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ein kleiner aufruf – ein persönlicher blogbeitrag – unterstützung für menschen aus anderen ländern in besonderen krisen? mit düften und..?

15. Januar 2016

  für C. ….und einige andere Menschen..

Gestern Abend nahmen mich weit nach Mitternacht und nach einer langen Meditation der süße Duft von Vanille absolue mit in’s tiefe Traumland. Das war gut; die Vanille verwende ich nicht allzu häufig, aber dieses Mal hüllte sie mich in eine wunderbare schützende, tief entspannende, Gedanken loslassen könnende Wärme, die mir mit meinem Obsidian-Stein zusammen und Grüßen aus besonderen Ebenen einige Stunden tiefen Schlaf schenkten. Das war sehr nötig, da mich die letzten Lebenstage  im Persönlichen wie in meiner ehrenamtlichen Mitarbeit in unserer Flüchtlingsstation mit intensivsten, bewegenden Ereignissen befüllten – ganz besonders gestern. In meinem Geist entstand das Bild….welche vier oder fünf ätherischen Öle ich beim nächsten Besuch in der Station im wahrsten Sinne des Wortes „kredenzen“ möchte und mit einem Tablet bestimmte Düfte auf Duftstreifen an alle Anwesenden anbiete….für einen winzigen, kleinen Impuls zur Unterstützung der Ausgeglichenheit – ob das machbar ist…werde ich erst noch ausprobieren…

Vanilla planifolia, Michael Doss, wikipedia cc

Vanilla planifolia, Michael Doss, wikipedia cc

Die Details über die Ereignisse der letzten Tage in unserer Station, aus der inzwischen eine -„fast-Erstaufnahme-Stelle“ als auch Übergangs-Aufenthaltsmöglichkeit für Flüchtlingsmenschen geworden ist, kann auch bestimmten Gründen nicht detailliert hier in meinem Beitrag beschreiben – dafür bitte ich meine Leserinnen und Leser um Verständnis. Da ich /wir uns schon seit vielen Wochen mit Überlegungen tragen, welche kleinen Schritte nach und nach zu einer insgesamten Entlastung beitragen können,  wenn vielleicht auch nur punktuell, aber dennoch. Nach den letzten Ereignissen habe ich mich zu diesem Beitrag entschlossen.

Das gesamte Team, die Organisation und Flüchtlingsmenschen würden sich über Akzente einer besonders menschenzugewandten, professionellen und lanjährig erfahrener Kriseninterventions-Möglichkeit vor Ort sowie über Möglichkeiten einer beginnenden, umsetzbaren Tagesstrukturmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für Erstere Idee kreisen meine/unsere Gedanken um  – dies ist nur eine Idee im Moment – eine Art „niederschwelliges“ Impulsangebot, beispielsweise durch die Anwesenheit eines professionellen, erfahrenen, in Trauma-Therapie, exekutive-freier Krisenintervention, multikulturellen Themen,  schema-freien Menschenumgang vertrauten Therapeuten. Dies könnte ein- bis zweimal pro Woche angeboten werden, für die Menschen vor Ort, die es in Anspruch nehmen möchten – seien dies Flüchtlingsmenschen oder Menschen aus den Helferkreisen. Könnten die Erfahrungen und Potentiale aller lang bestehenden Organisationen zusammengenommen  und eine Art „abwechselndes“ Karussell gebildet werden. Eine Liste zum Eintragen für diejenigen, die ein Gespräch in Anspruch nehmen möchten, könnte aufgelegt werden. Sprachliche Barrieren könnten mit erfahrenen Dolmetschern – am idealsten natürlich wenn der Therapeut selbst vielleicht über Kenntnisse in einer oder mehrerer der Herkunfts-Länder-Sprachen verfügt – aufgefangen werden. Weiter denke, dass durch Gespräche aus den Perspektvien ganzheitlicher Krisenintervention den Menschen der Helferkreise und klassischer Organisationsgefüge vielleicht noch ein kleines Stückchen Sensibilisierungsmöglichkeit zum Gesamtzustand von Menschen auf der Flucht und sich daraus ergebenden Handlungsweisen, unsichtbar schwelenden Konflikten, potentiellen Triggern oder Projektionen auf Helfer sowie mögliche Irrationalitäten und Zusammenhängen von Sprachvermögen-Gehirn-Psyche ein  Beitrag zu noch etwas mehr Sensibilisierung, Ängsteminderung und neuen Wegen im insgesamten Miteinander sein kann.

Das „Setting“ kann derzeit nicht als wirklich ideal oder einladend beschrieben werden – doch denke ich in den letzten Wochen so häufig an eines meiner inzwischen Lieblingsbücher des im Alter von fünfzig Jahren an einem wiedergekehrten Hirntumor verstorbenen, ganzheitlichen orientierten Arztes, Psychiaters, Neurologen, Wissenschaftlers und Mitbegründers des französisch-amerikanischen Zweiges von Ärzte ohne Grenzen, Dr. David Servan Schreiber, (links siehe bitte unten) der mutig inmitten intensivster, ehemaliger Krisengebiete wie im ehemaligen Jugoslawien bei Kriegsopfern die Methode des EMDR anwandte, mit den Menschen sprach, Atem- und ganzheitliche Techniken mit Erfolg einbrachte. Er verweist in seinem bekannten Buch „Die neue Medizin der Emotionen“ darauf, welche Einflüsse auf das Gehirn Handlungs-und Sprechweisen beeinflussen können und für wie unglaublich viele viele lange Jahre in unserem Körper und Gehirn traumatische Erfahrungen gespeichert bleiben –  einer von vielen mutigen Menschen und Beispielen.

Seit vielen vielen Monaten leisten in dieser zentralen Flüchtlingsstation die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter sowie die nahezu täglich anwesenden Dolmetscher eine so wertvolle, befüllte, intensive Präsenz für die Betreuung der Flüchtlingsmenschen – die im Grunde viele Bereiche von ansonsten anderen Berufszweigen zugeteilten Themengebieten mitauffängt und in so manchen Momenten alle Grenzen fordert.

Täglich werden die Menschen dort von dem wunderbaren, unermüdlichen Engagement und Spenden von Privatpersonen, Kulturvereinen unterstützt, die täglich frisch gekochtes Essen, Grundnahrungsmittel, viele Spenden von Suppen-Plastikschüsseln und -Besteck, Papier-Kaffeebechern, Zucker, Obst, Fahrkarten, Tee und vieles vieles mehr in die Station bringen. Was wir dort täglich brauchen und den Menschen neben der Bereitstellung von Wasser, Grundhygiene-Bedarf, Gutscheinen für die allerwichtigsten Grundnahrungsmittel und einigen anderen Dingen durch die Trägerorganisation, wird hier auf dieser facebook-Seite täglich gepostet (bitte etwas scrollen für die Listen, da verschiedene Beiträge eingestellt sind). Es sind alle jeden Tag sehr, sehr froh und dankbar über die Spenden aus dem Zivilengagement und die Unterstützung, ohne welche die tägliche Versorgung nicht möglich wäre.

In meinem persönlichen und beruflichen Leben durfte ich unglaublich tolle, erfahrene Leute in dichten „Menschenberufen“ und ihre Arbeitsweise kennenlernen, zugleich auch selbst viel von Ihnen lernen.

Also hallo…an Euch wunderbare, erfahrene, mutige „Menschen-Berufe-.Leute“ – da draussen, die mein Vertrauen haben…- vielleicht liest ja jemand von Euch meinen  Beitrag hier…? ….Bestimmt wißt Ihr, an welche Menschen ich dabei denke und die solch eine wunderbare Unterstützung für diese Situation sein könnten -auch langfristig……, – also…falls Ihr dies hier seht, lest, ernst nehmen könnt und vielleicht die eine oder andere doch noch vorhandene Kraft- und Zeitressource Euch vorstellen könnten aufzubringen oder jemanden empfehlen könnt oder möchtet – freue ich mich über Kontaktaufnahme unter aromaoase@aon.at – Bisher ist auch die Trägerorganisation um eine Möglichkeitsfindung bemüht.

Ein Duftgruß und Bitte an Euch alle: an C., an R., an K., an S:, an M, an B., an H.und alle wunderbaren, tollen Wildnis- Outdoor-Kletter-Jugendarbeit-Menschen, die sich vorstellen könnten, auch mit Flüchtlingsmenschen ein Stückchen ihrer Welt der Natur, der Vögel, der Wärme des Feuers und ihres Wissens für kurze Momente zu teilen…

Hier habe ich nur die Anfangsbuchstaben der Namen gewählt…

Vielleicht könnte mit einem Versuch der Impuls-Intervention einfach begonnen werden? Es ist JETZT so wichtig und die Menschen sind sicher froh um einen möglichen Ankerpunkt mehr.., es wird jetzt benötigt…ein Blick in die Augen der Menschen auf jeder Seite kann einen nicht „wegsehen“ lassen – und man sollte sich bewusst sein, dass ab dem ersten Schritt des Verlassens für die meisten der Flüchtlingsmenschen aus den echten Krisengebieten ein Weg in Ungewisses, ein meist jahrelanges Warten auf Entscheidungen eines Asylantrags und in vielen Bereichen – die für uns selbstverständlich sind – eine Aufgabe ihrer Selbst-und Eigen-Lebensentscheidungskompetenzen folgt.  In dieser Zeit ist durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Arbeitsaufnahme – und so gut wie nie in ihren oftmals anspruchsvollen, ehemaligen Berufen – bis zu einer Entscheidung nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Falls so eine Idee doch als nicht umsetzbar erscheint, konnte der Versuch zumindest gestaltet werden und vielleicht auch andere unterstützende Ideen daraus entstehen?

Mit meiner einfachen Duftarbeit kann ich nur kleine Impulse und Begleitung aus der friedlichen Pflanzenwelt geben, kleine Momente für die Menschen um vielleicht mit ihrer jetzigen Situation ein klein wenig leichter, besser, auffangender zurechtzukommen. Gesamtstrukturelle, politische und materielle Rahmenbedingungen kann ich alleine und als einfache Aromapraktikerin nicht ändern. (bild zitronen: m.micik)

Für mich persönlich lebt die Gleichwertigkeit von Menschen und Mensch zuerst, vor allem Anderen seit ich denken kann in mir. Auch wenn es oft sehr fordernd sein kann, übliche wenn-dann-Bedingungen, Grenzsetzungen, Rahmenbedingungen von Gesellschaften nicht darüber zu stellen – mir persönlich fiel das in meinem inneren oft leicht..nur leben wir alle eben in gewissen Rahmenbedingungen, die einfach ihre Zeit für Veränderungen brauchen. (bild rhododendron-blüte m.micik)

Wir alle in der Flüchtlingsstation würden uns über  Unterstützungen, die erleichtern, verschönern, Miteinander und Verständnis fördern, Tagesstruktur-Möglichkeiten (z.B. Sportliches, Bildendes, Kreatives), Fröhlichkeit, Konflikt-Potential-Entlastung, geistige und körperliche Beschäftigung, Teamstärkung, Gesundheit, Kraftressourcen und und fördern sehr freuen!

Nun wurde mein Beitrag wieder etwas „länger“, andere Worte zunächst in den Stunden der Nacht in mir, die ich schreiben wollte oder sollte –  der Vormittag ist fast herum…wie sooft dachte ich meinem Geiste…, „ich schreibe schnell ein paar Zeilen“- doch war es mir dieses Mal so wichtig, und ich habe mir die Zeit und Energie dafür genommen. Auch wenn es nicht direkt um Duftpflanzen geht….- doch irgendwie schon aromapraktisch -. denn inzwischen durfte in den letzten monaten etwa einhundert Menschen mit Düften ein winziges Stückchen begleiten und erhielt bisher nur positive Rückmeldungen.

Vielen herzlichen Dank Euch Allen, die dies hier lesen, sich vielleicht Gedanken machen oder die eine oder andere Idee geben möchten und DANKE an die Menschen, für die ich in der Flüchtlingsstation mit den anderen Helfern gemeinsam etwas tun darf und DANKE für gestern und für die intensiv bewegenden Situationen der letzten Wochen dort – über die ich zunächst schreiben wollte -und mich dann doch anders entschieden habe. Es gäbe noch unenldich vieles, was ich hier schreiben könnte, aus wlechen Perspektiven Manches beleuchtet werden kann beispielsweise – doch dann wird der Beitrag viel zu lange..

Ende Janaur wird die Station in ein Haus in der Nähe der jetzigen Station mit verbesserten Hygiene und Raum-Bedingungen verlegt.

Ein schönes Wochenende Euch Allen

 

links zum beitrag:

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