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süße lutschpastillen als keimvertreiber im mund-rachenraum

6. Januar 2016

In Zeiten der zunehmend höher werdender Belastungen an – wie mir scheint – wesentlich aggressiveren Keim-Varianten als noch vor wenigen Jahren, kann es kaum „genug“ sein an einem kleinen „rundum-package“  von Keim-Minimierungs-Impulsen für uns selbst und unsere Mitmenschen. Besonders für alle Jene, die intensiv im täglichen Kontakt stehen mit weitgereisten Menschen oder in ähnlich gelagerten Berufszweigen tätig sind.

Vor Kurzem schrieb ich über meine bunte Händedesinfektion – heute möchte ich ein kleines Rezept für (hoffentlich) keimverringernde, süße Lutschpastillen einstellen:

das Grundrezept: 100gr Zucker, 2-3 EL Wasser, Bourbon-Vanillepulver bio pur

(meine Menge waren etwa 2kg Zucker und…..(zuuuviel…Wasser..  ..ein kleines Experiment../ Manukatee; ca 1 ganzes Päckchen Bio-Vanille-Bourbon-Pulver pur)

ätherische Öle in meiner Variante hier (in Menge absteigender Reihenfolge):

  • Zitronenöl bio, Citrus limon (L.) Osbeck
  • Bergamotte bio, Citrus x bergamia Risso et. Poit.
  • Manuka, Leptospermum scoparium J.r.Forst & G.Forst.
  • Melisse 10%ig verdünnt, Melissa officinalis L.
  • Thymus vulgaris L., Ct. linalool
  • Rose bulgarisch, 10%ig verdünnt, sel., Rosa x damascena Herrm.
  • Vanilleextrakt, Vanilla planifolia Jacs. ex. Andrews
  • etwas Zitronenmyrte, Backhousia citriodora F. Muell.
  • eine Spur Limette bio Citrus aurantiifolia (Christm.) Swingle
  • evtl eine Spur Orange süß bio, Citrus sinensis (L.) Osbeck

Zucker und Wasser in einen Topf geben, etwas anköcheln lassen zu einer nicht zu dunklen, sirupartigen Masse werden lassen,  kurz bevor man die Masse  auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder – wer soetwas besitzt – in vorgerfertigte Bonbons/Pastillen-Förmchen geben. Die ätherischen Öle werden erst ganz kurz vor dem Austropfen eingerührt; dies – und das schnelle Austropfen ist dann wirklich eine kleine „Kunst“, die Masse erstarrt sehr schnell, es ziehen sich wunderbare Fäden, wenn man noch nicht geschickt „perfekt“ genug darin ist… In diesem Fall habe ich mit einem einfachen kleinen Kaffelöffel „kreative“ (flache…) Pastillenformen auf das Backpapier gebracht. Das Austropfen ist fast wie „Kunst“…denn ist man nicht perfekt geschickt darin…ziehen sich wunderbare feine Fäden….und die unterschiedlich formigen Pastillen können nachher noch auseinandergebrochen werden. Vorbereitet werden kann eine Schale mit Bio-Puderzucker, aromatisiert mit einem Hauch Tonka- oder Vanillextrakt Die ausgehärteten Pastillen können darin ganz leicht gewälzt werden damit sie später nicht aneinanderkleben…, dann in ein passendes, hübsche Behältnis geben. Die Tropfenanzahlen habe ich nicht notiert, die Pastillen auch vergessen damals zu fotografieren.., daher dürfen die Leserinnen und Leser gern „nach Gefühl“….und in Vorstellung dessen, wie „intensiv“ welches ätherische Öl schmeckt & riecht..und welche möglicherweise doch etwas reizen könnten……Euch selbst an einem harmonischen Mix versuchen..

Als „Wasserersatz“ können Cistrosen- , Manuka- oder Rotbuschtee dienen. Das Vanillepulver und den Vanilleextrakt habe ich für einen angenehmeren Geschmack beigefügt. In der Auswahl der ätherischen Öle entschied ich mich für jene, deren keim- und virenhemmendes Spektrum  in Hals-Nasen-Rachenraum sich bisher als sehr hilfreich gezeigt hat und denen, die z.B. Lungenentzündungen, Bronchitis…Angina oder darmirritierenden pathogenen Keimen und verschiedenen Viren-Gruppen, besonders zugetan sind,  nicht allzu „kühl“. Für all diejenigen..die beim Lesen über den „Zucker“ stolpern: in diesem Fall habe ich einfachen Bio-Roh-Rohrzucker verwendet, da ich gerade nur Diesen für meine spontane Pastillen-Aktion zu Hause und bei der Hand hatte. Ersatz könnten verschiedene Sirups, Stevia- und/oder Birkenzucker sein – wobei die letzteren beiden Süßen auch eine gewisse Kühle mitbringen und für manche Kulturen komplett fremd sind; Menschen mit Unverträglichkeiten und Diabetiker sollten das Rezept ebenfalls „anpassen“ – in diesem Fall habe ich den „Klassiker“ Salbeiöl für den Hals wegen seiner „Kühle“ weggelassen und in diesem Fall war der normale Rohrzucker auch die geeignete Wahl, da ich ein möglichst für „Alle“ schmeckende Variante versuchen wollte – unser Helfer-Kollegen-Team in unserer Station „überlebten“ alle nach dem Kosten…….. – wer sich ansonsten relativ gesunhdeitsbewusst und Süße-frei/arm ernährt, wird solche Pastillen ohne Weiteres für das eine oder andere Mal akzeptieren können – so hoffe ich. Versierte Bonbon-„Herstellerinnen und Hersteller“ können sich ja auch gern an anderen Varianten versuchen.

Täglich können mehrere Pastillen genossen werden, zusätzlich täglich mindestens eine Tasse Cistus-oder Manuka-Tees trinken und ätherisch Öl oder andere naturheilkundliche Anwendungen. Diese Pastillen-Variante kann eine Alternative oder abwechselnd mit dem „unschlagbaren“ antiviral-alles-Inhaltsstoffe-frei-Klassiker Cystus® von Dr. Pandalis, Urheimische Medizin darstellen. Diese sind in Österreich mancherorts schwer bis gar nicht erhältlich. Entweder beim Hersteller direkt anfragen oder bei der Apotheke Judenburg, welche einige der Pandalis-Produkte dauerhaft im Sortiment führen, oder hier bei apo-rot online.

Dem Helferteam und einigen anderen Menschen schmeckten die Pastillen wirklich prima, was mich sehr freute. Es ist natürlich auch eine Frage der Möglichkeiten für eine „mehr“-Herstellung – denn bisher ist es mir nicht gelungen….sooooooooviele Pastillen am Fließband für den Bedarf von inzwischen täglich nahezu zwischen 250 bis 300 Menschen in unserer Übergangs-Flüchtlingsstation alleine herzustellen………… – in den meisten Herkunftsländern wird ausschließlich Schwartee als Hauptgetränk bevorzugt, sodaß ein „Beglücken“ mit unserern Gesundheitstee’s kaum möglich ist. Das Verteilen „an alle“ von Cystus Lutschpastillen ist wohl aus materillen Gründen kaum möglich und hält auch nur „für einen bestimmten Zeitraum“.

In unserer Station kommen täglich neue Menschen an,…die von Grenzen ohne offizielle Absprachen retour gesendet werden oder direkt von ihrem langen Weg…., selbst die Kleinsten kommen schon meist schwer krank an, Helfer und Flüchtlingsmenschen sind nahezu alle „krank“ – mehr oder weniger…, die Keimverteilungen nach allen Seiten zu Verringern ist hier wirklich eine Aufgabe; die Hygienebedingungen sind eben so, wie es dort gerade möglich ist.., derzeit – aber ich hoffe unter anderem sosehr, dass unsere Duftvernebler bald installiert werden können und doch ein kleines Stückchen zu einer etwas keimhemmenden und/oder auch ausgleichenderen Atmosphäre beitragen können.

Nun hat sich also auch die feine „Aromaküche“ an diesem zugigen Ort…ihr Plätzchen gesucht……..-denn seit der junge Iraner H. die weltschönsten, perfektest in 10001-Nacht-Mond-geschnittenen Apfelspalten á la iranischer Küche mit frisch gepresstem Orangensaft in behandschuhten Fingern auf einem großen Tablet bestrich, kamen auch ein paar Tröpfchen Bio-Orangenöl süß dazu, ganz einfach ohne Stress, – meine Öltaschen sind inzwischen fast immer mitdabei, inmitten einem filmähnlichen drumherum in der provisorischen Küche. Wir schnitten in den letzten Wochen unendliche Mengen an Apfel- und Orangenpalten,…der Geruch, das Aussehen und die Farben hoben unsere Laune…..“Küchengeplauder“ trotz Allem…..inmittem Allem……merci mamoon  H. .…..;-)   – nein niemand von uns „Helfern“ war es zu schade, etwas „minimal-leckeres zu zaubern..“ – ganz egal ob Sandwiches, Orangen- oder Apfelspalten…

 

(bilder: zitronen/rosenblüten, melissenblatt, orangenspalten m.micik, manukablüte kenpei wikipedia cc)

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