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orangefarbene multivitamine, zuckerflash und kunstvitamine

5. Januar 2011

5ml orangig-fruchtig-schmeckender Aufbau-Vitaminsaft enthält:

  • Retinolpalmitat (Vitamin A)  2500 I.E
  • Cholecalciferol (Vitamin D3) 300 I.E
  • Thiaminhydrochlorid (Vitmain B1) 0,8mg
  • Riboflavin (Vitman B2)  0,8mg
  • Pyridoxin HCI (Vitamin B6)  1,0mg
  • Dexpanthenol 4,0 mg
  • Nicotinamid 10,0 mg
  • Cyanocobalamin (Vitamin B12) 1,5 µg
  • Ascorbinsäure (Vitamin C) 50,0 mg
  • alpha-Tocopherolacetat (Vitamin E) 7,0 mg
  • Natriumbenzoat 15,3 mg (E211)
  • Sorbit 2700 mg  (E 420i)
  • Acesulfam-Kalium 6,5mg (E
  • Glucose 432,0 mg
  • übrige Bestandteile: Malzextrakt, Orangenk0nzentrat, Orangenöl,  Xanthan-Gum, Milchsäure, Zitronensäure, Polysorbat 80 (E433), Mannit (E421), Wasser

(Diese Inhaltsstoffe beziehen sich auf den Saft, im Sirup ist Traganth  oder Agar anstelle Xanthan, Saccharose anstelle Sorbit in mit 2247,5mg sowie kein Acesulfam K enthalten). Dies sind die Inhaltsstoffe eines in Deutschland und Österreich seit über 20 Jahren sehr bekannten Kinder-Vitamin-Aufbausirups mit knallorangener Farbe und süß-fruchtigem Geschmack. Gleich 3 Arten von vielseitig verwendbaren Zuckeraustauschstoffen aus Mehrfach- und Einfachzuckern (rot, fett) gesellen sich hier zusammen. Mannit wird als Hilfs- und Füllstoff in pharmazeutischen Produkten, Lutschtabletten, zum Verschnitt von Drogen eingesetzt. Es hat eine 69%ige Süßkraft gegenüber Zucker.  Den höchsten Inhaltsstoffanteil in diesem Aufbausirup stellt das Sorbit mit 2700mg  und dient in der Lebensmittel- und Süßwarenindustrie ebenfalls als Zuckeraustauschstoff,  Trägerstoff und Feuchthaltemittel. Es könne im Körper ohne Produktion von Insulin verstoffwechselt werden, wird daher auch zu bestimmten medizinischen Behandlungen in Zusammenhang mit Diabetes eingesetzt. Da es aus Mais- und Weizenstärke produziert wird, keine Angaben zur Herkunft dieser Pflanzen beim Hersteller oder auf der Verapackung zu finden sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass für die Riesenmengen, in denen dieser Saft und Sirup produziert werden, rein aus k.b.A. (kontrolliert biologischer Anbau) oder womöglich aus demter-Anbau stammen…..??!! In Europa ist die Verwendung von Sorbit aus gentechnischer Produktion angeblich nicht zugelassen. Sorbit wird aus Glukose gewonnen. Dazu kommt noch die Glukose (als Traubenzucker, Dextrose bekannt), die in gesunder Relation unsere Leber zur Blutzuckerbereitstellung benötigt.  Das heute im Internet frei verkäufliche Acesulfam (Acesulfam K ist das Kaliumsalz des Acesulfams), auch unter dem Markennamen „Sunett“ in der Lebenmittelindustrie ein hochgehandeltes Produkt, das schon zu wahren Lebensmittel-Industrie-Krimis geführt hat. Es ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff aus Kunststoff, der 1967 vom Chemiker Karl Clauß, damals Mitarbeiter der Hoechst AG entdeckt.

foto: chemielexikon.de

Heute wird der vieldiskutierte Stoff  von Nutrovia hergestellt.  Es hat eine etwa 200-fach stärkere Süßkraft als Zucker mit 4ck /gr wie normaler Zucker. Die empfohlene Tagesdosis sei 15µg /9mg pr Kilo Körpergewicht. Es ist seit 1990 in Deutschland zugelassen. 1996 ist er Bestandteil von etwa 700 Getränken, weltweit wird es in etwa 300o Produkten  verarbeitet, inkl. Arzneimittel, Hustensirups etc. Das amerikanische Center for Science in the Public Interest setzte diesen Stoff auf eine Liste von fragwürdigen Zutaten, die keinesfalls zu sich genommen werden sollten, da er nach ungenügenden Testungen weltweit zugelassen worden sei, tumorfördernde Wirkungen und Gehirnschäden vermutet werden. Das in diesem Saft enthaltene Konservierungsmmittel Natriumbenzoat (E211)  ist bekannt für sein allergenes Potential (Kontaktallergien, „Pseudo-Allergie) und wird ebenfalls vielseitig in Kosmetik, Lebensmittelkonservierung (Gläserkost wie eingelegte Gurken, Dosen, Säfte, Aloe-Produkte), Arzneimitteln eingesetzt. Pseudo-Allergien sind streng genommen Unverträglichkeitsreaktionen auf bestimmte Stoffe in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Farben, Baustoffe….. mit ähnlichen oder gleichen Symptomen wie Immunsystem bedingte Allergien. Isolierte Zucker enthalten keine Begleitstoffe wie Vitamine der B-Gruppe oder Ballast- und Mineralstoffe wie in natürlichen Zuckern und Kohlehydraten.

Der tägliche unüberischtliche Mix an künstlichen Stoffen, vor allem der Mix an Zuckeraustauschstoffen, Farb- und Konservierungsmitteln, beeinflussen negativ die Blutfettwerte, unbekannte Mengen durchdringen die kindliche Blut-Hirnschranke, irritieren die Darmfunktionen, stören die Synthese von Neurotransmittern im Gehirn  und fördern die übersteigerte Reizweiterleitung der Botenstoffe. Die ADI-Werte (in meinem früheren Post hier können sie hierzu nachlesen).  Inzwischen hat sogar die EU in Brüssel das Thema der negativen Wirkungen und Kennzeichnungspflicht der Farbstoffe  aufgegriffen. Der Hinweis auf mögliche Konzentrations- und Lernstörungen sollte auch lesbar sein, angeblich. Als ich vor ca einem Jahr intensiv zu diesen Themen für eine bekannte sozialpädagogische Wohneinrichtung recherchierte, erhielt ich auf zweifache schriftliche Anfrage beim deutschen Hersteller dieser Säfte und Sirups bis heute keine Antwort darauf, welcher Herkunft die verwendeten Vitamine und das ätherische Orangenöl, Orangensaft entstammen.

Zu den dauerhaften schädlichen Nebenwirkungen von überdosierten Süßungsmitteln, Farb- und Konservierungsstoffen, Phosphatsäuren in Limonaden, Glutamaten, Übersalzung- und Jodierung gibt heutzutage kompetente Infos auf Websiten nachzulesen. In Klassikern der modernen ernährungskritischen Literatur (wie Hans-Ulrich Grimm, Uwe Karstädt, Klaus Oberbeil, Patrick Holford, Dr.med. M.O. Bruker – dessen Klassiker „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ mit einer Gesamtauflage von etwa 3 Mio viele Menschen erreicht hat und weitere lassen sich die obigen Infos nachlesen; alle weisen unmissverständlich auf die erschreckenden Nebenwirkungen, Lebensmittelindustrie-Krimis, auf die Wichtigkeit der täglichen Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren, langsam abbaubaren Kohlehydraten,  SPS (sekundären Pflanzenstoffe), Homocysteinspiegel, Vitamine, Darmgesundheit  hin – Slow Food also.  Es ist in unserer heutigen Zeit nicht mehr von der Hand zu weisen, wie positiv sich dies auf unsere Gesundheit und die Psyche (!) auswirken.  

foto: 1.deutsches Zusatzstoffemuseum Hamburg, artinfo24

Es gibt inzwischen auch zahlreiche Veröffentlichungen zu Projekten /Studien, in denen jugendliche Straftäter vorzeitig auf Bewährung entlassen wurden, mit der Option über eine bestimmte Zeit, keinerlei gesüßte Lebensmittel zu konsumieren. Die Rückfallrate sank auf etwa 70%, auch das Aggressionspotential sank um einVielfaches. Deutlich wurde in diesen Projekten der Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten gezeigt.

