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warme Entspannungsmischungen

25. August 2010

1 Tr  Atlaszeder (Cedrus atlantica)
2 Tr Myrrhe   (Commiphora molmol)
1 Tr Tonka (Dipteryx odorata)
1 Tr Muskatellersalbei (Salvia sclarea)
2 Tr Koriander (Coriandrum sativum L.)
1 Tr Lavendel (Lavandula officinalis)
3 Tr Bergamotte (Citrus bergamia)
(oder Grapefruit extra (Citrus paradisi) oder Mandarine rot (Citrus reticulata), mir gefällt sie mit Bergamotte besonders gut)

auf ein Papiertaschentuch, inhalieren, im Zimmer auflegen oder in die Duftlampe geben. Als Raumspray mit entsprechend erhöhter Tropfenanzahl (allgemein für 100ml ca 50-75  Tropfen, je nachdem welche Öle wir verwenden, sowie nach persönlicher Duftwahrnehmung). Für jüngere Kinder empfehle ich eine niedrigere Dosierung.
Möchten wir diese Mischung als kleines Massageöl zubereiten und sollte sie als zu stark empfunden werden oder bei Kinder sehr leicht „high“ werden, giessen wir die Hälfte in ein zweites Fläschchen, ergänzen mit Basisöl.

Diese Mischung besänftigt, bringt entspannte Beruhigung. Kann Kindern mit Neigung zu aggressiver Anspannung, leicht hysterischen Zuständen, vorpubertären Zuständen zufriedene Entspanntheit bringen. Die balsamischen, einhüllend warmen Düfte der Myrrhe und des Tonka schützen, wobei die Myrrhe auch als hormonell ausgleichend unterstützt (für Mädchen im Teenageralter könnten wir auch Rosengeranie bourbon, mit leicht vanilligem Duftton, das „wenn alles zuviel aus den Gleichgewichten“-Öl, dazugeben). Salvia Sclarea unterstützt die Ausschüttung von Enzephalinen und Endorphinen im Gehirn, die zu glücklich- und schmerzfrei Empfinden beitragen.

Hervorheben möchte ich aus dieser Mischung das sanfte Korianderöl aus den kleinen Früchten des Korianderkrautes, das mit 60-90% (+)-Linalool als Hauptinhaltsstoff neben dem allseits beliebten Lavendel besonders stark entspannend ist. Es ist bei HNO-Infekten für Kinder (und sensible Erwachsene) sehr wertvoll für Inhalationen, schleimlösend und klärend auf die oberen Atemwege bei Schleimansammlungen in den Nebenhöhlen und bei häufiger Neigung zu Ohrentzündungen vorbeugend eine gute Alternative, um verfrühten und häufigen Antibiotikagaben gerade bei jüngeren Kindern vorzubeugen. Beispielsweise zusammen mit Manuka (Leptospermum Scoparium) und Zitrone im Nasenspray in leichter Stein- oder Meersalzlösung. Natürlich können wir auch hier mit Korianderöl kleine Ölmischungen für sanfte Bauch- oder Füßchenmassagen zur Eigenanwendung herstellen. Darüberhinaus fördert es ruhigeren Schlaf. Neben seiner antibakteriellen Wirkung bringt es konzentrationsfördernde Eigenschaften und Besänftigung von Trauergefühlen mit. Hier kann auch die Myrrhe mit Sandelholz eine gute Unterstützung sein.
Zusammen mit Bergemottminze (Mentha citrata) und Mandarine rot (Citrus reticulata) kann es besonders bei Neigung zu häufig aufgeblähtem/gekrampften Bauch äusserst hilfreich sein.

Das Korianderkraut gehört zur Familie der Apiaceae/Doldenblülter, deren deutliche  Gemeinsamkeit ihre positiven und entkrampfenden Wirkungen auf den Verdauungstrakt sind. Meine Kollegin Sabine Dürstein beschreibt hier ein tolles Aromakücherezept für das vietnamesische Frühstück PHON. Aus der Küche kennen wir die Verwdund der Petersilienähnlichen Blätter als Dekoration, Gewürz und dessen Ersatz, die Früchtenen als Gewürz aus indischen und vedischen (zB in orientalischen Gerichten/Eintöfpen mitkochen, in der trockenen Pfannen wie Gelbsenfkörner bis zum Platzen anrösten)traditionellen Rezepten sowie als Räucherwerk.

Bei minoischen Räucherungen (heutiges Kreta) wurde es zur Wohnraumaromatisierug, viel Streit im Haus, deren Harmonisierung, Menschenzusammenküften zur Förderung eines friedlichen Miteinanders und allen aus dem Gleichgewicht geratenen Zuständen fast täglich in schönen Schalen verbrannt. Es helfe bei Erregungszuständen, Depression, chronischen Kopfschmerzen und Wiederfinden des inneren Gleichgewichtes.
In unserer modernen Zeit könnten wir diese fein-leicht süß, warm-würzige Räucherung in aufgewühlten Kinderzimmern zB mit Mastix, Benzoe oder Kyphi verbinden als allabendliches Ritual. Ohnehin sind in unserer modernen Lebensweise Rituale bei Eintritt in verschiedene Lebensphasen oder neuen Erdankömmlingen fast vergessen, die jedoch als wichtiges Element die BERÜHRUNG haben, was sich heutzutage später oft als „Sich-Nicht-SPÜREN“ oder zu wenig spüren möglicherweise in aggressionshungrigen Verhaltensweisen, neben den vielen anderen Einflüssen des modernen Lebens, ausdrücken kann.

(foto: c marta.micik)

Bei marrokanischen Nomaden wurde in den Räumen von Neugeborenen zwei Wochen lang nachmittags und abends täglich mit Korianderfrüchten geräuchert. Aus der nepalesischen Tradition gibt es wunderbare, überlieferte Babymassagetechniken mit reinem Kokosöl für Neugeborene in täglicher Anwendung, mit denen es den Müttern erlaubt war, die ersten drei Monate allein in einem Zelt nur mit ihrem Baby verbringen zu dürfen. Sie wurden vom Dorf und der Familie mit Essen, Kleidung und Allem versorgt, was sie brauchten. Welch ein Luxus, Zeit zu haben ohne Verpflichtungen, nur für sein Baby und sich!!!
Ursprünglich soll das Korianderkraut aus Ägypten stammen, kam später nach Eruopa, wo es sich wild verbreitet und später hier kultiviert wurde. Im arabischen Sprachgebrauch wird es als „kusbarah“ bezeichnet. In der uralten Hindi-Sprache „dhaniya). Susanne Fischer-Rizzi beschreibt diese Räucherrituale in ihrem herrlichen Buch „Botschaft an den Himmel“.

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2 Kommentare leave one →
  1. 26. August 2010 12:50

    liebe nicole,
    gern, freu :-), es ist tatsächlich nicht so oft in erwähnung in der Aromakreisen wie der lavendel, aber eine schöne alternative, lg

    Gefällt mir

  2. 26. August 2010 11:24

    Hallo Marta!
    Danke für den Post! Mit Korianderöl habe ich mich noch gar nicht beschäftigt.
    LG, Nicole

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