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neulich bei „M“ – dufte stunden mit freunden

13. Januar 2017

Neulich in der Lokalität einer der weltweit bekanntesten Fast-Food-Kette im Stadtzentrum:
ein Freund, den ich einige Tage telefonisch nicht erreichen konnte, rührte sich mit heiserer Stimme, meine subtilen Sorgen etwas zerstreuend, er sei sehr erkältet und konnte wegen seiner Halsschmerzen kaum noch sprechen. Alle „typischen“ Erkältungs- und grippeähnlichen Zustände als sehr hohes Fieber besuchten ihn in dieser Zeit. Er war beim Doctor sagte er, erhielt Medikamente verschrieben, Antibiotika dachte er, aber er wisse nicht genau was das für Mittel waren. Das Fieber zog sich etwas zurück, er bereitete sich stärkende „spicy-soups“ nach chinesischer Heilkunst zu sagte er und wünschte sich etwas „Aroma“-Unterstützung falls ich Zeit habe – am nächsten Tag trafen wir uns in der Stadt, in der Mitte beider Wege, für mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein weiter draussen liegender Wohnort behäbiger zu erreichen. Es war schon später Nachmittag, draussen kam ein kühler, dunkler Winterabend, etwas Regen, Beleuchtungen auf den Straßen, viele Menschen, die wir durch die großen Glasscheibenflächen sahen, Straßenbahnen, Autos, gegenüber einer der Parks, in denen ich sooft Zeit mit Menschen aus anderen Ländern verbrachte.

Übliche Zeitgefüge verlieren sich bei Besuchen in den Wohnhäusern der Menschen, Straßen und Parks, scheinen nicht mehr wichtig, außer den Zeiten der spätabends letzten öffentlichen Verkehrsmittel  in Nach-Hause-Richtungen – freundliche Unterkunftseinladungen zum Übernachten bei Freunden von weither, falls ich  „abends mal länger“ in der Stadt zu tun habe und kein Zug mehr fährt, lassen mich etwas sicherer fühlen, hin und zurück fast immer alleine unterwegs .

