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kleine impressionen aus unserem duften aromakurs

21. Februar 2017

Seit Herbst letzten Jahres darf ich eine vielseitige, für Aroma- und Duftpflanzenwissen offene, lebendige Damen-Runde begleiten. Beinahe in der „Halbzeit“ unserer gesamten Kursdauer sammelten sich inzwischen viele bereichernde, austauschende Gespräche, Dufteindrücke, Momente, Fragen, spontane „echte“-Fallbeschreibung-Besprechungen,  Aroma-Wissens-Erweiter-Wünsche, teilweise neu-zu-entdeckende Sinnes- und Gefühlseindrücke oder den Gedankenwelten Impulse gebende Erfahrungen an. Unsere ursprüngliche Kursbeschreibung richtete sich berufszweig- und anbieterunabhängig an alle Menschen, die sich für ein sinnspendendes, fundiertes ganzheitliches Aroma-Basis-rund-um-Wissen interessieren, ganz egal ob aus beruflichem oder einfach persönlichem Interesse, als ganz-Neu-Beginner oder mit bereits Vorerfahrungen  in dem einen oder anderen duften Teilgebiet.

So finden sich in unserer jetzigen Gruppe von Beginn an ganz unterschiedlich gelagerte Wissens-und Interessensspektren, Ausbildungen, Lebensphasen und Erfahrungen. Aus diesem gemeinsamen Bouquet ließen wir zum Beispiel kurze geführte Duft-Klangmeditationen einfließen, lauschten in der große-Gebäude-Raumstille den Tönen und Stimme einer unserer beiden Klangschalen-Damen und ließen uns von den Erzählungen und Erfahrungen der zweiten Klangschalen-Fachfrau über ihre selbst-kreierten Kräuter/-Pflanzenklöppel aus zum Beispiel Holunderzweigen, Efeublättern, Johanniskraut sowie verschiedenen Hölzern auf „anders“-Klangschwingungen erfahren ein. „Kurz“ deshalb, da für einige Teilnehmerinnen in unserer Runde Meditationsmomente, Naturheilkundliches und Pflanzenwissen ein noch eher unbekannteres Gebiet, für Andere wiederum Pflanzen- sowie ganzheitliche Gesundheitsförderung in gelebtem Lebensalltag etwas vertrauter sind.

