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adhs – symptome, sind wir nicht alle adhs?

18. März 2011

Schon oft habe ich mich mit den heutzutage allgemein beschriebenen Symptomen oder „Diagnosepunkten“  für ADS und ADHS beschäftigt. Ich begegne häufig Beschreibungen wie:

  • Luft schauen, Träumen
  • Zerstreutheit
  • Unkonzentriertheit
  • Stimmungsschwankungen
  • unangemessene Impulsivität
  • Andere nicht ausreden lassen
  • Ungeduld (zB Vordrängeln, nicht warten können)“ und ähnlichen Punkten

Könnten diese Beschreibungen nicht auf  Jeden von uns zutreffen, wenn wir in überlasteten Lebensphasen  überreizt sind? Wenn Kinder in belastenden und schwierigen Lebenssituationen aufwachsen, wenn zu wenig Raum da ist in Schule und Umfeld, um alle unausgesprochenen  Ängste und Leerräume der Innenwelt auszudrücken? Wie oft sind mir schon „Erwachsene“  – höchstwahrscheinlich nicht mit ADHS ! – begegnet, die sich einfach „vordrängeln“, zB auf der Post, in der Kassenschlange des Supermarktes oder in der Apotheke in Grippezeiten?!  Wie oft bin ich starken Männern im Autostau begegnet oder solchen, die bei kleineren Auffahrunfällen unangemessen hohe „Impulsivität“ ganz besonders  dann zeigten, wenn der andere Autofahrer eine Frau war…?!!  Hat nicht jeder von uns öfter mal im Leben Gefühle der Überforderung oder Kozentrationsschwierigkeiten in besonders zehrenden Lebensphasen?? Kennt es nicht Jeder von uns, dass uns das eine oder andere Thema leichter von der Hand geht und wir in dem einen oder anderen Bereich talentierter sind, als in einem Anderen??

Dauernde Stimmungsschwankungen und schlechte Laune könnten unter Umständen auch durch Pilzbefall im Darm und bestimmte mögliche Vitamin- und Mineralstoffmängel mitverursacht  sein. Pilze als Dauergäste im Darm können sich negativ auf  die Stimmung auswirken. Das wird sehr selten bei ärztlichen Diagnosen berücksichtigt. Natürlich sind auch die Familienstruktur, das schulische und Freizeitumfeld eines Kindes ausschlaggebend.

Habe ich ADHS, weil ich als Mutter in einem logistisch durchgeplanten „Multitasking“-Day irgendwann das Ladegerät für’s Handy vergesse, oder trotz Einkaufszettel den Broccoli oder Jogurth?  Und WIE oft begegnete mir, dass so manche Gesprächspartner ganz vehement ins Wort fallen, vor allem dann,  wenn der Andere wahre Punkte anspricht.

Werden wir nicht Alle irgendwann innerlich sehr unzufrieden, wenn unsere Bedürfnisse und Talente nicht ausreichenden Ausdruck und Befriedigung finden können??! Früher oder später müssen sich bei Kindern, wenn sie  ihre Talente nicht ausreichend ausleben können oder bei Erwachsenen in Partnerschaften, wenn nicht genügende, gegenseitige, vertrauensvolle Freiräume für berufliche und freizeitliche Wege gelassen werden,  Aggressionen einstellen??

Ich für meinen Teil kann mich mit gängigen Diagnosepunkten nicht so ganz identifzieren. Viele der Symptombeschreibungen können auch aus länger anhaltenden Vitamin- und Ernährungsmängeln resultieren, aus emotionalem Dauerstress, den auch Kinder schon sehr oft haben.  Daher wäre es so besonders wichtig, bestimmte Puhnkte zu prüfen, wie zB:

