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„die leckeren“ stimmungsaufheller…zitrusflair im spiegelmayr-haus bei wels

21. März 2015

Nun sind bereits zwei Wochen vergangen seit meinem Besuch der wunderbaren Veranstaltung „ „Eine Zitrusgeschichte in sechs Gängen“ im Spiegelmayr-Haus in Schleißheim bei Wels, bei der ich nicht mitgeschrieben habe…..und die ich ursprünglich für mich selbst besuchen wollte….., allein die Anfahrt über ein von Obstbäumchen und sanftem Hügelfeld umrahmten Sträßlein ..ließ mich als Besucherin schon vor Betreten des Hauses in freundliches, inneres Staunen kommen..…, …begrüßt wurden wir von einer fröhlich-lächelnden, in wunderbare Farben gehüllten Gastgeberin, Frau Mag. Monika Strasser….Ich zumindest fühlte mich gleich sehr wohl im Wärme-und Willkommen ausstrahlenden Ambiente der geräumigen, offenen Gewölberäume in diesemTeil des Anwesens..

Herrliche Frucht-Cidres,regionaler Most…Proseco-Varianten und klares Wasser erwarteten die Besucher im offenen Empfangsraum, eine wundervoll große Schale verschiedener Zitrusfrüchte lud den Blick ein, eine ruhige, helle, stressless-Atmosphäre, …“man kommt einfach an“, es durften schon vor Beginn die Zitrusköstlichkeiten, eine besonders stimmig gestaltete Dekoration, thematisch passende, dezent angebrachte Info-Texte wir zur „Temperatia“- der Mäßigung – in vergangenen Jahrhunderten, bewundert & gelesen werden. Der weiter hinten liegende Gewölberaum bot eine große Tafel…á la „Stilleben auf Zitrus-Pflanzen-Art“…..gedeckt ,mit kandierten Zitrusschalen nach Katharina Seiser’s Rezeptbeschreibung……über Spiegelmayr-Eier, rästelhaft lecker-aussehenden,, mit Zitronenscheiben dekorierten Reisschalen, . einladenden Bitterorangengelees..oder doch eher Marmeladen?… Buddha’s-Hand Zitrone oder doch nicht…..?? …. deren Geheminissse später gelüftet wurden….

Es war eine schöne, inspirierende, entspannende….stimmungsaufehllende……“Zitrusgeschichte“…..ich hört soviel Schönes, Wissenswertes…war so angenehm „befüllt“ und konnte beobachten wie….bei allen Anwesenden sich nach und nach Gelöstheit einstellte…..unverkennbar…..die Wirkung der „fruchtigen Stimmungsaufheller…“ seien sie nun als ätherisches Schalenöl oder als frische Früchte selbst „verpackt..“ …

Die Referenten Frau Dr. Claudia Gröschl und Heimo Karner entführten die respektvoll aufmerksamen Zuhörer während der Vortragsteile absolut zauberhaft, höchst kompetent, charmant, mit authentischer Liebe & inspirierender Leichtigkeit in die Historie der Zitrusgewächse beginnend in ihrer Ursprungsheimat, den Südost-Hängen des Himalaya,über „Zitruspflanzen- Zeiten“ der Renaissence und des Barock bis in das alltägliche „Jetzt“ eines hochkompetenten Zitrus-Experten, nämlich Heimo Karner, dessen herzvolle und höchst kompetente Betreuung der Zitrusgewächse in der Schönbrunner Orangerie in Wien nicht mehr wegzudenken ist.Die Orangerie beherbergt einige Exemplare im Alter von etwa 100 Jahren. Zitruspflanzen können ein Lebensalter von 180 Jahren erreichen. Nicht nur diese seltenen Gewächse, sondern auch alle anderen Zitruspflanzen dort bedürfen einer sehr sensiblen, umhegenden und voraussschauenden Pflege & Betreuung – von der Beachtung möglicher Wetterumschwünge, um sie rechtzeitig und schonend vom Sommerquartier in die Glashäuser zu transportieren bis zur möglichst idealen, einige Jahre gelagerten, gewendeten, gemischtem Erdreich…Beachtenswertes beim Umtopfen dieser sensiblen, besonders kreuzungsfreudigen Pflanzen, die ihre Wurzeln eher gern „recht weit oben“ in den Pflanzenbehältnissen ansiedeln…

Unsere „Zwischendurch-Gespräche“ brachten uns auch zu den Themen der nur eingeschränkt möglichen, aber idealerweise biologischen Schädlingsbekämpfung, oder was besonders hilfreich für das „in-Schach-Halten“ von besonderen Milbenarten sein könnte, die so manche „normale“ Zitrone zu Mutationen veranlassen ….(bild zitronen:m.micik).

Wir hörten Erheiterndes über die Legenden der Hesperiden, über den interessierten Austausch der Zitrus-Kunst-Historie-Fachwelt ob Herkules Farnese nun Quitten oder die mit List über Gott Atlas erstandenen goldenen Äpfel der Hesperiden rückseitig in Händen hält…., wir sahen bezaubernde Bilder der heute noch gepflegten Zitrus- Gärten des berühmten Florenzer Adelsgeschlechtes Medici – deren gesamte Anwesen 2013, darunter auch zwei der historischen Gärten, zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden. Wissenswertes über Zitrusfrüchte & -pflanzen-Porträtier-Kunst vergangener Jahrhunderte…über Sammelleidenschaften ehemaliger Fürsten- -und Königshäuser zu Kunst, Flora und Fauna,… über die Geschichte der Orangerie-Baukunst….der Entwicklung abschlagbarer Pomeranzenhäuser, den ersten Versuchen idealer Temperierungs-Techniken für Zitrusgewächshäuser voriger Jahrhunderte….bis zu den Alltagsangelegenheiten in der heutigen Schönbrunner Orangerie, die europaweit als zu Hause für eine der größten Zitrusgewächse-Sammlungen gilt.

Ich freute mich innerlich über meine „botanische Verständniskompetenz“….wenn lateinische Bezeichnungen einiger Zitruarten wie beispielsweise Citrus reticulata Blanco nach Carl von Linné’s Taxonomie genannt wurden, mit der ich durch meine aromapraktische Beschäftigung mit den Jahren vertrauter wurde.

Diese „nach mehr Zitrus-Wissen“ –einladende Reise gab mir einen kleinen “Spuren-Sucher-“-Schubser.. welche Menschen denn hinter den manchmal ungewöhnlich klingenden botanischen Namenskürzeln der Erstentdecker von Pflanzen stehen können und dass die „spannende Reise“ zum Wirken & Forschen früherer Natur-Begeisterter/Botaniker, Gelehrter, Apotheker und Mediziner nur bereichernd sein kann… Nun bekam ich eine „Ahnung“, wer war eigentlich Herr Risso…? was bedeutet das Poit. (?). z.B.bei Citrus bergamia Risso & Poit.

Der in Zoologie, Botanik und Apothekenwissen versierte, Joseph Antoine Risso (*1777 †1845) verfasste mit seinem ebenfalls französischen Kollegen, dem Obstbaukunde-Experten, ab 1815 Leiter der königlichen Baumschulen in Versailles, Gärtner, Künstler der botanischen Zeichnungen & Natur/Pflanzen-Forschungsreisenden Pierre Antoine Poiteau (*1766 †1854) in den Jahren 1818- 1822 das Werk Historie naturelle des orangers“, mit wundervollen, genauesten Pflanzen-Zeichnungen.(abbildg. rechts: Plate 8, „Arancio di Genova“, from l’Histoire Naturelle des Orangers, Poiteau, wikipedia org.,paul venter, frei)

Zu forgeschrittener, gelöster ….„Zitrusgeschichte-Stunde“…durften wir einem kleinen „Liebhaber-Geheimtipp“ lauschen…nämlich über den unglaublich köstlichen Geschmack des mit Schokoguß überzogenen Albedos (oder der ganzen Frucht..?…wenn ich das noch so genau wüsste….) einer „Buddha’s“ Hand-Zitrone, deren Innenleben fast ausschließlich aus dem weißen Fruchtgewebe besteht (Albedo od.auch Mesokarp).

