Skip to content

eine „lecker-süß-fruchtig“duftende sommer-anti-erkältungsmischung

19. Mai 2015

Auch jetzt in der beginnenden, wärmeren Jahreszeit sind gerne mal vermehrt Bakterien und Viren im Umlauf – die  Wärme und  viele Menschen um sich herum besonders mögen, wie beispielsweise in öffentlichen Verkerhrsmitteln, Schulen, Kindergärten, Horten, Kliniken, wo sich nicht nur die unterschiedlichst duftenden Ausdünstungen in „pheromonischer“ Verdünnung sammeln, sondern auch hinterbleibende, mögliche Keimbesiedelungen in der Umgebungsluft, auf Sitzen, Handstangen, Flächen, Türdrückern, Tischen, Stühlen, in Sanitär- und Küchenbereichen und was sonst so von einer Hand zur Nächsten wandern kann.., oder wenn die „Sommergrippen“ ihren Umlauf haben, sich besonders gern in Schulen & Kindergärten bemerkbar machen und in der Erwachsenen-Berufswelt möglicherweise für unerwartet viele Krankenstände sorgen können……, dafür möchte ich heute diese wunderbar „leicht-süßlich-lecker“ duftende, jedoch sehr deutlich antibakterielle, antivirale, dazu Immunsystem stabilisierende, schmerzlindernde, entzündungshemmende sowie zugleich auch das Gemüt stärkende, ausgleichende und beruhigende Mischung kurz beschreiben; diese ätherischen Öle können bereits bei Kindern im Kleinkindalter „sicher“ angewendet werden, vor allem, weil in diesem Alter  noch „süßlichere“ Gerüche den üblichen, als „Erkältungs- und Schnupfenöle“ bekannten, stark „typisch“ eukalypus-artig, thymian-, nadelig- oder kampferartig Duftenden meist vorgezogen werden – und auch dann, wenn es mal „eine Abwechslung“ zu Teebaum, Manuka oder Eukalypten und den milderen Thymian-ölen auf dem duftenden Gesundheits-teller sein darf. Die mildere Inhaltsstoffzusammensetzung dieser ätherischen Öle und ihr wesentlich geringerer 1,8-Cineol-Gehalt/ Oxid (siehe einen kleinen Verlgeich bitte weiter unten) lassen sie zu ihrem Potential möglicher Atemwegsverkrampfungen bei prädestinierten Erscheinungen wie Asthma, stark allergischen Hustenanfällen oder obstruktiven Atemwegs-Beschwerden, wesentlich milder und hautverträglicher sein. Nicht erst, wenn die „warme-Jahreszeit“- Viren und Bakterien losstarten.., sondern bereits prophylaktisch, auch ohne „Sommergrippe/Erkältungs-Umlauf“, kann zumindest im familiären Umfeld mit Fußbädern, Ölmischungen zum Auftragen oder leichten Hand-/Körper-Spray’s für unterwegs das Keimübertragungspotential minimiert werden:

Bltüe "gemeine Myrte", Myrtus communis L., Gaiancarlodessi 2006, wikipedia cc,die blüten und blätter der Andenmyrte sind beschreibungen etwas kleiner und feiner (stellvertreten, da leider kein bild vorhanden)

Bltüe „gemeine Myrte“, Myrtus communis L., Gaiancarlodessi 2006, wikipedia cc,die blüten und blätter der Andenmyrte sind beschreibungen etwas kleiner und feiner (stellvertreten, da leider kein bild vorhanden)

Für diese milde, duftende Misch-Empfehlung wähle ich  die ätherischen Öle von Kanuka  , Kunzea ericoides (A.Rich.) Joy Thompson oder Kunzea ambigua (Sm.) Druce* (Link dazu siehe bitte weiter unten zu Eliane’s Beitrag über Kunzea ambigua), das süßlich-lecker-fruchtig duftende Öl der peruanischen Andenmyrte (Myrtus communis L.) und das leichte, ebenfalls antibakteriell, antiviral und zugleich beruhigend stimmende Hoblätter-öl, dessen Hauptinhaltsstoff  sich mit über 90% in dem Monoterpenalkohol Linalool ausgebildet.

als Fußbad (2-3x pro Woche in „akuteren“ Zeiten/ zur Vorbeugung 1x pro Woche)

  • 1-2 El unraffiniertes Meersalz
  • 1 TL Pflanzenöl wie z.B. Jojoba, Mandel- oder Olivenöl (oder  auch die leicht antiviral wirkenden Fette des Lorbeer-fettes, des ebenfalls dunkelgrünlich, eher zähhflüssigen Callophyllum inophyllum (recht „eigener“ Geruch) oder Kokosfett (dies wäre für jüngere Kinder eher das feste Pflanzenfett der Wahl)

jeweils 1 Tropfen Hoblätter-öl, Kanuka, Andenmyrte, kurz vor dem Füße hineingeben im Fußbadewasser umrühren (zuvor alles zusammen in einem kleinen Becher  (z.b. Eierbecher) vermischen für ca 10-15 min, danach fein abtrocknen, in trockene, warem Socken und möglichst bald ruhe, wenn als abendliches Fußbad. Bei Kids im Kindergarten-/Volksschulalter empfiehlt es sich, sie nciht allein zu lassen während dem Fußbad, vielleicht findet man etwas Zeit, um sich mit der Lieblingsmusik oder einem Stückchen Lieblingsgeschichte dazuzusetzen. Etwas „verschönert“ werden kann diese Duftkombination eventuell mit einem Tropfen der wundervoll fruchtigen, entspannenden und lösenden  Öl  der Citrus reticulata Blanco, Mandarine rot. Falls die Mandarine vom kleinen oder großen Patienten als „zu intensiv“ empfunden wird, ist die süße Orange eine Alternative. Sie kann beitragen, wieder „in Fluß“ zu kommen, sodass sich Stockendes leichter in Körper und Gemüt lösen können.

als „tagsüber“ Hände-oder „Body-rundum-Bakterien-Abwehr-Spray“:

  •  10ml Melissenhydrolat
  • 10ml Rosenhydrolat     (oder Myrtenhydrolat)
  • 1 Tr Andenmyrte
  • 1 Tr Hoblätter-öl

vor dem aussprühen leicht schütteln, rundum den Kopfbereich, Schultern, Gesicht sprühen – der Spray kann auch für unterwegs prima mitgenommen werden und als ganz leichte Händedesinfektion verwendet werden ( duftenden, leichtern, sommerlichen Hydrolat-Händereinigung für unterwegs und zu Hause, habe ich hier schon ein paar Empfehlungen gegeben)

als einfaches antibakteriell-Pflegeöl:

  • 10ml Jojoba (oder 5ml Jojoba, 5ml Johanniskrautmazerat)
  • 1 Tr Kanuka
  • 1 Tr Andenmyrte
  • 2 Tr Hoblätter
  • zum Beispiel morgens vor der Schule sanft am oberen Brust- und Rückenbereich einstreichen, von den Schultern die Lymphbahnen hinauf hinter die Ohren und im Nackenbereich, evtl etwas an die Nasenflügel, – das kann nach der Schule am Nachmittag wiederholt werden als auch gegen abends; oder morgens und abends eine sanfte Fußsohlenstreichung/massage geben, der Knöchelbereich und unteren Waden können miteinbezogen werden; dazu könnte tagsüber ein gesundheitsfördernder Tee aus dem Cistrosenkraut, Cistus incanus, 1-2 Tassen pro Tag getrunken werden, zusätzlich eventuell auch ein stärker zubereiteter Sud davon zum Fußbad gegeben werden. Auch ein milder Manuka-Tee mit etwas Lemongras- oder Zitronenverbenentee für einen etwas freundlicheren Geschmack passen sehr gut – darüberhinaus können sie anstelle „stark verdünnten“ Sirupsäften und mal als Abwechslung zu Wasser (Milchprodukte-Kakao..wegzulassen kann bei ohnehin schon bestehenden Verschleimungen sehr hilfreich sein..) getrunken werden, auch lauwarm oder kühl (im Sommer mit Kräuter-u. Blüten-Melissen-Rosenhydrolat-Eiswürfeln beispielsweise – die hübsch aussehen und in der Vorbereitung sich gleich etwas „altergerechte Natur- und Biologie-kunde miteinbringen lassen würden…
Leptospermum scoparium, Manukablüte, Kenpei 2007, wikipedia cc

Leptospermum scoparium, Manukablüte, Kenpei 2007, wikipedia cc

Möchte man in Kindergärten, Hort oder Schulgruppen diese Tipps mal versuchen, könnte die Elterngruppe einfach „zusammenzahlen“, beispielsweise zu den Teesorten –  so würden für Jeden die Kosten für ein „Gemeinschafts-Päckchen“ Cistrosentee von Dr. Pandalis oder fitne bei etwa einem bis zwei Euro liegen, bei einer Gruppe von ca 15 Kindern. Dieser Betrag wäre auch für Familien/Kleinstfamilien mit geringstem Budget leistbar, die Kinderbetreuungseinrichtung/Schule würde mit einem prima „gesundheitsfördernden“ Beispiel vorangehen und  für alle Beteiligten den Aufwand erschwinglich halten. Gesundheitliche, mögliche „Nebenwirkungen“ gibt es bei diesen Produkten so gut wie nicht, sofern die ätherischen

Blüte Cistus incanus, Tee wird aus dem geschnittenen Kraut hergestellt, Aka 2005, wikipedia cc

Blüte Cistus incanus, Tee wird aus dem geschnittenen Kraut hergestellt, Aka 2005, wikipedia cc

Öle umsichtig dosiert und richtig angewendet werden und die Tees in moderaten Mengen Verwendung finden – …..somit könnte hier auch die rechtliche Seite für Pädagoginnen und Betreurinnen etwas aus der Spannung genommen sein…Wer es sich leisten möchte oder ebenfalls zur „Gruppen-Gemeinsam-Gesundheitsförderung“ beisteuren möchte, kann..auch ein Gläschen des stark antibioitsch wirkenden Manuka-Honig’s– als jederzeit griffbereite, bei verschiedensten bakteriellen Erscheinungen, „natürlich Hausapotheke“ für die Kindergruppe anschaffen. Manuka-Honig sollte idealerweise mit einer Mindest-UMF-Stärke von  17 verwendet werden. Auch hierfür könnte eine ganze Eltern-Gruppe zusammenlegen, sodass für – wie bereits erwähnt – auch für einkommensschwache Familien und im Sinne von überkonfessionell und kulturell unabhängig eine natürliche Gesundheitsunterstützung für Alle bereitgestellt werden könnte.

Vorteilhaft ist die Wahl von möglichst naturbelassenen Produkten aus bio-und/oder bio-demter-Anbau oder schonender Wildsammlung; bei den Hydrolaten empfehlen sich die alkohol- und konservierungsfreien Varianten besonders für Anwendungen bei Kindern und Jugendlichen. Das Öl der Andenmyrte ist fast nur bei Primavera erhältlich, zu dessen Herkunfts- und Anbaugebiet hier einige Zeilen nachgelesen werden können.

So sinnvoll und intensiv die entzündungshemmende, cortisonähnlichen, antimykotischen und schleimlösenden Eigenschaften des Oxids 1,8-Cineol sind, haben wir in der Aromapraxis die Möglichkeit den Einsatz ätherischer Öle mit einem hohen Anteil hiervon umsichtig und differenziert einzusetzen. Das kann durchaus auch den Verzicht von in Apotheken erhältlichen Fertig-Erkältungsbalsamen mit einem sehr hohen, isolierten Anteil von Einzelstoffen, deren Herkunft meist nicht genau nachvollziehbar ist, an Kampfer, Eukalyptol, Thymol u.a. bedeuten und den sanfteren schleimlöse- und Grippemitteln, besonders für jüngste Kinder, den Vorzug zu geben.

ein ganz kurzer Vergleich des 1,8-Cineol-Gehaltes (auch als „Eukalyptol“  bezeichnet) und Kampferanteiles in folgenden, typisch-bekannten Erkältungs- ätherischen Ölen, die häufig auch in frei verkäuflichen Schnupfen/Erkältungsarzneimittlen in isolierten Auszügen verwendet werden:  Eukalyptus globulus kann zwischen  69- ca 80% betragen; Eukalyptus radiata zwischen 67,95-80%; Kanuka ca 4,2% 1,8-Cineol /Andenmyrte etwa 9,8% / Myrtus communis Ct. Cineol ca 43,7% / Hoblätteröl ( Cinnamomum camphora) zwischen 96-99% Linalool und Spuren von cis-, trans- und Linalooloxid – kein 1,8 Cineol bekannt, kein Borneon-Anteil; Kampfer-öl selbst (Cinnamomum camophora) ca 20-30% 1,8-Cineol, ca 40-50% Borneon (Kampfer/Monoterpenketon) ).

Buchtipps:

Eliane Zimmermann, „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Kursbuch für Ausbildung und Praxis, 5.akt.Auflage (wer dieses kompetente Fachbuch bereits unter seinen Aromabüchern eingereiht hat, kann hier unter Myrtus communis / Brautmyrte das detaillierte Inhaltsstoffspektrum der selten erhältlichen Andenmyrte nachlesen)  – * hier geht es zum Beitrag zu Kunzea ambigua auf Eliane’s wissensreichem Blog)

 

 

Ursula Uhlenmayr, „Wickel & Co.“, Bärenstarke Hausmittel für Kinder, Urs-Verlag

 (mit clicks auf die Buchcover zur Linzer Buchhandlung „Glücksmomente“)

 

 

 

(Hinweis: zu den in diesem Beitrag angeführten „Produkte-Links“ erhalte keine Provisionen, derzeit auch nciht zu den Bücher-Links; die Emfpehlungen basieren auf meinen eigenen Erfahrungen in der Anwendung mit diesen natürlichen Mitteln und sollen dem Leser/der Leserin als Information dienen, wo diese erhältlich sind bzw wie die Produkte aussehen und sie in der jeweiligen Umgebung eventuell in Reformhäusern, Drogerien oder Bio-Märkten erhältich sein können – danke)

(Quellen Inhaltsstoffangaben: Eliane Zimmermann, siehe Buchtipp oben; Dietrich Wabner, Christiane Beier, „Aromatherapie; Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis, Urban & Fischer, 1.Aflg.)

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: