Skip to content

sommerliche antibakterien-düfte

23. Juni 2013

5ml Jojoba bio

5ml Kokosöl, (ideal Virgin Coconut Oil-Qualität)

1 Tr Hobaum-Öl (Blätter),  Cinnamomum Camphora

1 Tr Zitronenthymianoder einer der anderen, milden Thymianöle  wie Thmyus vulgaris Ct. linalool od Ct. geraniol)

1 Tr Manuka

1 Tr Zitronenmyrte, Backhousia citriodora

Diese wohlduftende, stärkende und ausgleichende Mischung könnte in diesen hochsommerlichen Hitzetagen eine 2-%ige Ölmischung sein, um Bakterien und Viren fernzuhalten oder, wenn sie schon unseren Körper schon als Herberge interessant finden und es sich sozusagen „gemütlich“ gemacht haben, mehrmals täglich anwenden. Für Kinder unter zehn könnte sie idealerweise halbiert werden (zunächst die Mischung herstellen, dann 5ml in ein sauberes Blau- oder Braunglasfläschchen geben und mit wieder einer Mischung 1:1 aus Jojoba und Bio-Kokosöl auffüllen).

In besonders keimträchtigen, heißen Sommerzeiten könnte diese Mischung prophylaktisch als sanfte Baucheinstreichung morgens vor der Schule, Kindergarten oder Büro auftragen sowie sparsam am Nacken in Fortsetzung der Fließrichtung der Lymphbahnen vom Schulterbereich hinauf zum Hinterkopf, evtl noch eine Spur an die Nasenflügel.

Bei jüngeren Kindern täglich mehrmals am Bauch mit sanft kreisenden Streichungen, Brustbereich, mittlerem Rücken und hinter den Ohrmuscheln sparsam einstreichen.  Morgens vor der Schule eignet sich dies sehr gut als Prophylaxe um  durch den Kontakt mit MitschülerInnen, PädagogInnen und auf den Hin- und Rückwegen der Schule,  falls diese mit vielen Menschen befüllten öffentlichen Verkehersmitteln verbunden sind Bakterien-Vermminderungsschutz zu betreiben.
Für Alle in sozialpädagogischen Berufen wie z.B. Sozialarbeiter, Wohneinrichtungs-Betreuer, Streetworker, in Krisenzentren beratend Tätige, könnten die wohlduftenden Essenzen in vielerlei Hinsicht Unterstützung bieten. Doch gerade in bakterienbelasteten Zeiten kann überall da, wo ein eher enger und sehr häufiger Menschenkontakt besteht, Einiges zur Gesundherhaltung aller Seiten getan werden.

Sowohl Erwachsene als auch Kinder könnten sich mit dieser Mischung täglich die Füße/Fußsohlen einreiben oder in akuten Zeiten auch regelmässige Fußbäder machen – zugleich ein Beitrag zur duftenden Fußpflege mit anschliessender Duftsalbe ….(für ein Fußbad könnten die ätherischen Öle zuvor entweder in einem der richtigen Emulgatoren wie Mulsifan oder Solubol gelöst werden oder in klassischen Weise: unraffiniertes Meersalz mit etwas Jojoba- oder Bio-Olivenöl -erst nach Einfüllen des Wassers einrühren).

In Klassenzimmern und Kindergärten könnte in den sommerlich-bakterienträchtigen Zeiten eine Raumbeduftung mit beispielsweise Zitronenmyrte, Grapefruit extra, Hoblätter-Öl und Lavendel oder Zitronenthymian schon Einiges zur Minimierung der Keime in den Räumlichkeiten beitragen. Statt dem Lavendel fein könnte sich auch ein mildes, Raumluftdesinfizierendes Nadelöl wie die Balsam- oder Weißtanne eignen (Abies balsamea, Abies alba). Die Dosierung und das Duftgerät sollten an Raumgröße und Tageszeit angepasst sein – idealerweise könnten sich die PädagogInnen etwas Anleitung aus entsprechender Literatur oder einer kompetenten Basischulung/Workshop zur Aromatherapie holen.

Diese citronig-mild- und leicht nach Thymian duftende Mischung ist an und für sich gut hautverträglich. Das „lecker“ duftende Kokosöl wird von Kindern meist ganz gut angenommen. Die mittelkettige* Capryl-Fettsäure (Caprylsäure) im Kokosfett ist eine virenschwächende Komponente. Dazu gesellt sich die Laurinsäure, die verschiedenen grampositiven Bakterien und anderen pathogenen Keimen zu Leibe rückt. Als Speiseöl oder auch mal pur auf kleinen Löffelchen eingenommen, nutzt man diese Eigenschaften und fördert noch dazu positiv einen sensiblen oder belasteten Stoffwechsel. Äußerlich kühlt und pflegt Kokosöl – neben seinen weiteren vielseitigen Eigenschaften – in Körperölen/-Lotionen oder pur die Haut, als Schutz und auch als Hilfe, falls doch schon ein etwas zu langer Aufenthalt in der Sonne vorausging oder als beruhigende Pflege mit Aloemazerat oder frischen Aloe-Gel nach Sonnenbädern. Jojoba trägt ebenfalls einen leichten LSF von 3-4 und legt einen feinen Schutzfilm über die Haut, wird von jedem Hauttyp gut vertragen.

Die Thymianöle und die Zitronenmyrte sollten in Mischungen, die auf die Haut aufgebracht werden, möglichst sparsam dosiert werden, da sie ein Potential zu deren Reizung haben. Letztere aber wirkt in einer etwas höheren Dosierung in der Duftlampe oder einer „Trockeninhalation“ – also auf einem Papiertaschentuch beispielsweise – anregend. Gering dosiert bringt sie die Tendenz des Ausgleichs und Beruhigung.

Auch im Sommer lieben Keime und Viren unter bestimmten Voraussetzungen die Vermehrung und können bei Mensch und Tier doch sehr massive Grippezustände, Husten- und Halsschmerzen so wie auch Erschöpfungszustände durch anhaltende Hitze und Schwüle, Hektik, Auto-Klimaanlagen, Menschenmengen in schlecht belüfteten öffentlichen Verkehrsmitteln oder wie besonders auch in größeren Städten bei S- und U-Bahn-Stationen die Zugluft, offene Kippfenster, Fahrtwind in die Bahn…entstehen. Noch eher in den sommerlichen Zeiten neigen wir dazu, weniger als sonst auf unseren Körper- und Gemütszustand zu achten, da das schöne Wetter, Urlaub und Ferienzeit zu vielerlei schönen und geselligen Aktivitäten aufrufen.

Die Keimbelastung in Sommermonaten ist nicht zu unterschätzen. Wenn hier noch bei Kindern und Erwachsenen mit ohnehin schon chronischen Beschwerden wie z.B. Pilzbefällen, Asthma, Allergien und belastetem Alltag und ein hieraus auch resultierendes, angeschlagenes Immunsystem, durch Stress und dauerhaft ungünstige Ernährung bedingte Nährstoffdisbalancen dazukommen, nehmen Viren und Bakterien leicht Eingang durch diese offenen Tore.

Auch in den vor Kurzem erst beruhigten Hochwasserregionen, wo noch auf Feldern, Straßenrändern, in Seengebieten die Wege, den Liegewiesen nahen Lokale stehendes Wasser sich nicht zurückzieht, bietet sich ein einladender Nährboden für Keime, die auch in den Trinkwasserkreislauf gelangen können. Besonders hier sollte in diesen Zeiten großer Wert gelegt werden auf zusätzliche Hand- und Körperhygiene, Desinfektion von Flächen und Gegenständen, die von vielen Menschen pro Tag genutzt werden, wie beispielsweise in Schulen und Kindergärten. An dieser Stelle möchte ich gern an das vielseitige Flächendesinfektionsmittel mit Salbei und Lavendel der Firma Sonett erinnern.

In obiger Mischung habe ich Ähterische Öle gewählt, die einen geringen Anteil an dem in der Aromabranche viel diskutierten, wichtigen und vielseitig wirkendem Oxid 1,8-Cineol haben, sowie eugenol- und kampferfrei sind, sodass sie auch von empfindlichen Menschen gut vertragen werden könnte. Trotzdem würde ich hier bei zu Krämpfen neigenden Atemwegsbeschwerden (wie z.B. COPD), sehr sensiblen Menschen die Thymianöle  gegen harzig duftende oder milde Nadelöle austauschen – sie bergen jedoch nicht so eine  hohe antibakterielle Wirkweise  – oder mit Lavendel fein ersetzen oder zur Gänze weglassen. Aber auch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die chronisches oder allergiebedingtes Asthma/Bronchitis zu bewältigen haben, wäre es empfehlenswert, zunächst andere, schonendere Öle zu wählen. Sofern Husten- und starke Atemnot, Panikanfällen ähnliche Zustände eher als psychosomatische Erscheinung da sind, sind auch wohltuende Düfte für die Psyche in Duftlampe oder Roller sowie duftende Körperbehandlungen – z.B. regelmässige Aromamassagen – sehr hilfreich.  Manuka alleine deckt bereits ein sehr breites antibakterielles Spektrum ab – wie wir Aromaleute wissen, besonders im Bereich der „typischen“ Keimresistenzen. Dazu ist Manuka durch seinen Triperten- und Triketongehalt sehr hautfreundlich.

Noch immer gibt es in der Gängigen, vor allem deutschsprachigen Aromawelt, einige Ätherische Öle  mit ganz intensiven antibakteriellen und antiviralen Inhaltsstoffen, die zuwenig Beachtung finden. Zu diesen zählt u.a. das überwiegend aus dem Aldehyd Citral bestehende Backhousia citriodora – die Zitronenmyrte (eine aktuelle und eher vollständige Auflistung ihrer Inhaltsstoffe habe ich leider noch nicht gefunden..). Obwohl seit vielen Jahren sogar im professionell klinischen Bereich größerer Krankenhäuser Zitronenmyrte mit Thymus vulgaris zusammen beispielsweise in antibiotischen Infusionen und ebensolchen Quark (/Topfen)-Wickeln angewendet wurde und wird, führt es dennoch neben den bekannteren ätherischen Ölen ein Schattendasein. Ob dies wohl daran liegen könnte, dass es in unserer europäischen Kultur kein traditionelles Gewächs für Ernährung und Heilung ist und unserem europäischen „Art-Geruch“ nicht ideal entspricht – oder möglicherweise auch daran, dass vielerorts in der Aromapflege und beratender Aromapraxis idie „Duftfokusse“ anders gelagert sind?

Eliane Zimmermann hat – neben den „stilleren“, internen Anwendungen in der klinischen Aromatherapie in ihren Kursen, Vorträgen und Aroma-Büchern sowohl für Fachleute als auch Laien meiner Meinung nach viel dazu beigetragen, dass dieses stimmungsaufhellende, herrlich zitronig duftende Öl aus seiner Ost-Australischen Heimat auch hier im deutschsprachigen Europa etwas bekannter wurde. Ihre stark antibiotischen und antiviralen Wirkweisen werden als intensiver diskutiert als die des Teebaumöles. In den Blick des öffentlicheren Aromainteresses gelangte es durch eine inzwischen bekannte Studie zur Behandlung von Dellwarzen bei Kindern (zum Nachlesen hier in Eliane’s Beitrag).  Doch hat es auch seine Richtigkeit, wenn es in seinem Heimatkontinent in Küche, Medizin und traditionellem Heilwissen der Maoris präsent war und ist – denn sie verweist in ihren Veröffentlichungen auch darauf, dass bereits Ende der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in den Publikationen von forschenden Aromapionieren und Botanikern auf das Potential der Artgefährdung des Backhousia-Baumes deutlich hingewiesen wurde. In den letzten Jahren ist es in den Angeboten der renommierten Ätherisch-Öl-Anbieter häufiger zu finden.

Hier noch eine kleine, in Duft und Wirkung sozusagen „klassische“ Möglichkeit für die Hand-/Hautdesinfektion  – mit  in Anwendung unkomplizierten Hydrolaten für unterwegs oder zum Aufsprühen auf ein Papiertuch, zum „schnellen“ Desinfizieren in Auto, Türgriffen oder wo auch immer man unterwegs ist..- für’s Selbst-Mischen und Eigenanwendung…..;-) oder als leichter Raumspray verwendbar:

30ml Thymianhydrolat, Thymus vulgaris

10ml Pfefferminzhydrolat, Mentha piperita

60ml Rosenhydrolat, Rosa damascenen (bulg. mehrfach dest.)

in eine dunkle Glasflasche mit passendem Sprayaufsatz geben.

Wer den Duft von Pfefferminz nicht besonders mag, könnte stattdessen mit den  Hydrolaten der Bergamottminze (Mentha citrata), Melissen-  (Melissa officinalis) oder Lavendelhydrolat (Lavandula angustifolia/officinalis) ersetzen.

*(mittelkettige Fettsäuren werden auch als MCT – Medium chain Triglyceride oder MKT – Mittelkettige Triglyzeride bezeichnet (Kohlenstoff-Ketten mit je 8-12 C-Atomen); sie sind ungesättigte Fettsäuren, für deren Verstoffwechselung keine Gallensäure oder eine Aufarbeitung in der Bauchspeicheldrüse benötigt wird; sie suchen sich direkt den Weg in die Lymphbahn, dann weiter in unser Blut und zur Leber – zu den heilungsfördernden Eigenschaften von naturbelassenem Kokosöl gibt es bereits eine ganze Reihe an wichitger Literatur und Studien – doch hier schreibe ich jetzt nur zu dieser einfachen Ölmischung…..)

mein ps:  natürlich sind diese mischbeispiele nur eine möglichkeit von vielen und die gewählten ätherischen öle kein ganz besonders ausschliesslichen „Sommer-Öle“- doch passen sie von duft und eigenschaften gut in diese jahreszeit – dazu kommt noch das inzwischen in der Aromafachwelt bekannte Wissen darüber, dass ätherische Öle – aber leider auch Umwelttoxine – bereits in geringsten Konzentrationen und „unspezifischen“ Anwendungsweisen in täglichen pflegerischen und im privaten Bereich relativ rasch,  schonend und nachhaltig zur Minimierung von pathogenen Keimen und Viren ihre starken Seiten zeigen.

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: