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ein dufter nachmittag für menschen in verantwortungsvoller seniorenbetreuung

28. Oktober 2015

Gestern Nachmittag erhielt ich die Gelegenheit für die Teams der Altenfachbetreuerinnen und -Betreuer und Pflegepersonal einen „duften Nachmittag“ zum Kennenlernen & Informieren über die Möglichkeiten der Aromapflege zu gestalten.  Um der über dreißig Personen zählenden Gruppe in etwa vier Stunden ein kleines Grundwissen der wichtigsten Inhalte zu ätherischen Ölen, Hydrolaten, fetten Pflanzenölen und festen Fetten näher zu bringen, deren Anwendungsmöglichkeiten und Einblicke in die Grundzüge/Möglichkeiten von Aromanwendungen in Pflegeberufen insgesamt sowie für die Betreuung von Menschen mit Hirnleistungsstörungen zu geben, gingen nicht nur Wochen der Vorbereitung, sondern auch ein unglaublich toller „rund-umservice“ für die organisatorischen Dinge voraus. Dieser kleine Beitrag möchte meinen Dank ausdrücken an den Magistrat der Stadt Wels für diesen Duft-Auftrag, an das KLASSE Küchenteam des Seniorenhauses Neustadt, deren stellvertretende Leiterin die Leidenschaft zur Patisserie besonders liegt und den unglaublich geduldigen Haustechniker, der seit 16 Jahren dort alles „funktionstüchtig in Schwung hält“ und bei der Vorbereitung und Umgestaltung des Votragssaales die RUHE in Person war…- sogar einer übernervösen Vortragenden…“zeitplan-coolness“ vermitteln konnte….–das Küchenteam bekam am Nachmittag des Vortages..einen – sozuagen kurzen „crash-kurs“ in Sachen Aromaküche: wir rührten gemeinsam mit einem der größten Küchen-Stabmixer, die ich bisher gesehen habe –  zwei vegane Aufstrich-Varianten sowie einen mit ätherischen Ölen & Kräutern aromatisierten „klassischen“ Topfen-Rahm-Joghurt-Oliven- und Hanföl Aufstrich – gestern angerichtet kleinen und großen Schälchen, wunderbar geschmückt mit schwarzem Sesam, Rosenblütchen und Kokosrasplen.., etwas Hanföl auch zur Dekoration der Topfen-Aufstriche..über die Windeseile, in welcher das Buffet inklusive Tische, Tücher, Getränke bereit gestellt wurde, begleitet mit fröhlichstem Geplauder.  .über „was die Düfte mit dem Küchenteam machen…“, konnte ich nur staunen,  bewunderte die perfekt geschnittenen, hauchdünnen Zitronenscheiben für das mit Rosenhydrolat/bio-Zitronenöl und einigen Rosenblüten verschönerte Wasser in handlichen Krügen….Weiter geht mein Dank an die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nachmittags, die bei den intensiven Themen rund um Keimsanierungsmöglichkeiten mit ätherischen Ölen bei antibiotika-resistenten MRSA-Stämmen und des ESBL-Keimes, Aromatogrammen, Wissenswertem aus der Geruchsforschung zur „Früherkennung“ dementieller Veränderungen, Ausschnitten weltweiter Studien zum Einfluss bestimmter ätherischer Öle und/oder deren Einzelinhaltsstoffen auf Menschen mit Hirnleistungsstörungen sowie dem Sinn der Zufuhr essentieller Fettsäuren  – unter anderem unentbehrlich wichtig zur Erhaltung des unsere Nervenzellen schützenden Myelins – interessiert zuhörten.

 

Mein ganz besonderer (!) Dank gilt Eliane Zimmermann, mit deren Einverständnis ich mehrere anerkannte Studien aus ihrer über viele Jahre hinweg zusammengestellten Sammlung, weitergeben durfte! (sowie aus weiteren ihrer Blog-Beiträge und Zusammentragungen in Büchern – Beispiel-Link)

Darüberhinaus hinaus geht mein ganz herzliches Danke auch an einige meiner ehemaligen Kursteilnehmerinnen und an eine Aromakollegin in Deutschland, die mir gemeinsam einige Fallbeispiele aus ihrer realen, täglichen aromapraktischen und aroma-pflegerischen Tätigkeiten inklusive erfolgreich angewendeter Mischungen zur Präsentation & Information für den gestrigen Nachmittag  zur Verfügung stellten!

Ich informierte über die Arbeit und Publikationen engagierter „Aroma-Pflege-Pionierinnen“ wie Monika Volkmann, Jane Buckle, dem Team der Neuperlacher Klinik München, Evelyn Deutsch, Gisela Blaser und den Möglichkeiten von professioneller Aromatherapie in den Universitären Psychatrischen Kliniken Basel /UPKBS  (Regula Rudolf von Rohr) und der Psychatrischen Universitätsklinik Zürich, den Aromapflege-Wegen der Privatklinik Wehrle/Salzburg, ein erfolgreiches Beispiel einer französischen Seniorenbetreuungs-Einrichtung, in welcher innerhalb von vier Jahren (2004-2008) kontinuierlicher Ätherisch-Öl-Anwendungen Medikamentengaben insgesamt um ca. 50% reduziert werden konnten (ein Großteil der Bewohner mit Alzheimer-Erkrankungen sowie anderen Beschwerdebildern)* sowie über das Engagement verschiedener inländischer Aroma-Vereinigungen & Ätherisch-Öl-Anbieter – stellvertretend für alle anderen, vielen Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Aroma-Pflege-Fachleute.

