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eine „sensible“ mischung… (teil 1)

16. April 2014

Man nehme…

20 ml Mandelöl
1 Tr Mimosenabsolue, Acacia dealbata Link od Acacia decurrens Willd.
1 Tr Palmarosa,  Cymbopogon martini (Roxb.) W.Watson
1 Tr Ho-blätteröl, Cinnamomum camphora
1 Tr Bergamotte, Citrus aurantium ssp. bergamia

in ein Braun- oder Blauglasfläschchen mit Tropfeinsatz geben und „zaubere“ ein Öl für die besonders sensiblen Nuancen Mensch, Tier…Pflanze..

Diese Mischung kann als zartes „Streichelöl“ rund um den Solarplexus, Handstreichung oder sanftes Einstreichen an den Schläfen/Haaransatz bei Nervositäten und leichteren Erschöpfungen, Ängstlichkeiten, in sorgenvollen Zeiten, zur Stimmungsaufhellung bei Traurigkeitsgefühlen und dem „mit sich führen für unterwegs“ oder zum „einfach-nur-daran- riechen“ eine wertvolle und wunderbare duftende Hilfe sein.  Sparsam an Nasenflügeln oder Handgelenk aufgetragen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit.
Die ätherischen Öle separat eignen sich auch als Duftlampenmischung in einem klassischen Keramikschalen-Modell oder der Flash-Glasduftleuchte von Primavera*

bild: pixelio.de, matthias eisner

bild: pixelio.de, matthias eisner

Die eher dezent und leicht duftenden Öle des mit leicht rosiger Nuance versehenen Süßgrasgewächses Palmarosa und des ebenfalls bestens verträglichen, stark entspannenden Linalool-lastigen, feinen Hoblätteröles, welches aus dem zu den Lorbeergewächsen eingeordneten chinesischen Kampferbaumes gewonnen wird, sowie die sanfte Mimose, sind Düfte, die sich für „zart besaitete“, empfindsame, sensible/hochsensible Menschen anbieten. Palmarosa spendet tröstende Gefühle, wieder-Hoffnung und „wieder-zu-etwas-mehr-Frieden“ findende Impulse; die zur Familie der Leguminosae (Schmetterlingsblütler) gehörende Mimose ergänzt mit ihrem Absolue zart-blumig, einhüllender, erholsamen Schlaf anleitender Eigenschaft. Sie gibt ebenfalls hoffnungsvolle Stimmung in belasteten Situationen und streut ihre sonnig-warme-leichte Tendenz zum Anwender. Es ist fast eine lächelnde Einladung zum „in-sich-selbst-gestärkt-werden“ und wieder mehr wachsendem Vertrauen-Können in die eigenen Potentiale Alle Öle dieser Mischung sind stimmungsaufhellend und entspannend.

Mimosenabsolue ist eine wohltuende, sanft einhüllend-schützende Duftnote, mit einer sonnigen Facette. Ihre liebliche Nuance lädt ein zu „wieder-etwas-mehr“-Leichtigkeit, Wärme und Verbindung zu unserem inneren Seelenleben.

Bereits für junge Kinder (Kindergarten, Krippe – für diese darf gern noch etwas sparsamer dosiert werden) können diese Düfte wunderbar angewendet werden. Sensible Jugendliche und Erwachsene profitieren ebenfalls davon. Diese Kombination unterstützt auf sanfte, doch merkliche Weise, das Wieder-Einladen“ von friedvolleren und sensibleren Gedanken nach/bei belastenden Diskussionen/Situationen, den Sinn für freundliche Zweisamkeit, Achtsamkeit in Beziehungen.

Bis heute sind die genauen Inhaltsstoffe vieler wundervoller Blütenabsolues lange nicht zur Gänze aufgeschlüsselt – der vermehrte Einsatz von Absolues und Blütenölen birgt sicherlich positive Chancen zur Behandlung/Begleitung von Menschen in klinischer Psychatrie, Psychotherapie und Trauma-Therapie –  die oben in der Mischung genannten, sanften Öle des Palmarosa und des Ho-blätteröles könnten dazugehören.

cc wikipedia, blüte cinnamomum camphora, kenopei, osaka 2008

cc wikipedia, blüte cinnamomum camphora, kenopei, osaka 2008 (stellvertretend für ho-baum)

Die Vielseitigkeit und Verträglichkeit dieser beiden ätherischen Öle steht häufig noch immer im Schatten des „Allround-Öles“ Lavendel – besonders Kleinkinder und Schulkinder können von diesen beiden Ölen profitieren, denn sie sind eine freundliche, sanfte Alternative bei Erkältungskrankheiten sowie Virusinfektionen – Hoblätter-öl ist ein Favorit bei  HNO-Infekten anstelle der intensiver duftenden – sowie wegen ihrer teilweise „starken“ Inhaltsstoffe mit wesentlich mehr Achtsamkeit einzusetzenden-„Erkältungs“-Klassikern der Eukalypten und Thymianöle. Von Letzteren sollten idealerweise für junge und sensible Mensche die milderen Varianten wie z.B. Thymus vulgaris Ct. linalool, Zitronenthymian oder Eukalyptus staigeriana oder smithii bevorzugt werden oder das „ganz einfache“ Zitronenöl.

Trotz ihres Sanftmutes im Duft, weisen Palmarosa und das Hoblätter-öl starke antivirale, antimykotische (pilzhemmende), stimulierende und Darm-Disbalancen/Darminfekten ausgleichende Eigenschaften auf, die bei Keimresistenzen, häufigen Pilzbefällen und wiederkehrenden Infekten bzw auch bei akuten Beschwerden – auch ohne chronische Erscheinung – als duftende „Breitbandantibiotika“ hilfreich sein können.

cc wikipedia, rinde kampferbaum, dodshe 2011 (stellvertretend für ho-baum)

cc wikipedia, rinde kampferbaum, dodshe 2011 (stellvertretend für ho-baum)

Es DARF sich Zeit für Rückzug genommen werden, sooft es dies braucht….- die obige  Zusammenstellung ist keine „mach-mich-stark-besteh-Mischung…“ in der Richtung einer Atlas- /Himalayazeder zum Beispiel – sondern Eine, die den Sinn von Achtsamkeit zu sich selbst (bei Kindern könnten wir Eltern…etwas „nachhelfen…?!..“) unterstreicht. Nach den Leitfäden von Inge-Lore Andres in ihrem wundervollen Buch „Duftberatung“ eine „mitschwingende“ Duft-Zusammenstellung. (Buch: Bassermann/Falken-Verlag, ISBN-13: 978-3806847772, 1,Aflg.1995)

Das oftmals „alltagstaugliche Funktionieren“ von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist in unserer heutigen Art zu Leben – besser gesagt in unseren Breiten – fast schon eine Normalität. Ausgeschlossen und fast als „Tabu“ gelten die Themen der Auszeiten – sie haben meist nur Platz in Therapien, wo Menschen dies dann empfohlen wird.., um Erschöpfungen zu vermeiden, zu lindern, oder wieder-herauszukommen.

Zugleich sind Zeiten der Stille, des Mit-Sich-Alleine-Sein-Könnens – auch ohne „krank“ zu sein, eine wichtige Sache – auch für unsere Kinder & Jugendlichen, das Potential der Über-und Unterforderungen, der unsichtbaren Belastungen und täglichen Mehrfach-Stressoren – das kann z.B. Dauerlärm sein, das Verhalten von Mitmenschen/Mit-SchülerInnen, angespanntes Klima im Beruf, ein dauerhaft „logistsich-perfekt-durchgeplanter und eingehaltener (! Tag“, ständig zuwenig Zeit,…mangelnde „geistige Nahrung“, in Partnerschaften einfach nicht mehr alle Ebenen befüllen zu können; für hochsensible Kinder und Menschen können Geräusche oder Energien, die für Andere nicht einmal bemerkbar oder „völlig“ normal sind…., große innere Stressoren sein, in unserem Alltags- und allgemein Beziehungsleben gibt es oft viel Unausgesprochenes….u.v.m…..Sensibilitäten drücken letztendlich auch das Bedürfnis von Menschen nach Pause aus…..Bedürfnis nach Sammlung, nach körperlich-geistiger Entspannung, nach dem Umsetzen von kleineren oder größeren Freiheiten, Weiterentwicklung – in welchem Lebensbereich auch immer. Sowie das Meiste andere auch in der Persönlichkeit eines Jeden, ist das „Erträglichkeits-Level“ sehr individuell – abhängig auch vom nervlichen,- körperlichen-, und emotionalen Gesundheitszustand.

Doch wann hören wir schon PädagogInnen, Gymnasialprofessoren, Universitäts-Vortragende zu SchülerInnen sagen:…“ …bist Du heute total ko…? traurig…? ausgelaugt…?… – dann weißt Du was,…geh doch einfach heim und komm wieder, wenn Du Dich genug ausgeruht hast….“??? Seltenst noch gibt es an Schulen „Relax-Räume“ für SchülerInnen und PädagogInnen, „Farb-Klang-Natur“-  Impulse…oder zur Jause vllt ein  Sortiment an fetten Pflanzenölen mit ungesättigten Fettsäuren oder einem Nüsse/-Samen-buffet…? ;-)…. Selbst in der Erwachsenenwelt haben Unternehmen die Wichtigkeit der Förderung eines „gesunden“ Betriebsklimas und der persönlichen mentalen und emotionalen Gesundheit ihrer Mitarbeiter erkannt….
Genauso wichtig wie das „Stärken“ junger Menschen in ihrem Sein, um den täglichen Anforderungen mit der Zeit in allen Ebenen möglichst integer gegenüberzustehen zu können, ist meiner Ansicht nach auch das Fördern, ihre eigenen Bedürfnisse rechtzeitig erspüren zu können, diese ernst zu nehmen und ihnen behilflich dabei zu sein, was es braucht (altersgemäß..) um jetzt und später ihr Leben möglich balanciert gestalten zu können…..

(bild: pixelio.de, s. hofschlaeger)

(bild: pixelio.de, s. hofschlaeger)

Duft-Perspektiven in klassischen Therapien?

Die genannten Öle auch einzeln oder als Mischung wie hier, könnten gut Platz finden in bekannten professionellen Therapien, wie z.B. Ergo- und Logopädie (Unterstützung bei schulischen Themen, dem Kind wird Raum für die in der Schule/Kindergarten „unsichtbareren“ Seiten gegeben); der etwas unbekannteren PETÖ-Methode (nach András Petö *1893 †1967) , Moto-Therapie, Kinder- und Jugendlichen-Pychotherapie.., Beratung, Coaching, Begabtenförderung – in Therapieformen, die autistische Kinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen behilflich sein können, Sonderpädagogik – punktuell an den Stellen, wo sich aus verschiedensten Gründen Introvertiertheit zeigt – unter dem Aspekt des „So-Sein-Lassens“ – ohne das Kind/den Mensch zu bedrängen „hinaus-kommen-zu-müssen“. Und unter dem Aspekt, dass es „okay“ ist so, in der Therapie dennoch ein Zugang und sanfter Fortschritt entstehen können….sozusagen ein möglicher Ansatz für nicht-klinisch orientierte „aromatische Validation“ ?

Für eine individuell-sinnvolle Einbindung von Duft-Anwendungen in therapeutischen Berufsgruppen empfiehlt sich unbedingt, entweder die Wissenserweiterung mit einem fundiertesn Aroma-Basiswissen und eine gewisse Zeit praktischer Erfahrungssammlung in der persönlichen Therapie-Richtung – oder: was nach und nach für eine zunehmende Öffnung und Toleranz unterschiedlicher Therapierichtungen aus klassischen sowie komplementär/alternativen/naturheilkundlichen  Methoden sehr förderlich sein könnte:  Zusammenarbeit mit Erfahrenen alternativen/komplementär, naturheilkundlich tätigen „PraktikerInnen..“, dies gemeinsam sich dann  letztendlich zu einem „Ganzen“ fügen könnte – sozusagen: Therapy without borders… ?! Die ethisch-moralischen Aspekte verstehen sich von selbst.

Im Teil 2 geht es bald weiter mit einer Kurzbeschreibung der ätherischen Öle aus dieser hier beschriebenen Mischung………

(die bilder des kampferbaumes sind stellvertreter für den ho-blätterbaum, zu welchem ich leider derzeit keine passenden fotos hierfür und für palmarosa habe – danke)

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One Comment leave one →
  1. 17. April 2014 18:02

    Das riecht, äh liest sich ja wunderbar! Vielen Dank, liebe Marta, für diesen tiefgreifenden Bericht!
    Lieben Gruß und frohe Osterfeiertage wünscht
    Susanne

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