Mein Freund kommt mit etwas Verspätung an, vor Mund und Nase dezent ein weißes Papiertuch haltend; ich genieße einige Zeit während dem Warten das „Nichts-tun“, Gedanken ordnen, kleine lichte Gebete und Wünsche an andere Menschen und Orte, Affirmationen, Atmen, einfach nur wahrnehmend den Menschen in dem Lokal und draussen zusehen und -hören. Wir freuen uns trotz seines Unwohlseins über das Wiedersehen, eine Weile war vergangen. Mutig hole ich meine Duft-Schächtelchen aus der dicht bepackten Öl-Tasche. Der kleine Tisch füllt sich mit den Fläschchen, Riechstreifen, Stiften, Basisölen, Sprühaufsätzen…, was man als  Aromapraktikerin für kleine Aromastunden „eben so“ mit sich führt. Küchenrolle, etwas neutraler Alkohol zum „Schnell-desinfizieren“, blütige und andere Düfte, das so hübsche, Seele-, Augen und Gemüt entspannende Duftpflanzenkartenset sind mit, etwas alles-frei-feines Meersalz und kleine Behältnisse ebenfalls ausgebreitet. In beinahe Windeseile stellen wir für ihn einen „aroma-health-benefit“ 30ml Roller zusammen – soweit möglich beziehen wir zu dem Moment seiner Nase angenehmste antibakterielle, antiviral, keimresistente Bakterien, zugleich (wärmend/ausgleichende) auch Strepto- und Staphylokokken vertreibende, sowie Fresszellenaktivität anregende als Körpertemperatur regulierende Öle zusammen, verwenden ein rötlich gefärbtes, vielseitiges Ölmazerat sowie Jojoba als Trägeröle. Die gewählten Essenzen unterstützen ein Abknicken der hauchdünner, haftnadelähnlicher Verlängerungen von Viren durch bestimmte ätherisch-Öl-Moleküle als das Öffnen der Zellmembranen pathogener Keime sowie das Entlocken und Entleeren ihrer Flüssigkeiten, irritieren das auf ihren Plasmiden liegende Erinnerungspotential an ihre Reaktionen auf starre Medikamenten-Molekülgebilde.
An diesem Tag wünscht er für sich eine etwas „deftigere“ Dosierung, inhaliert die fertige Mischung tiefatmend, hält nahezu während der ganzen Stunden, die wir dort verbringen ein kleines, mit zwei Tropfen 10%-ig verdünntem Melissenöl der Melissa officinalis L. beträufeltes Papiertuch vor Nase und Mund, atmet immer wieder intensiv daran. Nach einer Weile schien sein Husten als die Verkühlungsspuren im Gesicht beruhigt zu sein,  mehrmals sagt er, er fühle sich aufeinmal wesentlich besser, während wir drei uns unterhielten und mischten habe er kein einziges Mal mehr gehustet, es ging ganz leise, fast unbemerkt. Seinen persönlichen „Anti-Verkühlungs“-Roll on konnte er sowohl zum Auftstreichen an den Reflexzonen der Fußsohlen, als auch im Uhrzeigersinn an der Körpermitte, am oberen Brustbereich eventuell zusätzlich mit einem warmen Tuch abgedeckt, vom Schulteransatz den Nacken hinauf zum Hinterkopf als entfernt von den Augen an Schläfen, den Nebenhöhlen und dem umrahmenden Haaransatz entlang beim Kopf und Gesicht mehrmals am Tag, sanft mit den Fingern kreisförmig einstreichen. Unser kleines Gurgelsalz ist in wenigen Minuten fertig – er erinnert sich sogar noch an beinahe alle ätherisch-Öl-Zutaten, die wir vor etwa elf Monaten in der Übergangsstation dafür verwendeten, als damals sehr viele Menschen mit lustigen Gesprächen beim Mixen diese kleine Hals- zugleich auch Mundinnenraum-pflegende Mischung für sich selbst zubereiteten, sie als angenehm, hilfreich und wohltuend empfanden (wer möchte, bitte hier klick zur Mischempfehlung). Ein Hydrolate-Spray und am Ende ein kleiner Wohlfühl-Duftroller zur Entspannungsförderung in den Tagen des Unwohlseins sowie sein umfangreiches Wissen über Akkupressur, Shiatsu als über energetische Bahnen ergänzen zusammen sein „duftes-Genesungs-Set“. Während wir sprechen zeigt er mir die süßen „Gesund-werd-Zuckerl“ sehr bekannter hiesiger Marken in blau-weiß gefärbtem und beige-getöntem Papier (auf welchem der Name der historischen Landeshauptstadt zu lesen ist) und das „Antibiotika-Päckchen“ einer sehr bekannten, frei verkäuflichen Marke – ein All-Mittel für Klein & Groß – der Doctor habe ihm dies „verschrieben“ sagt er, die Zuckerl solle er lutschen, sie würden die Genesung fördern empfahl ihm der Arzt und gab ihm einige davon mit. Alle Drei lächeln wir, höre mich etwas über die oben erwähnte kluge Technik von ätherisch-Öl-Molekülen in zwei Sprachen sagen.

