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pflanzenöle bei neurodermitis und heilkräutermischung- teil 2

3. September 2011

„….schmiere, schmiere,..zaubersalbe….?.“  hier noch ein „tensidfreier“ Waschzusatz aus Kräutern:

  • „Fol.Urticae
  • Hb. Origani
  • Fol. Melissae
  • Hb. Violae taric.
  • Fl. Chamomillae
  • Fl. Cynai
  • Hb. Thymi
  • Hb. Equiseti.
  • Hb. Meliloti
  • Rad.Valerianae“, diese „nostalgische“ Kräuterrezeptur habe ich seit 17 Jahren in Originalschrift und auf dem original-kleinen Notizzettel aufbewahrt, auf welchem es uns gegeben wurde. Es war eine der ersten Kräutermischungen und eine der ersten pflanzlichen Alternativen für die Neurodermitis meiner Tochter. Die Menge war berechnet für einen Säugling zwischen 7 Monate bis 1 Jahr und richtete sich nach dem Gewicht, Körpergröße, Alter und Hautzustand des Kindes. Die Mischung sollte für Waschungen der stark geröteten, offenen und entzündeten Haut verwendet werden: auf 1 Liter Wasser, 1 EL Kräuter (wenn ich mich richtig erinnere), 5-7 min aufkochen, ca 20 min ziehen lassen, abseihen und in eine passende Schüssel geben. Der Teesud hat eine leicht grünlich bis rötlich-braune Färbung und duftet angenehm. Für lauwarme Körperwaschungen mit einem sauberen, weichen Waschlappen (Waschung ist hier so gemeint: den sauberen, nicht zu dicken, ohne Weichspüler und kommerziellen, scharfen Waschmitteln gewaschenen Waschlappen einige Minuten  im Teesud liegen lassen, gut ausdrücken und vorsichtig das Kind oder den jeweiligen Menschen damit abwaschen) sollten wir umsichtig sein und die „Waschumgebung“ und Raumtemperatur so gestalten, das der jeweilige Mensch sich wohl fühlt (nicht frieren, nicht umfallen können, nicht verletzen können).

Diese Kräutermischung wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, adstringierend, beruhigend, antibakteriell und pilzhemmend sowie hautberuhigend und die Hauthitze kühlend. Eincremen oder Einölen nach der Waschung ist nicht unbedingt nötig, denn die Haut ist sauber und braucht Luft zur Heilung. 2-3 mal täglich sollte man diese Waschung bei akuten Zuständen durchführen. Im Wechsel mit Pflege aus pflanzlichen Ölen oder Salben mit Shea, kann eine angenehme Beruhigung der Haut erreicht werden und der Juckreiz wird gelindert.

Wir haben mit dieser Mischung damals allerbeste Erfahrungen gemacht. Das Mischungsverhältnis und Grammangaben der einzelnen Kräuter weiß ich nicht mehr, bzw stehen diese nicht auf meinem Nostalgie-Zettelchen. Ich glaube, diese Angaben standen später auf der Endabfüllung der Kräuterapotheke (…heute funktioniert das Link-Setzen irgendwie nicht..www.schutzengelapotheke.at, Kräuterhandlung Ritzberger).

Die äusserliche Behandlung von Neurodermitis mit sanften Pflanzenheilmitteln erfordert natürlich mehr Geduld, Disziplin und Aufwand als eine „schnelle“ Cortison-Salbe ( die man für ältere Kinder und Erwachsene sicherlich als kurzfristige Maßnahme anwenden kann – doch als Dauerbehandlung lohnt es sich gewiss, pflanzliche Mittel anzuwenden).

Als Mischung mit ätherischen Ölen habe ich diese Rezeptur nicht ausprobiert, ich denke, sie wäre ohnehin zu stark, besonders für Kleinkinder und Säuglinge. Ganzkörperbäder können für Menschen in hochsensiblen Neurodermitisphasen auch sehr anstrengend sein. Daher würden Waschungen, Umschläge und Pflanzenölpflege etwas weniger Belastung für den Organismus bieten. 

Diese Heilkräuterzusammenstellung stammt von Chris Gatzov. In seiner Praxis in Linz lässt er, seine Klienten teilhaben an langjähriger, professioneller Erfahrung aus Schul- und Alternativmedizin, Physiotherapie, Akupunktur, TuiNa, bulgarischer und traditioneller chinesischer Kräuterheilkunde, Osteopathie und Einigem mehr. In seinem Heimatland Bulgarien gründete er vor einigen Jahren ein Unternehmen zur Herstellung von pharmazeutischen Kräuterzubereitungen und natürlichen Nahrungsergänzungen. (http://www.vitalpharma-bg.com/German/index.html)

zu deutsch:

  • Urtica L. . fol.  – Brennesselblätter
  • Origanum L., hb. – Dost, Majoran (?, leider weiß ich nicht mehr, ob hier Oreganum vulgare L. oder Origanum majorana L. gemeint war..)
  • Melissa officinalis L., fol. – Melisse
  • Viola tricolor L. , hb.- wildes Stiefmütterchen
  • Chamomilla recutita L., fol. – heute: Matricaria recutita L., Kamille blau
  • Centaurea cyanus L. , fol. – Kornblume
  • Thymi – Thymus vulgaris L., hb. – Thymian (hier kann ich auch nicht mehr nachvollziehen, welche Thymianart genau gemeint war, da nur Hb.Thymi dort stand – ich nehme an, es war Thymus vulgaris)
  • Equisetum arvense L. herba – Ackerschachtelhalm, Zinnkraut
  • Melilotus officinalis (L.) Lam.  herba. – echter Steinklee, gelber Steinklee
  • Valeriana officinalis L. radix  –  echter Baldrian

Alle Profi-Heilpflanzenkundige mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen…;-)…. über jede Einzelne dieser Heilpflanzen könnten noch sehr viele Seiten geschrieben werden.

Aus den Heilpflanzentradtionen des Ayurveda, der tibetischen Medizin, der hiesigen Volksheilkunde und der TCM gibt es sicherlich viele Zusammenstellungen, die besonders lindernd auf die irritierten Hautzustände wirken. Hierfür bin ich aber gewiss kein Profi……diese Mischung hier soll nur ein Beispiel aus verschiedenen Möglichkeiten sein.

bald mehr in Teil 3…

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