Ein großes DANKE auch an  Bombastus-Werke AG, die uns so freundlich entgegenkommend einige ihrer – auch in großen Kliniken jahrelang angewandten – Pflegeprodukte zur Verfügung stellte – Mundwasser-Konzentrat Bombastus®,  die „legendäre“ Arhama-Salbe®, Sedative-Original Bombastus®, Erfrischungs-Spray/Gesichtswasser mit Lavendel u. Rosenduft, die klassischen Kräuter-Salbei-Bonbons bio und die Mundwasser-Konzentrat ergänzenden Mundfrisch-Pastillen konnte ich den InteressentInnen bekanntmachen. Vielleicht wären diese, allesamt mit sanften Kräuterauszügen und ätherischen Ölen angereicherten, traditionellen und höchste bewährten Pflege-„Hilfen“ zusätzlich zu aromapflegerischen Anwendungen auch für andere „hiesige“ Einrichtungen eine Überlegungs-Anwendungs-Idee wert??..

Die veganen Zubereitungen unseres Aromabuffets  waren ein „Ei-Curry-Aufstrich“ (ohne Ei…) (selbstverständlich „lecker“ mit zitronig duftend & schmeckenden Ölen aromatisiert) und eine selbstkreierte Feigen-Dattel-Tonka-Vanille-Creme, deren Rezept ich mich entschlossen haben hier einzustellen, nachdem einige Fragen zum „was ist drin“ kamen – „Nachmischen“ zu Hause für die süße Küche gerne erlaubt. Die Firma Hiel stellte unkompliziert und nett ihre Kreation der veganen „Topven/Qvark“-Variante“ als Basis hierfür zur Verfügung – sie besteht aus Mandeln, Sonnenblumenkernen, Wasser, Kartoffelquellstärke, Zitronensaft und etwas Meersalz – wer diese Variante nicht essen kann oder möchte, könnte für sich selbst eine „Ersatz-Variante“ versuchen mit Erdmandeln, etwas Tahin (Sesammus)  in Pflanzenmilch püriert. Hier ist das Rezept unseres süßen Desserts:

  • 300 g getrockente Feigen
  • 300 g unkonservierte, unbehandelte, möglichst weiche, fleischige Datteln
  • evtl getrocknete Gojibeeren
  • die Feigen, Datteln und Gojis mindestens über Nacht (oder länger) grob geschnitten in Pflanzenmilch nach Wahl und Verträglichkeit (ich verwende meist Reismilch) einweichen ( sie saugen recht viel Flüssigkeit, quellen auf und werden saftig und weich (dann noch kleiner schneiden)
  • 500g veganen Topven mit etwas Pflanzenmilch glatter/geschmeidiger rühren
  • dann alles zusammen mit einem Pürierstab vermixen
  • nach „Gefühl“ (da abhängig von der Menge) Vanillebourbon-Pulver, Tonka-Extrakt, Vanille-Extrakt, evtl eine Spur Kakaopulver hinzufügen (wer es für „besondere Anlässe“ mit einem „Schüsschen Cointreau (merci für den Tipp damals..liebe Manuela Weber..…) oder Kirschlikör versehen möchte, kann das gern – für den „Alltag“ ohne…) hinzugeben und nochmal mixen. Je nachdme, welche Sorte/Art Datteln und Feigen verwendet werden, wird die Masse etwas fester/mehr fruchtstückchen oder weicher, wie eine Creme.  Dekoriert wurde mit ein wenig Rosenblüten und Kokosraspeln. Etwas Johannisbrokernmehl gibt den hier angeführten Aufstrichen etwas mehr Konsistenz. Dieser süße Aufstrich/Creme hält sich gekühlt etwa eine knappe Woche

Die Datteln in diesem Fall kamen von der kreativen „Rohkost“-Sabine, die Samstags vormittags, Mittwochs und Freitags auf den Welser Märkten zu finden ist und ihr Stand mehr als nur Einen Besuch wert ist!! DANKE an Sabine vom Markt….für die restlichen Zutaten ausser dem Topven könnten Ihr hier einen Blick in das topfruits-Sortiment nehmen.

Diese Süßspeise ist mehl- und zuckerfrei,  ansonsten fast -alles-frei, sättigt prima, regt noch dazu ein wenig Serotonin an und veursacht keinen Hüftspeck….., wer bei der Hand hat, könnte auch Kakaoextrakt als natürliches Aroma hinzufügen…….(….evlt auch bei Disbalancen der Ess-Lust…..unterstützend..das Gericht als auch der Kakao-extrakt..)…

Fotos zu knipsen vergaß ich diesmal.leider……und aus Zeitgründen…konnten nicht alle Möglichkeiten und Menschen aus der Aromapflege-Welt miteinbezogen werden…..

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von gestern abschließend ein herzliches Danke für Ihr Interesse am vielseitigen Aroma-Thema….

*(Quelle: http://www.ijca.net, The International Journal of Clinical Aromatherapy, Vol 5, issue 1, 2008)
(bild rosa tonkas: mi.micik, farbgrund:j.broinger)
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2 Kommentare leave one →
  1. Anja permalink
    30. Oktober 2015 07:58

    Liebe Marta, ein toller Bericht! Schön, dass Du Dir soviel Arbeit gemacht hast, um die wunderbaren Helferlein begreifbar zu machen. Liebe Grüße, Anja.

    Gefällt 1 Person

  2. Anonymous permalink
    29. Oktober 2015 19:13

    Tol,l hört sich nach einem gelungenen Vortrag an.

    Gefällt 1 Person

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