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duftende „keimvertreibung“ an sommerhänden

6. August 2013

In diesen heissen Sommertagen können es sich Keime auf allerlei Alltagsgegenständen, Griffen, in öffentlichen Verkehersmitteln, in unseren Heimen, Schulen, Kindergärten ..

Ohne momentan großen Anspruch an das Wissenschaftliche, können wir ganz einfach desinfizierende und keimhemmende, haut- und kinderverträgliche handliche Sprays für unterwegs oder zu Hause mischen. Sie tragen zur Prophylaxe vor Sommergrippen bei, hemmen Keimübertragung und sind unterwegs sehr dienlich, wenn keine Handwaschmöglichkeit oder entsprechende Handhygienetücher zur Verfügung stehen. Einfach unterwegs, einige Sprüher der jeweiligen Mischung an die Hände-Innen- und Außenseiten sowie die Unterarme aufsprühen.

In der vielseitigen Aromatherapie können wir aus reinen Hydrolate-Kombinationen wählen , Mischungen mit ätherischen Ölen oder einigen der wohlduftenden Fertigprodukte renommierter Ähterisch-Öl-Anbieter. Sie punkten alle mit antiviralen, antiseptischen, aussen- und innenpilzhemmenden Eigenschaften. Sie nähern sich in diesen speziellen Eigenschaften den Wirkungen ihrer ätherisch-Öl-Pendants an – doch nicht immer dürfen 1:1 dieselben Eigenschaften angenommen werden. Idealerweise sollten Hydrolate und ätherische Öle aus biologischem Anbau und möglichst sorgfältig, sauberer Herstellung stammen…..(dies können wir für AnwenderInnen nicht oft genug betonen). Die Hydrolate-Rezepturen hier eignen sich auch als desinfizierender und/oder erfrischender Bodyspray. In der Anwendung bei Kindern kann in diesem Fall nicht viel passieren, da unsere wässrigen, wohlduftenden Helfer unbedarfter in der Anwendung sind als ätherische Öle. Hier habe ich ein paar Beispiele zusammengestellt:

  • 50ml Braun- oder Blauglasflasche mit Sprayaufsatz
  • 1/3 Teebaum- oder Manukahydrolat
  • 1/3 Myrtenhydrolat
  • 1/3 Melissenhydrolat

oder:

  • 1/3 Thymianhydrolat (von Ct. linalool oder Zitronenthymian, wenn erhältlich)
  • 1/3 Rosenhydrolat
  • 1/3 Bergamottminzehydrolat

oder, wer es blumig und dennoch keimvertreibend mag:

(diese Misichung würde sich auch prima  eignen als leichtes „Eau de Toilette“ – mit Bergamottminzehydrolat dazu, „steht“ der Duft noch besser zusammen und bringt eine Spur der Minzenfrische, ohne zu sehr zu kühlen)

  • 1/3 Rosenhydrolat
  • 1/3 Rosengeranienhydrolat
  • 1/3 Nerolihydrolat (Orangenblütenhydrolat)

erfrischender, kühlend oder auch sanftes, antibiotisches und adstringierendes Pflegewasser nach der Herrenrasur (bis auf das Hamameliswasser sind diese Hydrolate nicht überall erhältlich):

  • 1/3 Hamamelishydrolat
  • 1/3 Lemongras- oder Eukalyptushydrolat (ideal von Zitroneneukalyptus)
  • 1/3 Zitronenmyrtenhydrolat (z.B. bei Maienfelser Naturkosmetik)

kühlend, auch bei müden Füßen zur Erfrischung und Besprühen geeignet:

  • 1/2 Pfefferminzhydrolat der Mentha piperita
  • 1/2 Lavendelhydrolat aus den Rispen von Lavandula angustifolia

Es gäbe noch so viele wunderbare Varianten, auch mit ätherischen Ölen – hier wollte ich nur ein paar Impulse geben, wie leicht es mit Hydrolaten möglich ist, Erfrischung in müden Geist, Haut zu bringen, zugleich pathogene Keimpotentiale in Schach zu halten. Angenehm begleitende „Nebeneffekte“ sind ihre teils ausgleichend, erfrischende Wirkung auf unsere Psyche, Insektenvertreibung, hautfreundlich, relativ preisgünstig und „es kann nicht viel passieren“, falls Kinder ein paar Sprüher „zuviel“ nehmen sollten. Diese Mischungen hier beziehen sich auf äußere Anwendungen. Ideal ist die Wahl auf Hydrolate ohne alkoholische oder sonstige Zusätze und in einer Abfüllung in Lichtschutzglas.

Das einerseits Schöne und Flexible an der Aromatherapie in ihrer Vielschichtigkeit und Sicherheit bei richtigen Anwendungen, Dosierung und Auswahl –  ist inzwischen meine Erfahrung – kann andererseits für Laien und Lernende doch auch irritierend sein……….kein ganz Genaues „absolut“ fordert so manches Mal das Heraustreten aus Gedankenkreisen, was letztendlich auch weiterbringen kann. Zugleich zeigt es mir immer wieder, wie besonders individuell und menschenzugewandt, lebendig, sich anpassend, dennoch nie negativ zugleich auch mit der inneren Beständigkeit der Weisheit der Natur,  dieses Wissen aus der Naturheilkunde ist! Gerade deshalb wünsche ich mir schon solange, dass es mehr „offene Türen“ in anderen Berufsgruppen – Pflege ausgenommen, denn hier sind duftende Anwendungen trotz aller, oftmals kontraproduktiven Rahmenbedingungen, immer mehr in sinnvoller Anwendung – geben könnte.

Erinnern möchte ich noch an das wohlduftende, vielseitige und nach traditioneller Viel-Kräuterwasser-Rezeptur Aqua Mirabilis nach Farina erinnern, welches ebenfalls unterwegs als Notfall, Erfrischung, Desinfektion- und Schmerzlinderung, Unwohlsein und für Vieles mehr einsetzbar ist (in den Online-Shops von farfalla u.a.).

Wer mehr über Hydrolate erfahren möchte – kann sich z.B. hier in Eliane Zimmermann’s E-Book (rechts auf das Cover Hydrolate E-Book klicken, dann gelangt man zum Vivere-Shop) oder in den englisschsprachigen (inzwischen) Klassikern von Suzanne Catty „Hydrosols, The next Aromatherapy“ oder Len und Shirley Price, „Understanding Hydrolats: The Specific Hydrosols for Aromatherapy, A Guide for Health Professionals“ sowie bei Ingrid Kleindienst-John, „Hydrolate, Helfer aus dem Pflanzenreich“ einlesen und zum Kennenlernen einladen lassen.

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