation. Meine ehemalige Kursteilnehmerin Karin führte uns durch den Tag, brachte ihre 3L-Leonardo-Destille, alle nötigen Utensilien, Destillier-Einsteiger-Literatur, in hübsche Fläschchen abgefüllte,  bereits in „Hydrolate-Reifezeit“ belassenen Destillate mit, wie zum Beispiel Patchouli-, Weißtannen- und Lavendelwasser.
Unser für das Kennenlernen des Grundvorgangs einer Wasserdampfdestillation benötigtes Pflanzenmaterial einer geheckselten Nordmanntanne, Abies nordmanniana (Steven) Spach, war ebenfalls mit im Gepäck. Ein kleiner Vorbote für einen unserer damals nachfolgenden Thementeile, den ätherischen Ölen der Koniferengewächse. Im Kursraum lauschten wir Karin’s Erfahrungen, Informationen über gestzliche Rahmenbedinungen zum Erwerb von Destillen in Oberösterreich/Österreich, ihren wertvollen, im Laufe der Zeit selbst erkundeten Tipps und Empfehlungen rund um das „Destillier-Handling“, genießen Bild-Impressionen aus ihrem Garten, hören später Legenden aus einem der Hauptvorkommen-Gebiete des „beliebtesten Weihnachtsbaumes der Welt“, Georgien, während die Destille in der uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeit des WIFI Obersterreich leise vor sich hin erwärmt.
Für etwa 500gr Pflanzenmaterial verwenden wir diesmal etwa 2,5 Liter normales Leitungswasser, welches uns an diesem Tag zur Hand ist, destillieren etwa zwei Stunden mit allen Handgriffen die zu tun sind. Die Teilnehmerinnen sind eingeladen, „ganz genau“ hinzusehn, Wassertemperatur, Kühlung, Ablauf, Pflanzenmaterial davor, danach zu befühlen, die ersten und letzten Destillat-tropfen zu beriechen, zu bestaunen, zu erkunden, Kühlwasser nachzufüllen, nach der Destillation das Schleimstoffe absondernde, abdestillierte, sich in Farbe und Geruch veränderte Pflanzengut im Destille schützenden Tuch ebenfalls zu berühren, zu riechen, zu fühlen. Wer mochte konnte ganz nah an die Flasche und die mit höchster Spannung erwarteten ersten Nordmanntanne-öl-Tröpfchen heran, um Duft und Heraustropfen aus dem am Flaschenhals angesetzten Schlauch zu beobachten. Allzuhoch war die Ölergiebigkeit an diesen Nachmittag nicht, eine wirklich nur hauchdünne Schicht ätherisches Öl lässt sich über der Menge von etwa 250-300ml Nordmanntanne-Destillat erkennen. Den besonderen „schwefeligen“ Geruch, der ganz frischen Wasserdampf-Destillaten oft zu eigen sein kann, bemerken wir bei dieser Destillation nicht.


Das abdestillierte Pflanzengut und unseren kleinen Hydrolate-Schatz nehmen wir zwecks etwas Belüftungszeit in offener Flasche mit retour in den Kursraum, lassen es dort noch eine Weile stehen, bevor wir das Pflanzenwasser gleichmässig in die von den Teilnehmerinnen mitgebrachten Fläschchen verteilen. Eine kleine Hydrolat-Beobachtungs-Aufgabe für zu Hause wird mitgegeben.
Karin erklärt wunderbar Wichtiges zum achtsamen Umgang, der Beobachtung und Reifung von Hydrolaten, beantwortet interessierte austauschende Fragen der Teilnehmerinnen; unter anderem sprechen wir auch über die potentiellen Unterschiede selbstdestillierter und gekaufter Hydrolate: zum Beispiel können Selbstdestillate einen etwas höheren Anteil ätherisches Öl als ihr käuflich erworbenes Pendant zeigen, stärker in Duft und Wirkung sein. Um einen  „ganz sachlichen“ Aufschluss  über die möglichen Verschiedenheiten von Kleinmengen-Selbstdestillaten und solchen aus schonenden Großproduktionen zu erhalten, wäre es ideal ihre messbaren Inhaltsstoffpektrena ihrer jeweils lipophilen Anteile aus derzeit zur Verfügung stehenden Analysemthoden sowie die jeweilige Destillationstechnik vergleichen zu können – sofern aufgrund der Mengen ein Vergleich möglich erscheint. Die vielen empirischen Anwendungs-Erfahrungswerte sowie Aufzeichnungen in älterer und neuerer Pflanzenwässer-Literatur sind so wertvoll und schließen eine Ganzheitlichkeit mit ein.
Wir genossen einen inspirierenden Nadelgewächs-Destillier-Tag, dessen Pflanzenthema gut zum Beginn des Neuen Jahres und insgesamten Stabilitätsunterstützung passte. Hier sind ein paar Bild-Eindrücke unserer einfachen Destillation (auf den hier im Artikel gezeigten Bildern ist Karin’s Destille zu sehen):

In unseren bisherigen Kursstunden sammelten wir Dufteindrücke, Eigenerfahrungen, Spüren, Empfinden während Duft-Übungen das in Worte zu geben versuchen, wobei vielfältige Beschreibungen entstehen können: zum Beispiel erinnert eine Kombination mit 5%-ig in 5ml verdünntem ägyptischen Jasminöl (Jasminum grandiflorum L.) in Kombination mit Limette und Bergamotte manche Teilnehmerinnen an „Toilettenduft“, andere Duftstreifenzusammenstellungen animieren zu wundersamster „Gesichtsgymnastik“, die ich in Wort leider nicht beschreiben kann, wieder andere Variationen mit holzigen Noten ohne Blütiges erinnern an „Beduinenzelte“; fast bei jedem Kurstag sind zumindest zwei, drei meiner wenigen, vor vielen Jahren als Geschenke eines guten Aroma-Freundes erhaltenen, winzigen Mengen Absolues mit dabei. Manchmal, wenn so gar kein Leuchten in die Gesicher kommt oder wir im Kurs über sensiblere Themen sprechen, reiche ich Dufstreifen mit einem der Absolues an die Gruppe; noch jedes Mal förderte das eine oder andere Absolue gelöstere Stimmung, manchmal „Kichern“ , Lächeln und Berühren vielleicht etwas verschütteter innerer Themen. Im Laufe der Jahre bemerkte ich, das für Menschen, die sich von fülligen, typischen Blütendüften (bzw. deren Absolues) nicht so angesprochen fühlen, beispielsweise das runde, tief- voll-duftende Lavendelabsolue als Alternative eine Akzeptanz findet, als Beginn in die Absolue-Duftwelten und deren Impulse auf unsere manches Mal geschlosseneren emotionalen und körperlichen Befindlichkeiten, zeigte sich Lavendelabsolue immer wieder als Favorit. Meines stammt aus einer privaten Sammlung, im Vergleich zu zwei anderen, derzeit im Handel Erhältlichen Varianten, stellten wir fest, dass dieses „persönliche“ einen ganz besonders runden, vollen, warmen Duft entwickelt hat, als „Parfum“ alleine verwendet könnte, wie manche Teilnehmerinnen es beschrieben. Leider weiß ich nicht wie alt und woher genau meine Lavendelabsolue-Variante stammt, das Herkunftsland und Hersteller wusste ich vor vielen Jahren einmal, vergaß einfach immer wieder eine Beschriftung dazu. Meine Beobachtungen zeigen weiter, dass öfter mal auch hier außergewöhnlichere Blütendüfte wie das elegante Öl des Nachtschattengewächses Cestrum nocturnum L., (auch „Nachtjasmin“/oder Ratrani) eher angenommen werden können, wenn bekanntere Blütenöle wie die der Jasmin-Arten, Tuberose, Osmanthus, Neroli oder Rose dest. beispielsweise zunächst weniger Anklang finden.
So kreierten wir teilweise „ganz spontan“ in unseren Kurststunden wunderbare, seltene bzw ganz individuelle Grundmischungen (nicht nur aus Absolues und Blütendestillaten Bestehende), die als Impulsgeber für ganz besonders edle, natürliche „Parfumkreationen“ dienen könnten, zugleich auch die in dem Lebensmoment ganz persönliche weiblich/männliche Stimmungslagen unterstützen können oder ganz schlicht nur, weil der Duft besonders zusagte und sich etwas leichter, gelöster und fröhlicher fühlen lässt. DER perfekte Geruchs-Moment kann ohnehin in Wort kaum genau erklärt werden.

Wir verglichen 28 Jahre alte, britische Ölschätze einer Teilnehmerin mit ihren frischen, jetzigen ätherisch-Ölkollegen, zum Beispiel Zitruschalenöle der Grapefruit, Bergamotte und Mandarine rot, sprachen über die erstaunliche Haltbarkeit von Johanniskrautmazeraten in ebenfalls diesem würdigen Alter mit unterschiedlichen Flaschenverschlüssen aus Metall und Kunststoff in gewöhnlichen Braun- oder Blauglasflaschen. Die Teilnehmerin berichtete und stellte zugleich als Frage in den Raum, dass ihr Mazerat mit dem Kunststoffverschluss seltsam roch, Flocken gebildet habe, die Farbe etwas verändert war, dasjenige mit dem Metallverschluss sei ihres Empfindens noch völlig klar, sauber und gut riechend gewesen, auch die Farbe wunderbar -beide Flaschen standen in wohltemperiertem Kellerlager lange Zeit ungeöffnet nebeneinander. Wir staunten alle im Kurs. Auf ihrer Haut habe sie dasjenige aus der Metall-Verschluss-Variante vorsichtig ausprobiert, zu dem Moment ohne Reizerscheinungen (bitte auf keinen Fall (!) nachmachen – weil hier gelesen; schon gar nicht in Pflegeberufen oder anderen Körperarbeits-Methoden, die mit Pflanzenölen in Hautanwendungen arbeiten; dies ist nur ein interessantes, wissenswertes echtes Lernbeispiel aus unseren Kurstagen – bitte „frisches“ Johanniskrautmazerat verwenden).  Für oder an sich selbst dürfen experimentierfreudige Menschen „theoretisch“ alles ausprobieren – als Autorin diese Artikels und Kursbegleiterin kann ich für Verträglichkeiten in diesem Zusammenhang keine Gewähr geben – dies ist etwas was ich auch immer wieder betone. Als lernendes Themenelement in duften Kursstunden kann dies jedoch für alle Teilnehmerinnen ein wichtiger Inhalt sein. Pflanzenzubereitungen können uns jedoch auch immer wieder wunderbar überraschen. Wie lange ein solch zunächst gut erhaltenes Mazerat dann nach dem Öffnen und weiterverwenden tatsächlich „haltbar“ bleibt, ab wann und ob überhaupt Reizungen auf der Haut auftreten, inwieweit sich die schmerzlindernden, leicht antiviralen, hautpflegenden und leicht stimmungsaufhellenden oder Haut beeinflussenden Eigenschaften abschwächend oder verstärkend verändert haben, kann in diesem Fall warhscheinlich nur durch „Ausprobieren“ festgestellt werden.

Immer wieder erörtern wir interessante Duft-Fragen oder Empfehlungen, welche die Teilnehmerinnen in  ihren Bekanntenkreisen oder in anderen Fortbildungen mitbekamen, z.B. das pure Auftragen ätherischer Öle zu Hand- und Fußnagelpflege bei Nagelpilzbefällen (Teebaum, Manuka, Zitrone pur), nach Empfehlung eines Heilpraktiker-Paares im deutschsprachigen Nachbarland das monoterpenlastige, besondere Palo Santo-öl ebenfalls in purer Variante für ein fünfjähriges Kind mit Warzen an den Fußsohlen (die genaue Warzenart ist mir leider nicht bekannt, genaue Dosierungsempfhelung leider auch nicht – es „half“ sagten die Eltern), pur aufgestrichenes und innerlich einzunehmendes Ingweröl für eine im Grundwesen schon mit viel „Lebenshitze“ ausgestattete Frau in der sensiblen Wechselzeit, die von Kreislauf-Durcheinander, hormoneller Umstellung, chronischer Gastritis besucht wird, in einem dauer-angespannten beruflichen und persönlichen Umfeld ist, bereits verschiedenste ganzheitlich orientierte Wege versucht hat. Weiter sprechen wir manchmal über gesundheitsschonende, duftende, sinnspendende Alternativen zu langfristigen Cortison-Gaben bei Beschwerden der oberen und unteren Atemwege, ätherisch-Öl-Pflege für die Nasenschleimhäute und erörtern die Sinnhaftigkeit der oben erwähnten, intensiven Empfhehlungen, beleuchten aus ganzheitlicher Perspektive, versuchen das bisherige Aroma-Wissen der Teilnehmerinnen zusammenzufügen um eine seriöse, sichere Aroma-Begleitung für ihr echtes Leben und/oder Klinentenbetreuung zu erarbeiten.
Kennenlernen durften wir von unserer Ägypten-Liebhaberin mitgebrachtes Zitronen-, Bergamotte-, Rosenöl, eine  Bio-Jojoba-Variante sowie verschiedene ägyptische, besonders hergestellte Parfumkreationen. Kürzlich verglichen wir Atlaszendernöle drei verschiedener Anbieter in Geruch und ihren, mit unserem Auge erkennbaren physikalischen Eigenschaften: eine Variante duftete für uns eher „wie nach Rauch/Feuer/Holz“, eines eher etwas „flach und schwach“ und eines „richtig typisch zufriedenstellend“ nach („bekannter“) Atlaszeder. Wir erörtern immer wieder in den Kursstunden, dass verschiedenartig gelagerte Duftnuancen eines ätherischen Öles selten ein auschließlicher Indikator für die „Qualität“ sein können. Ohnehin kann durch Riechen alleine – außer eine Ölvariante hielt bereits würdige Lagerjahre durch, sofern es kein lang haltbares, mit dem Alter meist reifendes Öl wie blütige Sorten, Absolues, einige holzige oder erdige Düfte sind – selten erkannt werden, ob ein natürliches ätherisches Öl „noch gut ist“ oder nicht. In dieser Vergleichsübung sprachen wir bei jeder Variante laut Anbieterkennzeichnung von echtem Atlaszedernöl, Cedrus atlantica (Endl.) Manetti ex Carrière – nicht von der häufig aus dem Englischen in Wort übernommenen/benannten  „Zedernöl“  Wacholder-(Juniperus)-Art des Eastern Red Cedar bzw. verschiedener Wacholderarten.
Die „Lernausdauer“ halten wir aufrecht mit  im Kurs selbstgemachten Naschereien wie natursüßen Kokosöl-u.Raspeln-Chiasamen-alles-frei-Kugeln, die wir mit natürlichem Tonka-und Vanilleextrakt aromatisierten, unbehandelten Nüssen/Samen, Früchten, verschiedenen gesundheitsfördernden Tees aus unserer selbstmitgebrachten Teebar und entsprechenden ätherischen Ölen zur Raum- und Geisterfrischung.

Zur Lernunterstützung dienen uns das einstmals in Kooperation von AiDA Aromatherapy International und Aromafachfrau Waltraud Reischer(derzeit ist mir kein aktueller Weblink bekannt) enstandene A2-Plakate-Set mit einer Listung der wichtigsten ätherischen Öle, flüssigen Pflanzenöle und festen Fette sowie das im Querformat kreierte Hydrolate-Plakat.
Weiter verwenden die Teilnehmerinnen das „Arbeitsheft Aromatherapie“ von Eliane Zimmermann  im Haug-Verlag (2010, 1.Aflg.) erschienen  (oder hier erhältlich).  Dazu gesellen sich  Fragen der Teilnehmerinnen, hin und wieder schwungvoll in freiwilliger zu-Hause-Lernzeit gestaltete Plakat-Entwürfe zu den Grundlagen der duftenden Biochemie oder dem leichteren Zurechtfinden für  Beginner im „Fettsäuren-Labyrinth“ flüssiger Pflanzenöle.

Veranstaltungshinweis Seminar „Hydrolate- Herstellung und Anwendung“:
Für alle an Grundlagen der Destillation und selbsthergestellten Pflanzenwässern Interessierte als für Menschen, die sich im Rahmen von Seifen- und Kosmetikherstellung mit diesem Thema beschäftigen möchten, gibt Karin am  10./11. Mai 2017, jeweils von 08:30-16:30 Uhr beim WIFI OÖ/Linz ein zweitägiges Seminar. Zu den Details des zweitägigen Kursangebotes mit dem Titel „Hydrolate – Herstellung und Anwendung“ (Kursnummer 7914) geht es hier.

anhang:
Unter den Stichworten „Duftholzwasser“ und „Tanne“  entdeckte ich bei Maienfelser-Naturkosmetik Nordmann(s)tanne-Hydrolat und ätherisches Öl aus kaukasischen und deutschen Gebieten- wer es gerne einmal als „Fertig-variante“ ausprobieren möchte kann dort im Online-Shop nachlesen oder bestellen.

Lesefreudige finden deutschsprachige, beliebte Einsteiger-Literatur zur Destillation zum Beispiel
hier 
hier , hier sowie hier/ ein schöner deutschsprachiger Blog/Webseite über Hydrolatewissen zu Selbstdestillaten ist zum Beispiel hier zu finden.

Baum-Liebhaber können zum Beispiel hier bei baumportal.de und wikipedia oder hier bei  baumkunde Grundinformationen zur Nordmanntanne nachelesen

 

 

neulich bei „M“ – dufte stunden mit freunden

13. Januar 2017

Neulich in der Lokalität einer der weltweit bekanntesten Fast-Food-Kette im Stadtzentrum:
ein Freund, den ich einige Tage telefonisch nicht erreichen konnte, rührte sich mit heiserer Stimme, meine subtilen Sorgen etwas zerstreuend, er sei sehr erkältet und konnte wegen seiner Halsschmerzen kaum noch sprechen. Alle „typischen“ Erkältungs- und grippeähnlichen Zustände als sehr hohes Fieber besuchten ihn in dieser Zeit. Er war beim Doctor sagte er, erhielt Medikamente verschrieben, Antibiotika dachte er, aber er wisse nicht genau was das für Mittel waren. Das Fieber zog sich etwas zurück, er bereitete sich stärkende „spicy-soups“ nach chinesischer Heilkunst zu sagte er und wünschte sich etwas „Aroma“-Unterstützung falls ich Zeit habe – am nächsten Tag trafen wir uns in der Stadt, in der Mitte beider Wege, für mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein weiter draussen liegender Wohnort behäbiger zu erreichen. Es war schon später Nachmittag, draussen kam ein kühler, dunkler Winterabend, etwas Regen, Beleuchtungen auf den Straßen, viele Menschen, die wir durch die großen Glasscheibenflächen sahen, Straßenbahnen, Autos, gegenüber einer der Parks, in denen ich sooft Zeit mit Menschen aus anderen Ländern verbrachte.