Letztes Jahr bot sich für ein begrüßenswertes Pilot-Projekt die Zusammenarbeit von Firmen wie Algavital, brunozimmer, Reformpädagogen, geführter Erlebnispädagogik DRAUSSEN und alternativen Ernährungsfach- und Therapieleuten an, um in eben dieser Einrichtung, für die ich recherchierte, einen neuen Weg aufzuzeigen. Die Idee war, deutlich zu machen wie positiv hilfreich und Therapieunterstützend, sich auf den Lernerfolg positiv auswirkend, Ernährung, Aromatherapie, alternative Therapiemöglichkeiten, außer denen, die vom jeweiligen Bundesland für Therapieeinrichtungen und Beratungsstellen zugelassen und gefördert werden,  in Projektform täglich eingebunden sein können! Leider kam das Projekt nicht zustande, da alles „so passe, wie es sei“  – dh, man gibt weiter Allurared, Ritalin, Ergo- und Gesprächstherapie, Cortisonsprays bei allergischem Asthma, weiterhin Schulsuspendierungen für „schwer-erziehbare“  – DIAGNOSE : ADHS und Trennung.

Trotz aller Fakten, seriösen Publikationen von internationalen Forschungsinstituten stehen noch immer in Kindergärten,  Schulen, Horten, heilpädagogischen Wohneinrichtungen, Kinderkrankenhäusern verdünnbare Sirupsäfte, „pflanzliche, zuckerfreie“ Arzneimittel, literweise mit bestem Gewissen in den dortigen Küchen, da es ja einerseits „eh so gut verdünnt würde, das ja eh nichts“ passieren könne und die Arzenimittel seien „wirklich ganz sauber mit nichts drin, es seien doch bloß ein paar gute Vitamine“. In hiesigen Schulen sind Soft-Drink-Getränkeautomaten inkluse Aufputschdrinks noch immer Standard in den Schulgebäuden. Oberärzte und Primare, PädagogInnen und Betreuer in Jugendwohneinrichtungen – trozdem einige das hart erworbene Label der „gesunden Vollwertküche  “ tragen, vertreten noch oft genug die Meinung, Ernährung sei zweitrangig in punkto Therapie, ADHS, Lernförderung und Familienunterstützung. Für Allergien und Pseudo-Allergien („die ja keine Allergien seien, wie der Name schon sage“, so die Erklärung eines Oberarztes) gibt es in ganzheitlichen Laboren genaueste Analysemöglichkeiten zum Festestellen des konkreten Allergens. Bioresonanz ist auch ein kompetenter Weg zur Allergiebehandlung- und Testung.

Obwohl manche offensichtlich aufgeschlossene Kliniken sogar Empfehlungen auf Ihrer Website zu gesunder Ernährung abgeben, finden wir täglich zB den Verdünnsaft á la M …& M….0% Zucker & viele Vitamine mit Azofarbstoff Allurared E129. Die Erklärungen reichen von Budgetbedingungen über Subventionsabhängigkeiten zwischen Behörden, Land und Einrichtungen über die bereits erwähnte ZWEITRANGIGKEITET der Ernähung und des körperlichen Zustandes im Vergleich zur pädagogischen Arbeit. Im Zuge meiner damaligen Recherchen und Gespräche mit der Einrichtung, erschreckte mich manche Aussagen sehr, die eines langjährigen Betreuers ganz besonders – die nicht nur seine ganz eigene persönliche Meinung widerspiegelte, sondern eine allgemein Haltung – „Saft abschaffen oder Alternativen geben sei wie eine Revolution, ohne dem könne man sich einen Tagesablauf gar nicht vorstellen“ ……

Versuchen engagierte und wohlinformierte Mütter mit PädagogInnen über diese Themen ins Gespräch zu kommen, gehen sie meist noch immer resigniert aus den Gesprächen heraus.

Begrüßenswerteweise gibt es inzwischen bei verschiedenen Bildungseinrichtungen Zusatzausbildungen für PädagogInnen und Menschen aus ähnlichen Berufen zur Kindergesundheit, Ernährung und Reformpädagogik. Allgemeine Kinderbetreuungseinrichtungen legen immer mehr wert auf  mehrfach-ausgebildete Betreuer – jedoch ist dies noch immer nicht Standard und die PRAKTISCHEN Mühlen für tatsächliches Umdenken und auch sichtbaren Ergebnissen ist noch immer mehr als behäbig. Besonders in der THERAPIE, wo am allermeisten neue Wege beschritten werden sollten – zur Erleichterung für „interdisziplinäre Zusammenarbeit“.

Zur vermuteten negativen Wirkungen von synthetischen B-Vitaminen und dem vielseitigen Polysorbat 80 schreibe ich in einem anderen Post.

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