  • Pilzbefall
  • Vitamin- und Nährstoffmängel
  • Vitamin-C Mangel (ua wichtig für die Bildung des Neurotransmitters Dopamin, aus dem weiter unsere positiv- und negativ Stresshormone Noradrenalin  und Adrenalin entstehen)
  • Vitamin B6- und Zinkhaushalt (notwendig für die Bildung von Aminosäuren, aus denen unsere Neurotransmitter gebildet werden; besteht ein Mangel an Vitamin B6 und Zink, entsteht  ein Mangel bestimmter Neurotransmitter, ua  von Dopamin; die Entgiftungsfunktionen des Körpers sind bei einem Mangel vermindert)
  • liegt eine Hochbegabung allgemein oder für bestimmte Themen vor
  • körperliche Konstitution/Immunsystem
  • mögliche Allergien
  • schulische/berufliche  Belastung
  • wie sieht die Freizeitgestaltung aus
  • in welcher Familienstruktur lebt das Kind/der Erwachsene
  • kultureller Hintergrund
  • liegen traumatische Erlebnisse vor
  • pränatale Einflüsse
  • ist dieser Mensch häufig krank, falls ja, welche Art Beschwerden und welche Art der Medikamentation gab es bisher
  • mögliche Folgeerscheinungen von Impfmitteln

Weltweit erhalten über 10 Millionen Kinder Ritalin oder gleichwertige Medikamente.  Meiner Ansicht nach kann eine Dauermedikamentation weder für Kinder noch für Erwachsene der lebenslange Weg sein, um mit „angeblichem“ ADHS oder ADS  zurechtzukommen. Ganz allgemein kann die Dauergabe von Medikamenten (und uU auch von pflanzlichen Mitteln bei Dauereinsatz) den Grundstein zu späterem Suchtverhalten in größerem oder geringerem Ausmaß legen.

Die Naturheilkunde und Aromatherapie bieten sehr hilfreiche Mittel als ganzheitliche Behandlugnskonzepte zusammen mit ganzheitlichen therapeutischen Ansätzen, die zwar viel mehr Einsatz, Zeit, Geduld und Mühe erfordern, letztendlich aber der menschenwürdigere und sanftere Weg zu einem guten Umgang mit der angeblichen – oft auch als „unheilbare“ Krankheit bezeichneten Diagnose. In einigen Fällen mag ADHS und ADS  aus einer tatsächlichen genetischen Disposition resultieren – aber sicherlich nicht in Millionen von Fällen. Selbst wenn eine genetische Disposition vorliegt, gibt es heute so viele gesundheitsschonende Wege – wie zB Ernährungsstrategien, nonverbale Methoden -, um einen lebbaren Weg zu finden, in dem sich der Betroffene einigermaßen wohl fühl kann.

Ich frage mich oft, wie sich Kinder heute in einem Gesellschaftssystem mit uendlich vielen Vorgaben, mit ihren inneren Welten zurechtfinden sollen, wenn sie das Gefühl von Unverstandensein und Nicht-gehört werden haben. Schon in Kindergärten erhalten die Jüngsten zum Malen vorgegebene Blätter, damit sie für die Schule später lernen „innerhalb des Randes“ zu bleiben. Inzwischen gibt es recht aufgeschlossene Kindergärten, doch letztendlich fördert dies nicht die Entfaltung und den Weitblick oder die natürliche Neugierde eines jungen Kindes, sondern schliesst diese.

Ich halte es für sehr schade, dass sich in unserem aufgeklärten Jahrhundert noch immer zu viele Menschen auf den „One Way“ führen lassen. Selbstverständlich wählt jeder selbst, wofür er bzw seine Seele sich entscheidet. Nur junge Kinder können es nicht selbst entscheiden, sie sind der „Diagnose“ von uns Erwachsenen,  sei es Arzt, Eltern oder Betreuungspersonen, ausgeliefert.

Jede unserer modernen „Zivilisationsdiagnosen“ wie ADHS, Neurodermitis, Allergien, Tumorerkrankungen verursachen bei den Betroffenen und deren Angehörigen meist sehr hohen, inneren Dauerstress, wodurch sich automatisch ein erhöhter Nährstoffbedarf und ein empfindlicheres Immunsystem sowie ein sensibleres Nervenkostüm ergeben. Besonders da wäre ein sorgfältigerer Umgang mit unserer Gesundheit sehr wichtig.

Brauchen wir nicht Alle Zeit zum „Nichts tun“, zum „Luft gucken“ und  einfach nur „Schauen-SEHEN“?? Dafür wird in unserem modernen Leben fast kein Raum gelassen – man muss sich  fast dafür genieren, wenn man danach das Bedürfnis hat….doch wäre das sowohl für Kinder und Erwachsene ein wichtiger „Raum“ – das NICHTS-TUN, zumindest ab und zu.

 

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