Während wir mitten im Lokalgeschehn sitzen, über natürliche Düfte und andere Dinge austauschen, spricht uns eine englisch-deutschsprachige Dame an, ob wir mit Blütenessenzen arbeiten bzw was wir da tun, wir wechseln ein paar Worte, später geht sie ihrer Wege. Ein anderer Freund aus der Stadt kommt nach einer Weile dazu, nimmt an den für ätherisch-Öl-Utensilien  fast zu engen Tisch- und Sitzmöglichkeiten bei uns Platz  – wir plaudern über verschiedenstes, Arbeit, politisches, Pflanzen, Gesetze, Essen, Kulturen und vieles Andere – es wird Zeit für die blütigen Kreationen, die Beide mit Genuß im ganzen Rundum-Lokalgeschehen auswählen, der zweite Freund hat noch immer unseren damals gemischten Roll-on zu Hause, Lächeln lichtern über Ihre zufriedenen Gesichter und in ihren Augen, ein feines, leises, gutes Gefühl in mir. Weiter gegenüber an einem der anderen Tische  sitzt eine Gruppe Jugendlicher, zwei der jungen Leute kommen zu uns herüber, fragen „was das denn wäre“ , es „rieche soooo geil uma…“ …ich sage ein paar Worte, später bringt ihnen einer der Freunde ein paar fruchtig-frisch-beruhigend riechende Duftstreifen hinüber, sie scheinen sich zu freuen, eine ganze Weile lang sehen wir sie an den Duftstreifen neugierig lächelnd riechen. Später geht die junge-Leute-Gruppe weiter.

Etwa fünf oder sechs Stunden verbringen wir zusammen in dem beliebten Lokal, konsumieren etwas Kaffee und Tee – das Wunderbare an diesem Abend war, niemand der anwesenden Belegschaft sprach uns an, das Lokal zu verlassen oder was wir Seltsames tun würden, ob etwas verkauft wird oder Ähnliches; bis auf die übliche Bedienungseile waren alle sehr gelassen, machten ihre Jobs; Gedanken und Sorge um einen vor kurzem  (freiwillig ?) rückgekehrten Freund als auch andere intensive Themen konnte ich für eine Weile beiseite sein lassen und merkte wie oft zuvor schon in meinen Aromawegen, wie wie mich dieses schöne Thema und die Pflanzenwelten, neben vielen anderen persönlich oder beruflich beschenkenden Dingen und Menschen, auf sanfte Weise trägt.
Im Stillen dachte ich, ein nächstes Mal möchte ich vor allem der fleißigen Coffeebar-Dame als auch ihren Kolleginnen eine kleine Duftaufmerksamkeit mitbringen, fragte nach ihrer Richtung Lieblings-Geruch; mehr etwas Frisches mag sie, sagte sie.

Zu fortgeschrittener Abendstunde verlassen wir Drei das Lokal – wie immer erlauben meine Begleiter nicht meine volle Öltasche selbst zu tragen, viel zu schwer sei sie für mich, meinen sie. Wir sprechen noch etwas über unsere Freunde im Park, dann fährt die Straßenbahn ein, weiter zu den Zügen. Einer meiner Freunde wartet noch mit mir auf meinen späten Zug; wir denken in gesprochenen Worten über die ernsteren Themen nach, welche Menschen aus anderen Ländern sehr bewegen als über ihr Erlebtes. Das kleine Zugabenteuer beginnt wieder, wegen technischer Ungleichgewichte fährt einer der letzten Abendzüge nicht weiter. Eine halbe Stunde später fährt ein nächster letzter Zug. Wieder fast halb zwei in der Nacht, als ich zu Hause ankomme. Die Duftstunden dieses Spätnachmittags bis abends befüllten uns und hinterließen eine feine Erinnerung. Einige Zeit danach erfahre ich, der erkältete Freund fühlte sich bereits nach zwei Tagen wesentlich besser; er war happy darüber.

Wer bei Gelegenheit einmal einen Blick in unseren kleinen Duft-Folder  Holistic aromatherapy for human neings from all around the world  nehmen möchte, findet das pdf  in der rechten Seitenleiste dieses blogs oder bitte einfach hier  klicken  – danke für’s Hineinsehen

Ohne all die vielen wunderbaren Duftstunden in der ehemaligen Übergangsstation, die Geschichten und gewählten Düfte der Menschen, ohne die Gespräche und Momente wäre die Idee dafür wohl nie entstanden.  mein merci an Euch Alle

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