Aus unserer Kursmitte bezauberte, teilte und inspirierte uns unsere Selbstrühr-Fee einfühlsam wie unterstützend mit ihren „innen“ wie außen sorgfältig ästethisch gestalteten, natürliche, ganzheitliche Haut – und Seelengesundheit fördernden Naturkosmetik-Kreationen. Aus ihrer Begeisterung zu Heike Käser’s wunderbaren Wissenswelten zu natürlicher Hautpflege und naturbelassenen ätherischen Ölen entstand aus dem kreativen Geist der naturverbundenen, leidenschaftlichen Hobby-Destillateurin ein individueller, achtsamer Kreations-Stil für ihre veganen, ausschließlich aus qualitativ hochwertigen pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehenden Produkte. Zwei weitere Teilnehmerinnen wandeln ebenfalls begeistert auf den Erkundungswegen der Destillationskünste. Wir konnten bereits einige der mitgebrachten selbstdestillierten Hydrolate und Rührkreationen der Kursteilnehmerinnen  kennenlernen, erriechen, haut-fühlen und besprechen – das „Er-schmecken“ wartet noch in den nächsten Kursstunden. Darunter waren zum Beispiel Lavendel-, Schafgarben-, Orangenschalenhydrolat (aus sizilianischen Bio-Orangenschalen, deren frische Früchte wir als zwischendurch-gesundheitsfördernde-limonenhaltige Erfrischung genossen; für unser Grüppchen spendete eine der Teilnehmerinnen an einem der Kurstage spontan eine große Schüssel  aus ihren guten Verbindungen nach Sizilien; unsere Naturkosmetik-und Hobbydestillateurin machte aus diesen Schalen „leckeres“ Hydrolat. Später stellte sie uns herzvoll das fast farblose, aber feinst nach Orange duftende Pflanzenwasser zur Verfügung, um es als Mit-Basis in Kombination mit anderen Hydrolaten zu verwenden, als wir beim nächsten Duft-Thementeil zu den ätherischen Ölen der Myrtengewächse zur Übung und Erlernen einfache erfrischende, Kopf- und Geist erleichternde, antiseptisch und klärend die Raumluft beeinflussende Raumspray-Kreationen zur Selbsterkundung für zu Hause zubereiteten. Unter den individuell zusammengestellten duftigen „Raumverschönerern“ entstanden auch  besonders harmonische“süß-myrtig“ Duftende mit ganz wenig ätherischem Öl/Ölen darin. Die sanft-süßlicheren-an leicht „Fruchtiges“ erinnernden Myrten-Nuancen Kanuka, Kunzea ericoides (A.Rich.) Joy Thomps. und der Andenmyrte (hier erhältlich) werden von Kindernasen und sensibleren Erwachsenen teilweise leichter akzeptiert als die „stechend-kühler“ riechenden, „typischen“ Myrtendüfte der Eukalyptus-Öl-Varianten mit höherem 1,8-Cineol-haltigen (die prozentualen Anteile dieses Oxides prägen sich in ätherischen Ölen der Myrtengewächse unterschiedlich aus). Die sanfteren Varianten  erreichen trotzdem ein breites Spektrum pathogener Keime, offerieren etwas behutsamere Genesungsimpulse, etwas Gehüllt-sein und Entspannung. Die zwar „süßlicher“ riechenden, doch ebenfalls  deutlich antibakteriellen, schleimlösenden, beschützend-wärmend duftenden ätherischen Öle wie beispielsweise Benzoe siam oder Styrax, deren lebende Ursprungsgewächse anderen Pflanzenfamilien als den Myrtengewächsen zugehörig sind, ergänzen sich fein in Duft, Botschaft und Wirkweisen zu den Sanfteren unter ihnen (die Abbildungen hier zeigen einige der Hautpflege-und Seifenkreationen unserer Naturkosmetik-Fee).

Im Januar widmeten wir einen Kurstag dem Kennenlernen des Grundvorgang einer Wasserdampfdestillation. Meine ehemalige Kursteilnehmerin Karin führte uns durch den Tag, brachte ihre 3L-Leonardo-Destille, alle nötigen Utensilien, Destillier-Einsteiger-Literatur, in hübsche Fläschchen abgefüllte,  bereits in „Hydrolate-Reifezeit“ belassenen Destillate mit, wie zum Beispiel Patchouli-, Weißtannen- und Lavendelwasser.
Unser für das Kennenlernen des Grundvorgangs einer Wasserdampfdestillation benötigtes Pflanzenmaterial einer geheckselten Nordmanntanne, Abies nordmanniana (Steven) Spach, war ebenfalls mit im Gepäck. Ein kleiner Vorbote für einen unserer damals nachfolgenden Thementeile, den ätherischen Ölen der Koniferengewächse. Im Kursraum lauschten wir Karin’s Erfahrungen, Informationen über gestzliche Rahmenbedinungen zum Erwerb von Destillen in Oberösterreich/Österreich, ihren wertvollen, im Laufe der Zeit selbst erkundeten Tipps und Empfehlungen rund um das „Destillier-Handling“, genießen Bild-Impressionen aus ihrem Garten, hören später Legenden aus einem der Hauptvorkommen-Gebiete des „beliebtesten Weihnachtsbaumes der Welt“, Georgien, während die Destille in der uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeit des WIFI Obersterreich leise vor sich hin erwärmt.
Für etwa 500gr Pflanzenmaterial verwenden wir diesmal etwa 2,5 Liter normales Leitungswasser, welches uns an diesem Tag zur Hand ist, destillieren etwa zwei Stunden mit allen Handgriffen die zu tun sind. Die Teilnehmerinnen sind eingeladen, „ganz genau“ hinzusehn, Wassertemperatur, Kühlung, Ablauf, Pflanzenmaterial davor, danach zu befühlen, die ersten und letzten Destillat-tropfen zu beriechen, zu bestaunen, zu erkunden, Kühlwasser nachzufüllen, nach der Destillation das Schleimstoffe absondernde, abdestillierte, sich in Farbe und Geruch veränderte Pflanzengut im Destille schützenden Tuch ebenfalls zu berühren, zu riechen, zu fühlen. Wer mochte konnte ganz nah an die Flasche und die mit höchster Spannung erwarteten ersten Nordmanntanne-öl-Tröpfchen heran, um Duft und Heraustropfen aus dem am Flaschenhals angesetzten Schlauch zu beobachten. Allzuhoch war die Ölergiebigkeit an diesen Nachmittag nicht, eine wirklich nur hauchdünne Schicht ätherisches Öl lässt sich über der Menge von etwa 250-300ml Nordmanntanne-Destillat erkennen. Den besonderen „schwefeligen“ Geruch, der ganz frischen Wasserdampf-Destillaten oft zu eigen sein kann, bemerken wir bei dieser Destillation nicht.