Zwischen den Vortragsteilen wurden den Gästen auf besonders ästhetische Weise arrangierte, kulinarische Zitrusköstlichkeiten gereicht…, ….die von der Gastgeberin selbst von Hand und auschließlich aus frischen Zutaten im Vorfeld zubereitet wurden. Da ich mir nicht alles merken konnte, hier….nur ein paar „Geschmakserinnerungen…“ … von herrlichem Blutorangensalat mit lufgetrockneten schwarzen Oliven über feinste Kürbiscremesuppe in Gläschen , Ziegenkäse mit Blutorangenscheiben auf Pupernicklen und Rucola-Salat,…. Reis-Kurkuma-Huhn mit Grapefruit und Koksomilch (für nicht-Vegetarier..) umrandet von hauchdünnen Zitronenscheiben; später gab es „stilechten“, in Gläsern servierten Espresso- Gewürzkaffee (echter Kaffe mit verschiedenen Gewürzen,..welche habe ich mir nicht gemerkt….)..wir unterhielten uns fröhlich über die Kunst des „Mokka-Kochens“ in einer Dzezve….

Sogar eine frische Bergamotte konnte ich endlich einmal kosten..welche Sorte/Züchtung genau – daran dachte ich gar nicht zu fragen..,— diese schmeckte jedenfalls köstlich….nicht zu sauer und nicht zu „lavendelig….“…an den leicht angerauhten Öldrüsen ihrer Schale konnte man eindeutig den typsichen „Bergamotte-Geruch“ wahrnehmen…Linalyacetat …oder doch mehr Linalool..??…;-).. sie war jedenfalls „lecker“..und manche der Besucher nahmen sich ein, zwei feine, schmale Schalenränder mit …..als natürliche Duftquelle im Auto oder zu Hause beim Tisch….
..dann war dieser wundervolle, inspirierend-bereicherende, „stimmungsaufhellende“ Nachmittag auch schon fast vorbei……der mich und die restlichen Gäste-bsi zu den drei „Ursprungsarten“ (Barrett and Rhodes 1976), wie wir von den beiden wundervollen Referenten erfuhren, nämlich der Citrus reticulata blanco, Citrus medica L. (Ur- od.Cedratzitrone) und Citrus maxima (Burm.) Merr. (Pampelmuse), getragen hat..

Und: …in meiner Vorstellung:..wäre dies nicht eine Idee für ein prima „Schulprojekt“ in Sachen Biologie..Kochen,..gesunde Ernährung/Gesundheitsförderung..(wozu sind sekundäre Pflanzenstoffe (z.b. Limonene..) eigentlich gut…?)..…Geografie..(wo kommen die Zitrusgewächse eigentlich her….?)… alters- und fächerübergreifendes offenes Lernen….mit einem Schulgruppenbesuch bei den Wiener Zitrustagen im Mai……ganz einfach, oder….??!!..ach so…die „Biochemie“..der ätherischen Zitrusöle ..ginge doch parallel gleich ganz leicht mit…?..mit ein bisschen konzentrationsfördernder Zitrone,entspannend-stimmungshebender Citrus bergamia Risso & Poit. oder einer relaxenden Mandarine rot..? nicht zu vergessen die „leckere“ Grapefruit (extra..), die vielen Menschen ganz schnell ein „Lächeln auf’s Gesicht zaubert“..

Meinen Teilnehmerinnen in unserem derzeitigen Aromafach-Ausbildungskurs berichtet ich von dieser schönen Zitrus-Veranstaltung…und der „Zitrus-Funkte“ hat alle angesteckt…, sodass wir nun gemeinsam die 15. Wiener Zitrustage besuchen möchten..

Auf der Collage unten habe ich einige Eindrücke mit Handy-Fotokamera mitgenommen, leider nicht ganz in richtiger bildschärfe..….denn..meine richtige, kleine Digitalkamera hatte ich mal wieder zu Hause vergessen…)…

(bilder collage: alle m.micik)

(bilder collage:m.micik)

(leider konnte ich mir nicht alles merken:.links unten: blutorangensalat mit luftgetrockneten schwarzen Oliven: unten mitte: seltene Zitrusart u. Spiegelmayr-Haus-Eier: rechts unten: Reis mit Grapefruitsaft,etwas Huhn, Kokomilch u Zitronenscheiben, Kurkuma: rechts oben: Bergamotte (die Sorte habe ich leider nicht mitbekommen..)…oben mitte: Meyer-Zitronen-Tarte á la Katharina Seiser..)

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