Übliche Zeitgefüge verlieren sich bei Besuchen in den Wohnhäusern der Menschen, Straßen und Parks, scheinen nicht mehr wichtig, außer den Zeiten der spätabends letzten öffentlichen Verkehrsmittel  in Nach-Hause-Richtungen – freundliche Unterkunftseinladungen zum Übernachten bei Freunden von weither, falls ich  „abends mal länger“ in der Stadt zu tun habe und kein Zug mehr fährt, lassen mich etwas sicherer fühlen, hin und zurück fast immer alleine unterwegs .

Mein Freund kommt mit etwas Verspätung an, vor Mund und Nase dezent ein weißes Papiertuch haltend; ich genieße einige Zeit während dem Warten das „Nichts-tun“, Gedanken ordnen, kleine lichte Gebete und Wünsche an andere Menschen und Orte, Affirmationen, Atmen, einfach nur wahrnehmend den Menschen in dem Lokal und draussen zusehen und -hören. Wir freuen uns trotz seines Unwohlseins über das Wiedersehen, eine Weile war vergangen. Mutig hole ich meine Duft-Schächtelchen aus der dicht bepackten Öl-Tasche. Der kleine Tisch füllt sich mit den Fläschchen, Riechstreifen, Stiften, Basisölen, Sprühaufsätzen…, was man als  Aromapraktikerin für kleine Aromastunden „eben so“ mit sich führt. Küchenrolle, etwas neutraler Alkohol zum „Schnell-desinfizieren“, blütige und andere Düfte, das so hübsche, Seele-, Augen und Gemüt entspannende Duftpflanzenkartenset sind mit, etwas alles-frei-feines Meersalz und kleine Behältnisse ebenfalls ausgebreitet. In beinahe Windeseile stellen wir für ihn einen „aroma-health-benefit“ 30ml Roller zusammen – soweit möglich beziehen wir zu dem Moment seiner Nase angenehmste antibakterielle, antiviral, keimresistente Bakterien, zugleich (wärmend/ausgleichende) auch Strepto- und Staphylokokken vertreibende, sowie Fresszellenaktivität anregende als Körpertemperatur regulierende Öle zusammen, verwenden ein rötlich gefärbtes, vielseitiges Ölmazerat sowie Jojoba als Trägeröle. Die gewählten Essenzen unterstützen ein Abknicken der hauchdünner, haftnadelähnlicher Verlängerungen von Viren durch bestimmte ätherisch-Öl-Moleküle als das Öffnen der Zellmembranen pathogener Keime sowie das Entlocken und Entleeren ihrer Flüssigkeiten, irritieren das auf ihren Plasmiden liegende Erinnerungspotential an ihre Reaktionen auf starre Medikamenten-Molekülgebilde.
An diesem Tag wünscht er für sich eine etwas „deftigere“ Dosierung, inhaliert die fertige Mischung tiefatmend, hält nahezu während der ganzen Stunden, die wir dort verbringen ein kleines, mit zwei Tropfen 10%-ig verdünntem Melissenöl der Melissa officinalis L. beträufeltes Papiertuch vor Nase und Mund, atmet immer wieder intensiv daran. Nach einer Weile schien sein Husten als die Verkühlungsspuren im Gesicht beruhigt zu sein,  mehrmals sagt er, er fühle sich aufeinmal wesentlich besser, während wir drei uns unterhielten und mischten habe er kein einziges Mal mehr gehustet, es ging ganz leise, fast unbemerkt. Seinen persönlichen „Anti-Verkühlungs“-Roll on konnte er sowohl zum Auftstreichen an den Reflexzonen der Fußsohlen, als auch im Uhrzeigersinn an der Körpermitte, am oberen Brustbereich eventuell zusätzlich mit einem warmen Tuch abgedeckt, vom Schulteransatz den Nacken hinauf zum Hinterkopf als entfernt von den Augen an Schläfen, den Nebenhöhlen und dem umrahmenden Haaransatz entlang beim Kopf und Gesicht mehrmals am Tag, sanft mit den Fingern kreisförmig einstreichen. Unser kleines Gurgelsalz ist in wenigen Minuten fertig – er erinnert sich sogar noch an beinahe alle ätherisch-Öl-Zutaten, die wir vor etwa elf Monaten in der Übergangsstation dafür verwendeten, als damals sehr viele Menschen mit lustigen Gesprächen beim Mixen diese kleine Hals- zugleich auch Mundinnenraum-pflegende Mischung für sich selbst zubereiteten, sie als angenehm, hilfreich und wohltuend empfanden (wer möchte, bitte hier klick zur Mischempfehlung). Ein Hydrolate-Spray und am Ende ein kleiner Wohlfühl-Duftroller zur Entspannungsförderung in den Tagen des Unwohlseins sowie sein umfangreiches Wissen über Akkupressur, Shiatsu als über energetische Bahnen ergänzen zusammen sein „duftes-Genesungs-Set“. Während wir sprechen zeigt er mir die süßen „Gesund-werd-Zuckerl“ sehr bekannter hiesiger Marken in blau-weiß gefärbtem und beige-getöntem Papier (auf welchem der Name der historischen Landeshauptstadt zu lesen ist) und das „Antibiotika-Päckchen“ einer sehr bekannten, frei verkäuflichen Marke – ein All-Mittel für Klein & Groß – der Doctor habe ihm dies „verschrieben“ sagt er, die Zuckerl solle er lutschen, sie würden die Genesung fördern empfahl ihm der Arzt und gab ihm einige davon mit. Alle Drei lächeln wir, höre mich etwas über die oben erwähnte kluge Technik von ätherisch-Öl-Molekülen in zwei Sprachen sagen.

Während wir mitten im Lokalgeschehn sitzen, über natürliche Düfte und andere Dinge austauschen, spricht uns eine englisch-deutschsprachige Dame an, ob wir mit Blütenessenzen arbeiten bzw was wir da tun, wir wechseln ein paar Worte, später geht sie ihrer Wege. Ein anderer Freund aus der Stadt kommt nach einer Weile dazu, nimmt an den für ätherisch-Öl-Utensilien  fast zu engen Tisch- und Sitzmöglichkeiten bei uns Platz  – wir plaudern über verschiedenstes, Arbeit, politisches, Pflanzen, Gesetze, Essen, Kulturen und vieles Andere – es wird Zeit für die blütigen Kreationen, die Beide mit Genuß im ganzen Rundum-Lokalgeschehen auswählen, der zweite Freund hat noch immer unseren damals gemischten Roll-on zu Hause, Lächeln lichtern über Ihre zufriedenen Gesichter und in ihren Augen, ein feines, leises, gutes Gefühl in mir. Weiter gegenüber an einem der anderen Tische  sitzt eine Gruppe Jugendlicher, zwei der jungen Leute kommen zu uns herüber, fragen „was das denn wäre“ , es „rieche soooo geil uma…“ …ich sage ein paar Worte, später bringt ihnen einer der Freunde ein paar fruchtig-frisch-beruhigend riechende Duftstreifen hinüber, sie scheinen sich zu freuen, eine ganze Weile lang sehen wir sie an den Duftstreifen neugierig lächelnd riechen. Später geht die junge-Leute-Gruppe weiter.

Etwa fünf oder sechs Stunden verbringen wir zusammen in dem beliebten Lokal, konsumieren etwas Kaffee und Tee – das Wunderbare an diesem Abend war, niemand der anwesenden Belegschaft sprach uns an, das Lokal zu verlassen oder was wir Seltsames tun würden, ob etwas verkauft wird oder Ähnliches; bis auf die übliche Bedienungseile waren alle sehr gelassen, machten ihre Jobs; Gedanken und Sorge um einen vor kurzem  (freiwillig ?) rückgekehrten Freund als auch andere intensive Themen konnte ich für eine Weile beiseite sein lassen und merkte wie oft zuvor schon in meinen Aromawegen, wie wie mich dieses schöne Thema und die Pflanzenwelten, neben vielen anderen persönlich oder beruflich beschenkenden Dingen und Menschen, auf sanfte Weise trägt.
Im Stillen dachte ich, ein nächstes Mal möchte ich vor allem der fleißigen Coffeebar-Dame als auch ihren Kolleginnen eine kleine Duftaufmerksamkeit mitbringen, fragte nach ihrer Richtung Lieblings-Geruch; mehr etwas Frisches mag sie, sagte sie.

Zu fortgeschrittener Abendstunde verlassen wir Drei das Lokal – wie immer erlauben meine Begleiter nicht meine volle Öltasche selbst zu tragen, viel zu schwer sei sie für mich, meinen sie. Wir sprechen noch etwas über unsere Freunde im Park, dann fährt die Straßenbahn ein, weiter zu den Zügen. Einer meiner Freunde wartet noch mit mir auf meinen späten Zug; wir denken in gesprochenen Worten über die ernsteren Themen nach, welche Menschen aus anderen Ländern sehr bewegen als über ihr Erlebtes. Das kleine Zugabenteuer beginnt wieder, wegen technischer Ungleichgewichte fährt einer der letzten Abendzüge nicht weiter. Eine halbe Stunde später fährt ein nächster letzter Zug. Wieder fast halb zwei in der Nacht, als ich zu Hause ankomme. Die Duftstunden dieses Spätnachmittags bis abends befüllten uns und hinterließen eine feine Erinnerung. Einige Zeit danach erfahre ich, der erkältete Freund fühlte sich bereits nach zwei Tagen wesentlich besser; er war happy darüber.

Wer bei Gelegenheit einmal einen Blick in unseren kleinen Duft-Folder  Holistic aromatherapy for human neings from all around the world  nehmen möchte, findet das pdf  in der rechten Seitenleiste dieses blogs oder bitte einfach hier  klicken  – danke für’s Hineinsehen

Ohne all die vielen wunderbaren Duftstunden in der ehemaligen Übergangsstation, die Geschichten und gewählten Düfte der Menschen, ohne die Gespräche und Momente wäre die Idee dafür wohl nie entstanden.  mein merci an Euch Alle

ein kleiner duftgruß für eine schöne zeit

24. Dezember 2016

 

ein kleiner dufter workshop für geist & sinne – aromaköstliches und duftende hautpflege

21. September 2016

 

collage-aromaworkshop-1

neulich bei Christa:

Im ihrem zauberhaften Wohnambiente mit Blick auf Seerosenteich, Sanddornbäumchen und Rosenhecken, Kräutermeer, Schildkrötengehege, Maulbeerbäumchen und mediterranemen Oleander lud Christa an einem sonnigen Spätsommerabend zu einem Aroma-Workshop für Haut, Sinne und Gaumen.

Schon einige Wochen vor unserem Termin begannen die Vorbereitungen zum Ideen-Sammeln, später Bestellen der Utensilien, unbehandelter pflanzlicher Rohstoffe: ätherischen und flüssigen kaltgepressten Pflanzenölen, festen Fetten und Hydrolaten; Etiketten, Fläschchen, welche Mischungen gewünscht werden, Zusammenstellen und Einkauf der angedachten Duftköstlichkeiten, um dem aktiven  Geist, dem Auge und den Geschmacksnerven während des Workshops zu schmeicheln.

Vier duftinteressierte Damen fanden sich fröhlich ein, fast kamen wir mit den Aromaküche-Vorbereitungen in etwas Eile. Doch dann war alles rechtzeitig bereit.

Die Gärten der Teilnehmerinnen schenkten uns die beinahe letzten Rosenblüten in verschiedenen Farbnuancen, besondere griechische getrocknete  und frische heimische-Gartenkräuter und Blüten wollten für unser Willkommens-Aromagetränk und die kleinen Gerichte verwendet werden.

Für das Aroma-Kulinarische zauberten wir inspiriert ein wenig Anderes als  „geplant“,  eine“klassische“ Avocado-Limetten-Creme, antibiotisch-Immunsystem stärkenden grünen Salat mit Kapuzinerkresseblüten, geschälten Hanfsamen, etwas Rucola, u.a. Eisen und Folsäure liefernde, hauchdünne Rote Beete-Schwarze Rettich-Scheiben. Datteln und wohlduftende, handgemachte „alles-frei“, Kokoskugeln versüßten unseren Aroma-Abend. Die kleinen figurschonenden Bällchen werden nach Christa-Kreation zu gleichen Teilen mit nativem (idealerweise Virgin Coconut Oil), unbehandeltem Kokosfett und Kokosmus zu einer Masse vermengt, je nach „was gerade vorrätig ist“ mit Chia- schwarzen oder weißen Sesamsamen gemischt (oder auch ohne Samen), in unbehandelten Kokosraspeln gerollt, abgedeckt kühl stellen ist empfehlenswert. Kurz vor dem Servieren erhielten die Kokoskugeln sanfte Sprühstöße aus einer „mir-gerade-eingefallenen“ Duftkreation von 50ml alkoholfreiem 1:1 Rosen- und Nerolihydrolat, mit jeweils 3-4 Tropfen Tonka und Vanilleextrakt angereichert. Diese beiden ätherischen Öle können – wer mag – bereits zuvor in die Kokos-Masse eingearbeitet werden; die Tropfenanzahl „so nach Gefühl“ je nach Menge der Kokosmasse, als ungefähre Dosierung für etwa 50ml Fett/Flüssigkeit  7-8 Tr ätherische Öle (oder weniger,  je nach Intensität des Öles und des gewünschten Aromas; die Kokosmasse kann – für die, die kein Kokosmus mögen – auch ohne zubereitet werden, beide Varianten evtl. mit etwas Ahornsirup oder einer anderen Süße – sie schmecken jedoch auch ohne extra-Süße fein).

Den Salat und die würzige Rote-Beete-Gingkoblatt-Kreation aromatisierten wir mit in dunkelgrüne, kaltgepresste Pflanzenöle von Avocado, Hanfsamen und Olive geträufelten ätherischen Ölen von mildem Thymian Ct. linalool, etwas Rosmarin Ct. Cineol, gepresstem Zitronenöl, kurz vor dem Servieren mit etwas Rosmarinhydroalt besprüht und sorgsam vermengt.

Die Avocadocreme reicherten wir mit gerade in Christa’s Küche vorhandener Soja-Frischcreme an, gepresstem Limetten- und Zitronenöl, dem Saft einer frischen Zitrone (Limetten gerade nicht bei der Hand gewesen), minzig und zitronig schmeckenden-duftenden frischen Kräutern, alles gemeinsam im Viel-Könner-Mixer zerkleinert, gleichmäßig verrührt (wer Sojaprodukte nicht mag oder nicht verträgt kann die Creme auch „ohne“ zubereiten, evtl. mit etwas Reiscuisine ohne Guar oder ähnlichen Stoffen darin oder, wer einen leicht „nussigen“ Geschmack wünscht, mit feinem Erdmandel oder Braunhirsepulver oder einfach nur mit einer Spur Pflanzenmilch für etwas cremige Konsistenz).

Unser „Duft-Willkomens-Trunk“ bestand aus selbstgemachtem Melissen-Holunderblütensirup, á la Professor Dietrich Wabner’s historischem „Rosen-Apfelsaft“ mit zwei Tröpfchen einer Minipipette angereichertem Rosenabsolue der Rosa centifolia (Mairose, Rose de Mai), zwei Tropfen verdünntem Rosendestillat bulgarischer Rose, jeweils einem „Schüsschen“ alkohlofreiem Neroli- und Rosenhydrolat. Seine historische und unbedingt so bleibend-sollende Version enthält nur das Rosenabsolue. Unser Getränk im etwas mehr als einen Liter fassenden Glaskrug verschönten wir mit frischen Kräuterzweigen (Melisse und Minzen) aus dem Garten und Zitronenscheiben. Mit etwas Sirupbasis befüllt, kurz vor dem Servieren mit zuvor kühl gestelltem Mineralwasser aufgegossen; die Innenseiten der Gläser erhielten ebenfalls kurz vor dem Eingießen des Getränkes sachte Sprühstöße mit Orangenblütenhydrolat.

Passend zum Blütenkulinarischen offerierte ich, wer mochte, zur Willkommens-Handreinigung sanftes Ansprühn mit bulgarischem Rosenhydrolat.

Dann widmeten wir uns ein Weilchen der Einsteiger Aroma-Theorie über das Wichtigste zur Herstellung ätherischer Öle, den drei  pflanzlichen Hauptrohstoffgruppen der Hydrolate, Pflanzenöle und ätherischen Öle, für Laien zunächst Wissenswertem zu ihren Anwendungen.

Inspiriert und angetan von Eliane Zimmermann’s  Duftpflanzenkarten, welches ich fast immer zu einer meiner Aroma-Veranstaltungen mitbringe und sehr schätze, kreierten die Teilnehmerinnen einen individuellen Duft-Roller mit Jojoba als Basis, zur persönlichen Hautpflege eine kleine, klassische „Schüttel-Lotion“  mit flüssigen fetten Pflanzenölen, Hydrolaten und ätherischen Ölen und um ruhigere Spätsommer-Spaziergänge, Garten- und Draussen -Aufenhalte noch zu genießen, eine sehr erwünschte, ebenfalls in Sprüh-Lotion-Variante, hautschonende Mischung, die kleine fliegende, gerne Menschen-stechende Lebewesen fernhalten sollte. („Heilende Düfte –  Ätherische Öle für die Seele“, Ein Kartenset von Eliane Zimmermann)

Es war ein bunter, Duft-köstlicher Spätsommerabend mit vielen wunderbaren natürlichen Düften, interessierten Fragen, lustigen Bemerkungen und viel Zeit zum Mischen… so wurde es später als gedacht. ..

Danke an Christa für die Fotos, für das Verwenden-Dürfen der Bilder in diesem Beitrag,  für die Einladung zum Workshop, die Vorbereitungen, das wunderbare Duftinteresse der Anwesenden, den schönen Aroma-Workshop-Abend und den tollen „rundum-Service“.

 

 

 

aromatherapie im park – „on the street“

25. August 2016

vor ein paar Tagen im Park – inmitten  Allem:

mit meinen Öltaschen an den Schultern vertieft in vielerlei Gedanken gehe ich quer durch eine zentrale Parkanlage unserer Stadt, auf dem Weg von einem Gesprächstermin bei einer Organisation, deren Auftrag es ist, das Sich-Miteinander-Einfinden von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten in der Gesellschaft zu begleiten. „Ich nehme Ihre Anregungen gerne mit“ wird mir freundlich gesagt, zugleich Aufgabenverteilungen verschiedener Organisationen erklärt.  „Mitnehmen…“ denke ich, diesen Ausdruck in Gesprächen hörte ich in den letzten Wochen öfter.

Es ist Sonne, ein paar Wolken, Wind, Männer spielen Schach auf der Bodenfläche, der  große belebte Spielplatz ist voll mit Kindern, lachen, plaudernde Eltern, Leute sitzen auf Bänken, in der Wiese unter den großen, alten Platanen, eine Gruppe Jugendlicher powert sich fröhlich im abgegrenzten Fußballareal aus.

Als Nächstes an diesem Nachmittag möchte ich zu den Leuten in einem der Wohnhäuser in der Stadt gehen, die ich schon mehrmals besucht habe, Gedankenkreisen unter anderem um wie es wohl inzwischen dem Mann geht, der fünf Jahre beim Militär seines Landes eingebunden war, dem ich vor einem Weilchen ergänzend zu seinem Duftroller und stabilsierenden Hydrolate-Spray einen kleinen blütig-wurzeligen-sanft-krautigen Wohlbefinden-Balsam für die Unruhe seines Herzens brachte, ob ich sie heute wohl antreffen werde, ob unsere sms-Kommunikationen wohl gegenseitig ankamen, Gedanken, was wohl heute unterwegs auf mich warten wird. Für ein, zwei Tässchen feinen Mokhtar-Caj bin ich immer willkommen sagten sie vor vielen Wochen. Fast jedes Mal ergeben sich die Duft-Besuchszeiten ganz anders als ich vorhabe, ob später das Treffen mit dem pflanzen- und naturkundigen jungen Mann wie  bisher klappen wird und noch viel mehr zur selben Zeit im Geist in mir. Vor vielen Wochen schenkte er mir während einem Duftbesuch einen Teil  seiner im Heimatland selbst gesammelten Kräuter-Mischungen, deren botanischen und englisch/deutschen Namen wir (ich) noch nicht herausfanden. Eine der Pflanzen gedeiht an den felsig-kargen Felsspalten und Hängen eines der höchsten Bergzüge des Landes in der Region seiner Heimatstadt. Ihre „schönen“ Blüten, bilden sich ähnlich der des Muskatellersalbei aus, sagt er, das Pflanzenkraut selbst ist hellgrünlich, zart, an feines Getreide und Gras erinnernd; ein Teil der Pflanze ist auf dem Cover des kleinen pdf-’s „Holistic aromatherapy for human beings from all around the world“ zu sehen (siehe bitte rechts in Seitenleiste). Sie ist für allerlei Schmerzen gut sagte er, beruhigt und stärkt.  Noch Stunden später nach dem Genuß von zwei Tassen eines Teeaufgusses dieser Pflanze durfte ich selbst schon das wunderbar den Körper Wärmende, Ausgleichende und sanft Kraft spendende erspüren.

Ich höre jemanden in einer anderen Sprache singen, zwei Männer kommen von rechts auf dem Weg, es ist ein junger Mann, der viele Monate in der ehemaligen Station war, mit einem Freund neben ihm, den ich nicht kenne, ein freudiges Grinsen strahlt mich an als ich mich umdrehe, erleichtert, wie froh ich bin ihn zu sehen, sage ich, umarme und drücke ihn freundschaftlich. In den letzten Wochen fragte ich immer wieder das ehemalige Kernteam der Station, ob jemand etwas weiß von ihm, ich hörte Dieses und Jenes.  Fragte auch unter den Leuten immer mal.  Er habe gute und nicht so gute Tage, heißt es. Seit der zweiten Julihälfte diesen Jahres betreut das kleine Team separat für Menschen aus anderen Ländern, zur Entlastung der „klassischen“ Anlaufstelle der Stadt, dreimal wöchentlich während zwei Nachmittagsstunden eine Art  kleinen Treffpunkt und Aufwärmmöglichkeit. Etwas mehrsprachige Beratung,  die Möglichkeit zur Körperhygiene,  kleine Lunchpakete, hin und wieder etwas frische, gespendete Kleidung, zwei Büro-ähnliche Räume, ein schmaler Warteraum sind hier eingerichtet. Diese Stelle wird mit Ende August 2016 geschlossen, mein Freund und seine Bekannten können sich danach an die öffentliche Beratungsstelle der Organisation wenden.

Wir unterhalten uns ein wenig, sprechen über die Düfte und die Station, erzählen seinem Freund davon, er spricht fröhlich, offen, ich frage, wo er jetzt so „rum ist“, vor Längerem traf ich ihn zufällig mit ein paar Freunden an einem der Bahnhofsausgänge, „draußen“ sagt er. Wir suchen uns einen Platz auf einer der Wiesen, setzen uns einfach hin, plaudern weiter. Die Ölschachteln finden sogleich ihren Weg in’s Gras, mit etwas Nervosität in mir, was ich nun aufeinmal mache, was wohl Aroma-Bekannte sagen würden und dem Wissen, von Zeitplandurcheinander, doch es zugleich egal ist, da ich nicht weiß, wann und ob ich den jungen Mann wiedersehen werde. Die Zeit an den unterwegs-Tagen „tickt“ ohnehin ganz anders.

Ölfläschchen, Duftstreifen, mein Utensilien-Täschchen, Schächtelchen mit abgefüllten Hydrolaten, Ölmischungen, die besonders wichtige Blüten-Öl-Schachtel liegen stresslos in der Wiese, Eliane’s Duftpflanzenkarten wandern in die Hände des Freundes, vorher erkläre ich was wir machen, wie er den Duftroller verwenden kann und  – was sehr wichtig ist – nur die Düfte auszusuchen, die ihm ausgesprochen stimmig zusagen, nicht aus möglicher Höflichkeit einen Duft als gefallend bezeichnen, was in einigen Sprachkulturen leicht der Fall sein kann.  Mit unglaublich tiefer Ruhe, zugleich Wachsamkeit, im Schneidersitz in der Wiese sitzend, scherzen sie über  Jojoba „trinken“ aus dem kleinen Glasmessbecher, nehme ich Vieles wahr in der Art des Riechens des Mannes, obwohl wir uns in Englisch und meinen  noch unausgereiften Kenntnissen ihrer Sprachen unter wohlwollendem Lächeln prima verstehen; in der Muttersprache kann Manches besser erfasst werden – wir haben „Spaß“ zwischen Blütenölen wie Frangipani, Rose, fruchtig duftenden, stimmungsaufhellenden Schalenölen, holzigen Gerüchen, dem Destillat weißer Magnolienblüten, die ich meinem „Freund“ in den dünnen Plastik-Flip-Flops gleich zeige, es war einer seiner ersten Düfte, die er in der Station aussuchte, er scherzt lächlend mit einer erinnernden erklärenden Handbewegung über seinen damaligen Zustand bei unserem Dufttisch; noch an Alles erinnenrt er sich genau. Beschriften der Riechstreifen darf nicht fehlen sonst kommen wir noch „durcheinander“. Während dem Befüllen des kleinen Duftrollers, gehn die „Kumpelscherze“ parallel mit ernsteren Themen dazwischen weiter, wir sind entspannt, relaxt, ich weiß, dass die Momente dort in der Wiese nicht wiederkommen werden, kein Foto dabei, es ist auch nicht so wichtig. Seit wann er draussen unterwegs ist frage ich,  zwei Monate und zwanzig Tage antwortet er,  der Blick verändert sich, zwischen Riechen und Späßen der Männer frage ich nach seinen Verletzungen von vor einigen Tagen, die ich sehe,  ob er im Krankenhaus und bei der Behörde war frage ich, unter seinen Augen dunkel-lila Ränder durch zuwenig Schlaf und einer Vielfalt anderer Einflüsse. Der erste Duftroller ist fertig, unsere Knie der „Tisch“ zum Beschriften der Etiketten, in der eigenen Sprache und Schrift, „wie immer“ in der Duftzeit mit Leuten aus anderen Ländern..

Inzwischen kommt Sturmwind auf, Wolken und dunkleres Licht, die Kapuze des Sweaters überzuziehn, sich in den Pullover zurückziehn, da keine Jacke, ist eine häufige Geste an diesem Nachmittag, sein Freund lächelnd mit offenen Augen zufrieden mit seinem  Blüten-Frucht-Duftroller, ich erkläre nochmal wie er ihn anwenden kann. Er möchte kurz los und gleich wiederkommen um seine Jacke von der nahegelegenen Wohnung zu holen, währenddessen wird der Wind stärker, trockene, braune Platanenblätter wehn über die Parkwiesen, Kühle, es beginnt zu regnen, mein Freund rückt näher, wir machen einfach weiter und befüllen seinen Duftroller, diesmal mit einer anderen Mischung als damals, beschriften ihn. Zuvor, als sein Bekannter aufsteht,  liegen sofort seine Hände schützend und haltend auf den Karten und unseren lose ausgebreiteten Duftutensilien, damit sie nicht wegwehen und nicht nass werden, mit einem stressfreien Lächeln im Gesicht. Während er an den Duftstreifen riecht, lernt meine Beobachtung wieder ein Stückchen bestätigend dazu, die Art des Riechens gibt mir Anhaltspunkte über sein Befinden, Wahrnehmungsart und bestimmte Einflüsse, denen er ausgesetzt ist; trotz beginnendem Regen befüllen wir „in Ruhe“ noch  seinen Duftroller mit einer stimmungshebenden, beruhigend-relaxierenden, Ängste und Aufregungen lindernden,  zugleich öffnenden und die Regulierung bestimmter, für ihn wichtiger Neurotransmitter, unterstützender ätherischer Öle. Meine stille Hoffnung bleibt, einen winzigen, positiven Impuls sanft anzustoßen, mit zugleich leichter Besorgnis, keine unerwünschten parallel-Reaktionen zu initiieren, die ich vielleicht erst irgendwann bemerken kann – ich vertraue auf meine bisherigen Erfahrungen und darauf, dass wir das Richtige wählten.

Sturm und Regen werden stärker, in Windeseile hilft er mir (schneller und übersichtlicher als ich es in der Eile je könnte) alle Fläschchen, Schachteln, Utensilien in die Taschen zu geben, ohne einen Blick oder Wort von mir nimmt er beide Taschen leicht auf die Schultern, wir laufen zum nächstmöglichen Unterstellplatz in der Nähe der Wiese,  ich stehe neben dem Ende des Überdachs, „Nein“ sagt er, „Du musst Dich hierher stellen, näher“, er geht trotz  der Leute hinter ihm, soweit wie möglich zurück um mir Platz zu machen, wir warten auf seinen Freund, überlegen ob wir trotz Regenschwälle zum Wohnhaus, welches ich noch besuchen wollte, weitergehen sollen, ob sein Freund noch kommt. Dann gehen wir los einige Straßen weiter, es regnet mich durch bis zu den Schuhsohlen. Im Haus möchte ich bei ein paar Leuten das versprochene Kopfhaut-wunde-Stellen-beruhigend-pflegende Hydrolate-Haarwasser abgeben, sie sind diesmal nicht da, zwei Leute aus einem der Nachbarzimmer kommen heraus, ich bitte sie die Flasche weiterzugeben an den jungen Mann, mein Freund fragt (oder kennt jemandem vom Nebenzimmer, denke ich grad, aber nein, er fragt für mich etwas..), jemand reicht mir fast sofort ein Handtuch für meine nassen Haare zum Trocken-Rubbeln. Vom sehr interessierten, zufällig anwesenden Hausmeister hören wir, dass nächste Woche eine Tür für die seit über einem Jahr offenen, kleinen Duschräume kommen soll, nachdem ich suchend einen Blick in den schmalen Durchgang zur Küche nehme, in dem sich die Nassräume befinden, die mir vor etwa zwei Wochen einer der Leute zeigte – eine Gruppe des Hauses hatte dies bereits mehrmals bei den zuständigen Stellen deponiert. Der Hausbesorger ärgert sich etwas über die Leute, die angeblich „immer Alle zur selben Zeit duschen wollten“, denn die gebrochene Tür des zweiten Nassraumes, also ein Raum für fast zwanzig Leute, sei benutzbar. Einer der Leute, die ich schon bescuhte dort,  kommt im selben Moment „nach Haus“, öffnet das ungeräumige all-in-one-Stock-und Gästebett-Zimmer seiner beiden Kollegen und ihm, ich bitte ihn das Haarwasser an seinen Freund, der gerade im Deutschkurs ist, weiterzugeben. Es ist kein Problem, sagt er freundlich. Die Frau von nebenan sah mich schon öfter dort und lächelt mich freundlich an. Aufeinmal stehen in dem sehr engen Flur und Durchgang „viele“ Menschen rund um uns und die Dufttaschen.

Wir gehen weiter, mein Freund trägt wieder beide Taschen, mag mir die ganze Zeit keine „abgeben“, „no, it is okay“ sagt er immer wieder – unterwegs zum nächsten Park, wo wir auf den Pflanzen-Freund warten wollen, treffen wir Leute aus der ehemaligen Station und plaudern etwas. Sie sind alle ordentlich mit Schirm, ich ohne, mein Freund mit Kapuze, sie blicken schmunzelnd besorgt auf meine nasse Hose und Schuhe. Ich mag Regen, meistens. Im zweiten Park angekommen, trifft bald der Pflanzen-Mann ein, er entschuldigt sich, er soll noch für einen Freund etwas einkaufen, beim Türken, will  dann zurückkommen, seinen extra geholten Regenschirm lässt er uns da. Mit „besorgtem“ Blick zu mir geht er zur Straßenbahn -es wird eine ganze Weile dauern bis er zurück sein wird. Wir stehen beim Baum mit dem angelehnten Schirm und meinen Öltaschen darunter, der Regen hört langsam auf, wir plaudern über das Leben, über  Dies und Das aus verschiedenen Themen. Er widmete 14 Jahre seines Lebens einer friedlichen Kampfsportart, besuchte 15 Jahre lang eine Schule erfahre ich auf dem Weg zuvor. Man kann es sehen an der Art des Gehens und Stehens, der Körper-Grundhaltung und Bewegungen. Ohne intensive Medizinen fühle er sich besser, sagt er mehrmals an diesem Nachmittag. Jobs gab es viele, meistens das gute Handwerk der Bau- und Malerarbeiten. In den letzten acht, neun, Monaten seines Hierseins wechselten die Wohnmöglichkeiten,  öfter mal „time-out“ in der Stationszeit, mit Allem dazwischen wenig Raum für das Sprachen lernen bis jetzt. Das tief erschöpfte Atmen nach innen bemerke ich an diesem Nachmittag immer wieder, als spricht der Atemzug zu mir, dass auch Heute und Morgen und noch viele Tage Durchhalten gebraucht wird, die stille Frage des wielange-noch und der Lebens-Müdigkeit; bei manchen Themen gleitet sein Blick weg ohne je ungeduldig oder unfreundlich zu werden, manchmal auch hoch wahrnehmend, wir ändern fließend unsere Gesprächsinhalte. Zwei junge Teenager-Mädels umarmen sich zur Begrüßung , ich sage zu ihm sie sind Freunde weißt Du; die Art und Tiefe des fast zärtlichen Blicks, der wachen Präsenz an die Erinnerung des Verlustes eines geliebten Menschen im damals selben Alter. Diese Art Blick bemerkte ich schon oft bei den Menschen. Worte beschreiben ihn nicht.

Während wir beim Baum herumstehen sind einige Leute herum, die er grüßt, man kennt sich irgendwie, wechselt fröhlicher oder ernster ein paar Worte. Manchmal frage ich nach wer sie sind. Eine bestimmte Art des „Netzwerks“ scheint zu funktionieren, denke still, ich hoffe auch in entscheidenden Momenten. Dann sind wir wieder bei den Ölen, ein wenig Unruhe bemerke ich, bitte ihn den Roller aus der Tasche zu ziehen, zeige ihm nochmal wo und wie er ihn auftragen kann. Mit dem Roller streiche ich ein paar Minuten an der Stelle der Thymusdrüse, oberen Brustbereich sanft  mit dem Rollon und mit den Fingern nachstreichend, an den Schläfen, am Nacken in leicht kreisenden Bewegungen vom verspannten Schulter-Nackenbereich hinauf  zum Hinterkopf bis hinter die Ohren. Ich sehe frische Kratzverletzungen, frage wie das passiert ist, auch nachher als wir auf dem Rahmen der nassgeregneten Holzbänke gemütlich Platz nehmen sehe ich am Oberkörper neuere und ältere Verletzungen, frage wie es geschah. Ein paar Leute im Park sehen etwas irritiert zu uns herüber. Eine kleine Aroma-Wohlfühlbehandlung im Park – was ist schon dabei? Ich gebe ihm lächelnd den Roller, er streicht sich damit an die Handinnenflächen und dann mit Wohlgefühl seufzend in sein Gesicht und nochmal an die Schläfen, an die Wangen, etwas langsamer, sanfter sage ich zu ihm, nicht zu nah an die Augen und nicht direkt in die Sonne, wenn er so aufstreicht wie jetzt. Er sagt immer wieder „gut, gut“ in seiner Sprache die ihm gerade einfällt, seine Züge nehmen etwas Erleichterung und sich für Momente aufatmend Wohlfühlen an. Er atmet ein paar Mal tief. Seine „map“ ist bei Personen unterschiedlicher Stellen verteilt, erfahre ich im Gespräch, vor einigen Wochen ein „Interview“, „das mit der „Postzustellung“ muss noch organisiert werden – irgendwie.

Eine Gruppe Leute aus einer der Nachbarortschaften meines Wohnortes kommen neben dem Park vorbei, mein Freund ruft sie, sechs oder sieben Leute, die in der früheren Station waren, seitdem sah ich sie nicht mehr, wusste nicht wo sie weiter wohnen würden. Sie wissen schon fröhlich, dass einer ihrer jüngeren Mitbewohner mich vor ein paar Wochen mit einem anderen Freund im Zug traf und mir seine Nummer gab, wann ich zu Ihnen komme fragen sie, ich soll einfach nur den jungen Mann anrufen, sie wohnen alle zusammen sagen sie. Schnell sind wir in den ernsthaften Themen, sie sind alle in guter Stimmung in diesem Moment, grüßen herzvoll, reichen mir die Hand, wissen noch genau „Bescheid über die Duft-Stunden“ der Station. Ihre Unterkunft ist okay sagen sie. Sie lächeln freundlich gut gelaunt, schmunzeln, als ich mich mutig in ihrer Sprache verabschieden kann.

Inzwischen kehrt der Outdoor-Kräutermann mit dem typischen Einkaufssack türkischer Läden zurück, bald danach trifft auch sein Freund ein, für den die Besorgungen gedacht sind. Wir plaudern gut gelaunt über Verschiedenes, mein Freund und ich sitzen noch immer auf dem Holzrahmen. Es sorgt für freundliches Amüsement in der kleinen Gruppe als ich meinen „Lernblock“ aus einer der Taschen ziehe und  meine erworbenen Kenntnisse offenbare, als wir uns über die Unterschiede verschiedener Sprachen, und ihrem  Erlernen unterhalten,  mein „Lehrer“ lustig davon erzählt, als wir das Alphabet seiner Sprache mit den vier „z“ im Bahnhofspark aufschrieben, tauschen Wörter und Redewendungen aus; ganz nebenbei und dazwischen „plaudern“ wir auch über“hard-facts“ – , „no business no money..“ oder „no money, no school…“, Gesetze, Dokumente, Politik, Geburtsstädte, Nationen, Verfahren, immer wieder mit Lachen und Ernst, dem Hauch der Bitterness, im paar-minütlichem Themenwechsel, doch als seien wir an einem Haushalts-Kaffee-Kuchen-Tisch; ihre Augen, Züge, Körper, Tonlagen, die verinnerlichte Resilienz und Contenance sprechen noch viel mehr als ein paar Worte in meinen Zeilen. Mein Freund sitzt ein Stück weiter auf dem Holzrahmen, ab und zu verschwindet er kurz zu den Leuten bei den Nachbarbänken oder für ein paar Minuten nach „weiter Drüben“. Er kommt jedes Mal zurück, auch am früheren Nachmittag als wir im vorigen Park in der Wiese saßen; eimal kommt er mit einer gewöhnlichen Zigarette retour, nimmt ein paar Züge, gibt sie an den Kräuter-Mann weiter; es gibt kein Gerangel um die Züge, ganz locker, mehr als selbstverständlich. Der andere Freund verabschiedete sich inzwischen.

Es wurde früher Abend, rieche die vom Wind getragenen leichten Düfte der Blüten, Bäume und Erde um uns, der Hauch von Rasierwässern und Parfums von den vorbeigehenden Menschen; schüttelfrostig-durchgekühlt sitze ich während unserer Unterhaltungen auf dem halbtrockenen Rahmen der nassen Holzbank, einer der Leute bietet mir seinen dicken Sweater an, nein, sagt er, es ist kein Problem, ich lehne sehr höflich und freundlich ab, meine Fleece-Jacke und Tuch sind in meinen Taschen  sage ich, bevor ich noch fertig spreche und ihn bitte sie mir rüberzureichen, ist der Sweater ausgezogen und wird mir gereicht, er fragt “ in („the“) deutsch“ *“was ist das“ an seinem Shirt ziehend, „Schwitzen“, sage ich ganz einfach. Der Sweater bleibt noch eine Weile ausgezogen, bis wir unter freundlichem weiterplaudern unentschlossen sind ob wir zu den Spazierufern des bekannten großen Flusses ein ganzes Stück weiter unten gehen sollen oder in die Richtungen des Bahnhof, damit ich meinen Zug später noch gut erreichen kann . Zuvor nahm der Freund, der früher ging, noch „eine Nase voll“ an der kleinen Schachtel mit den Blüten- und süßduftenden Ölen. Als ich während all dem bei meinem Freund etwas steigende Nervosität spüre, frage ich ihn lächelnd und nickend nach unserem Duftroller,..“genau jetzt“ sage ich zu ihm, jetzt kannst Du daran riechen, er zieht ihn grinsend aus seiner „modern-natur-Löcher „gestylten“ Jeans, nimmt ein paar tiefe „Atem-Züge“ daran. Ein wenig unterdrückte Ungehaltenheit, doch zugleich aufmerksame Gelassenheit spüre ich in unserer Runde, es könnte „Probleme“ geben für uns Alle, später  – für meine Freunde wohl mehr als für mich, spricht einer von ihnen laut die Gedanken aus, wir bleiben noch eine Weile dort.

In unserer kleinen „Holzbank-Runde“ wandelt sich die Stimmung in Sekunden in höchste ruhige Wachsamkeit als ein Mann aus einem anderen Land von einer der Nachbarbank-Gruppen mit zwei geöffneten günstig-Bierdosen in der Hand zu uns herüber kommt, Stille der Leute um mich, er spricht mich in etwas nuschelnder Sprachart in Englisch direkt an mit ebensolchen Blicken, hörte wohl Bruchteile unserer Unterhaltung, ob alles in Ordnung sei bei mir, spricht an welche Nationen die Leute seien; mein Puls und die Spannung in der Runde steigen, verstehe nicht genau, was er möchte. Höre mich nach Außen ruhig freundlich sagen, es sind meine Freunde, wir unterhalten uns nur,  über unsere Geburtsstädte über Verschiedenes, nicht über Politik, Religion, alles in Ordnung sage ich, bedanke mich, er spricht weiter,  die Grundfronten der Nationalitäten und „Mann“ sind merklich, mein Freund ist in seiner gewohnten Wachsamkeit „auf dem Sprung“, er sagt leise zu mir „wait…“ ; ein Hauch mehr der Grenzüberschreitung zu mir und dem Herkunftsthema, sie würden sofort reagieren, friedlich zunächst, alle Drei um mich. Ich merke wie von mir Ruhe, kein verkehrtes Wort erhofft wird, konzentriere Augen auf mir, Nervosität in mir, keine Zeit für ein Öl; der Mann mit dem Bier in der Hand geht nicht, ich kann nicht alles genau verstehen, was er sagt, denn er spricht sehr leise und undeutlich, ein Wagnis um Wiederholung zu bitten, die Spannung steigt weiter, er redet nur mit mir, antworte freundlich. Nach einigen Minuten entschuldige ich mich höflich, um in einem der gegenüber-liegenden Cafés den Lady-„Frischmach-Raum“ zu besuchen. Der Blick des Kräutermannes ist bestätigend, hoffentlich passiert nichts denke ich, während ich die Straße überquere. Nachher steht der Mann mit den Dosengetränken bei einem anderen Grüppchen Leute, sieht rüber, als ich zurückkomme, die Atmosphäre etwas kühler für Momente, meine Leute sind noch da, alles gut.

Es wird Zeit für den Zug und für einen von Ihnen für das Treffen mit einem Freund. Wir schlendern mit dem Duftgepäck dreisprachig lernend-plaudernd, scherzend,  mit besorgten Gedanken zugleich in uns Allen. Sie gehen  auf selbstverständliche Weise mein Tempo, in dem Ihren bliebe mir wohl ohnehin „die Luft“ weg. Die hohe Wahrnehmungsachtsamkeit der Leute bemerkte ich schon im lezten Jahr immer wieder, sie beruhigt mich oft, auch jetzt, auf der Bahhnhofstraße. Es ist besser wir nehmen eine kleine Kurve, verlangsamend gespannte Stille steigt je näher wir kommen, weiter vorne Sicherheitsbeamte mit Hunden. Wir gehen so gelassen wie es geht weiter, sitzen nachher noch eine Weile wartend auf einer der Bänke in der Halle. Sehen Bilder in ihren Handys zu guten und unguten politischen Zeiten. Mein Freund ist seit einer ganzen Weile sehr müde geworden, während wir beim Warten  über „Crazy-junge-Leute“ in der Stadt reden, über einen weltberühmten früheren Herrscher, der sich der weltweiten Umsetzung gleichwertiger und würdiger Menschen- und Völkerrechte verpflichtet fühlte, Frieden ohne Unterwerfung unterstützte, dessen Geistesgut bereits in den Jahrzehten 500 v. Chr. als Inschriften  auf einem heute historischen Stein-Zylinder festgehalten wurden.  Aufregung über die jetzige Lage wird etwas spürbar, alles gut. Der Zug wird bald kommen, ich möchte sie nicht alleine lassen, mein Freund neben mir vertreibt seine Müdigkeit mit dem höchst fokussierten Beobachten eines schnell auf seiner Hand und Jeans krabbelnden Ameisenpärchens, er setzt sie behutsam auf dem Boden ab, beobachtet sie weiter, ich weiß dass er alles von unserem Gespräch und was sonst herum ist, deutlich wahrnimmt, zurückgezogen unter der Sweat-Kapuze. Sie begleiten mich noch immer Dufttaschen tragend bis zum Zug, wir verabschieden uns wie Freunde. Ich hoffe den Mann, der behutsam die Ameisen auf den Boden absetzte bei einem nächsten Mal wiederzusehen, zufällig – nur um zu wissen, dass er okay ist irgendwo in den Straßen und Parks. Für seine Freunde hoffe ich dies auch.

ein Duft-Nachmittag im Park

 

„Hey“ an Euch meine „Freunde“ da draußen irgendwo in den besonderen, ganzheitlichen Menschenberufen für Straße, Körper, Gesundheit und Emotionales, deren so  tolle, langjährige Berufs- und Lebenskompetenz ich so sehr vertraue und die ich schätze. In all den letzten Wochen, Monaten, versuchte ich Euch zu erreichen – falls jemand von Euch, die ganz besonders mit diesen Zeilen gemeint sind, das hier trotzdem liest oder sieht – ich mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich jemand von Euch doch noch rühren mag, um Menschen wie meinen Freund und einige andere Leute sinnspendend, wohlwollend, schützend, interdisziplinär professionell, etwas Perspektive gebend, gemeinsam zu unterstützen. Das wäre fein.  Danke Euch

 

 

Anmerkungen:

Freund kann in anderen Sprachkulturen nuancierter sein als wir es in seiner gebräuchlichen Bedeutung in unserem mitteleuropäischen Raum kennen.

*“in the deutsch“ ist eine kleine, freundliche Floskel, die während unserer-Vielsprachen-Unterhaltungen viele der Leute in der Station verwendeten

die Pflanzenbilder umrahmen den Text, sie sind in diesem Beitrag kein Hinweis über die individuellen Inhalte der Duftarbeit mit den Menschen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weiterbildungstipps zu ganzheitlichem duftwissen, aromafachausbildung WIFI Oberösterreich

16. August 2016

Ein August-Sommergruß bringt heute ein paar Zeilen „in eigener Sache“ zum „duftenden“ Kursangebot des WIFI Oberösterreich, welches ab Mitte September 2016 beginnt:

Für Menschen, die sich für ganzheitliche Aromatherapie und -praxis interessieren und ihre bisherigen beruflichen und persönlichen Interessensgebiete mit ausführlicherem Wissen über die Potentiale authentischer ätherischer Öle erweitern möchten, gibt es unter den folgenden Termin- und Linkhinweisen nähere Informationen:

 Aromafachausbildungen beim WIFI OÖ

Linz, 16. Sept. 2016 bis 30. Juni 2017, jeweils Fr./Sa. 09:00- 16:30 Uhr, 1-2 monatliche Kurswochenden

Steyr, 30.  Sept. 2016 bis 23. Juni 2017, jeweils Fr./Sa. 09:00-17:00 Uhr, 1-2 monatliche Kurswochenden

Bad Ischl, 17. Nov. 2016, 09:00 bis 17:00 Uhr / Einzel-Seminartag:„aromatische Einblicke in die Welt der Aromapraxis  (bitte klick auf den Kurstitel)

(zum Inhaltsspektrum der Aromafachausbildungen bitte klick auf  Kursnr 7860 Detail-Informationen oder für allgemeinere Kursübersichten bitte das WIFI-Logo seitlich anklicken)

In den Kursstunden beschäftigen wir uns mit dem Entdecken, dem Erfahren und Erspüren der vielfältigen Wirkweisen ätherischer Öle und ihrer pflanzlichen Mithelfer, den kaltgepressten Pflanzenölen, festen Fetten und den sanften Pflanzenwässern, ihren möglichst sicheren, moderaten Dosierungsorientierungen und Anwendungsmöglichkeiten für eine „duftende Lebens- und  Gesundheitssalutogenese“ in nahezu allen unseren Daseinsbereichen.

Wir sprechen über duftende Hausapotheke, über ätherische Öle, die das Gedächtnis in Konzentration, Merkfähigkeit und Erinnerungsvermögen unterstützen, die Seele streicheln und schützen, den Körper stärken, Kommunikation förderlich sind, entstehendes und endendes Leben begleiten. Eine wichtige Grundlage, um aus den Erfahrungen mit ätherischen Ölen später beruflich und persönlich sinnvoll schöpfen zu können, ist zunächst das Selbstanwenden, das Ausprobieren und Erkunden der Vielschichtigkeit ätherischer Öle und der weiteren naturbelassenen pflanzlichen Rohstoffe, die einer verantwortungsvollen und kompetenten Aromatherapie dienlich sind.

Was bedeuten „fremdsprachige“ Abkürzungen wie „ssp., flos.“ oder gar ganze, zunächst ungewöhnlich erscheinende Wort-Kombinationen wie „Myroxylon balsamum“ und „Nardostachys jatamansi“? Wie können authentische ätherische Öle Raumatmosphären und Lebensumfelder harmonisieren, Kreativitäten des Verhaltens, der Künste und Arbeit inspirieren, unser gesamtes Befinden zu mehr Entspannung und Ausgeglichenheit leiten?

Die Kursstunden widmen sich weiter ganzheitlichen Zusammenhängen zwischen innerkörperlicher und duftender Biochemie, zeigen die starken Seiten natürlicher ätherischer Öle in Sachen Viren- und (multiresistente) Keimvertreibung auf, eröffnen wie Lebens-, Ernährungs- und Umweltrahmen körperliches, seelisch-emotionales und Gehirn-Geschehen beeinflussen können und auf welche Weise wir mit  kompetentem Aroma-Wissen diese sowie chronische Erscheinungen, Haut- und/oder hormonelle Ungleichgewichte ausgleichend, regenerierend und stärkend unterstützen können.

Beleuchtet werden auch  sinnspendende, ergänzende Möglichkeiten der Aromatherapie in professionellen Menschenberufen der psychosozialen und psychotherapeutischen, beratenden (coachenden), sozial orientierten Gebiete. Die Einbindung von kompetenter Duftarbeit in diesen Fachbereichen ist noch recht „jung“ und erfahrenswert. Menschenbegleitung mit ätherischen Ölen während und nach besonders ernsten Lebensphasen und intensiven Erlebnissen kann zum klassischen Spektrum dieser Berufszweige einen wertvollen Teilbeitrag darstellen.

Wir lassen uns im Lehrgang von  Duftpflanzenwelten, ihrer Sprache und leichten Hydrolaten verzaubern, lernen über nachhaltige Körper- und Schönheitspflege, reisen mal in wissenschaftlichere, aromapflegerische-klinische Themengebiete, erfahren Wissen zu Herstellungsweisen, Anbau und Qualitäten ätherischer Öle, zu Bezugsquellen, fachlichem und leichtem Lesestoff, üben duftendes Miteinander für die Duftarbeit mit und am Menschen, lernen „wie das Mischen denn nun geht…“, erkunden unter anderem welche ätherischen Öle, Plflanzenöle, Fette und Hydrolate für Frau, Mann und junge Menschen besonders wohltuend und gesundheitsförderlich sein können.

Dann sind da noch die “ kleinen Aroma-Dinge“: weshalb in ganzheitlicher Aromatherapie 1+1 2 ist, welche gesundheitsfördernden Pflanzen und Düfte in den Heilkunden anderer Kulturen bedeutsam sind, wie wunderbar, doch sehr hilfreich „einfache“ Riechwarhnehmung sein kann, wie Wissen rund um’s Riechen selbst bereichert, warum angenehme Aroma-Wohlfühlbehandlungen entstressen können, wie interessant, romantisch und spannend lebende „Legenden“ der  europäischen Aromageschichte oder Überlieferungen antiken Pflanzenwissens und Duftkultur sein können…..

Die Zeilen hier sind ein kleiner Streifzug durch Teilspektrum der Aromafachausbildung beim WIFI Linz. Für das theoretischere Lernen, Üben & Wiederholen zu Hause beinhaltet der Kursbeitrag unterstützendes Material wie unter anderem das wunderbare „Arbeitsheft Aromatherapie“ von Eliane Zimmermann (bitte nach klick in der rechten Seitenleiste runterscrollen ), ein Lernplakat, ausführliche Lehrgangsskripten und weiteres lernunterstützendes Material – DANKE Eliane, dass wir mit diesem so prima Übungs-Handbuch in bisherigen Kursen arbeiten konnten und weiterhin verwenden dürfen..!

Begleitet sind die Kurswochenenden von je nach Jahreszeit möglichen Ausflügen die mit der Gruppe besprochen werden, wie etwa zum nahe gelegenen Botanischen Garten Linz, Besuch einer Ölpresse, Heilkräuterwanderung oder was uns auf den Duftpfaden noch so begegnet. „Theoretische“ Aromatherapie kann man kaum lernen  – das Beschäftigen mit lebender Natur und Duftpflanzen, ihren Verständigungsweisen und „Gewohnheiten“, dem Selbsterfahren, am und im Körper, in unseren Gefühlsebenen, Öffnen und Loslassen, dem praktischen Ausprobieren und Allem Zeit geben lernen, der Herkunft von unseren verwendeten pflanzlichen Rohstoffen und dem „Rübersehen“ zu angrenzenden naturheilkundlichen Gebieten ist ein wichtiger Bestandteil beim möglichst relaxten, beginnenden Sammeln von Aromawissen.

Das WIFI Oberösterreich und ich freuen uns auf Interessentinnen und Interessenten zu „duftem“ Wissen.

 

 

Hier geht es noch zu meinem Fortbildungs-Vorschau- Beitrag vom Frühjahr 2016, wer hier noch mal hineinsehen möchte.

(abbildungen: collage: glasflasche mit hydrolat: i.rumzucker; alle anderen abbildungen.: m.micik)

 

 

 

 

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