Das abdestillierte Pflanzengut und unseren kleinen Hydrolate-Schatz nehmen wir zwecks etwas Belüftungszeit in offener Flasche mit retour in den Kursraum, lassen es dort noch eine Weile stehen, bevor wir das Pflanzenwasser gleichmässig in die von den Teilnehmerinnen mitgebrachten Fläschchen verteilen. Eine kleine Hydrolat-Beobachtungs-Aufgabe für zu Hause wird mitgegeben.
Karin erklärt wunderbar Wichtiges zum achtsamen Umgang, der Beobachtung und Reifung von Hydrolaten, beantwortet interessierte austauschende Fragen der Teilnehmerinnen; unter anderem sprechen wir auch über die potentiellen Unterschiede selbstdestillierter und gekaufter Hydrolate: zum Beispiel können Selbstdestillate einen etwas höheren Anteil ätherisches Öl als ihr käuflich erworbenes Pendant zeigen, stärker in Duft und Wirkung sein. Um einen  „ganz sachlichen“ Aufschluss  über die möglichen Verschiedenheiten von Kleinmengen-Selbstdestillaten und solchen aus schonenden Großproduktionen zu erhalten, wäre es ideal ihre messbaren Inhaltsstoffpektrena ihrer jeweils lipophilen Anteile aus derzeit zur Verfügung stehenden Analysemthoden sowie die jeweilige Destillationstechnik vergleichen zu können – sofern aufgrund der Mengen ein Vergleich möglich erscheint. Die vielen empirischen Anwendungs-Erfahrungswerte sowie Aufzeichnungen in älterer und neuerer Pflanzenwässer-Literatur sind so wertvoll und schließen eine Ganzheitlichkeit mit ein.
Wir genossen einen inspirierenden Nadelgewächs-Destillier-Tag, dessen Pflanzenthema gut zum Beginn des Neuen Jahres und insgesamten Stabilitätsunterstützung passte. Hier sind ein paar Bild-Eindrücke unserer einfachen Destillation (auf den hier im Artikel gezeigten Bildern ist Karin’s Destille zu sehen):

In unseren bisherigen Kursstunden sammelten wir Dufteindrücke, Eigenerfahrungen, Spüren, Empfinden während Duft-Übungen das in Worte zu geben versuchen, wobei vielfältige Beschreibungen entstehen können: zum Beispiel erinnert eine Kombination mit 5%-ig in 5ml verdünntem ägyptischen Jasminöl (Jasminum grandiflorum L.) in Kombination mit Limette und Bergamotte manche Teilnehmerinnen an „Toilettenduft“, andere Duftstreifenzusammenstellungen animieren zu wundersamster „Gesichtsgymnastik“, die ich in Wort leider nicht beschreiben kann, wieder andere Variationen mit holzigen Noten ohne Blütiges erinnern an „Beduinenzelte“; fast bei jedem Kurstag sind zumindest zwei, drei meiner wenigen, vor vielen Jahren als Geschenke eines guten Aroma-Freundes erhaltenen, winzigen Mengen Absolues mit dabei. Manchmal, wenn so gar kein Leuchten in die Gesicher kommt oder wir im Kurs über sensiblere Themen sprechen, reiche ich Dufstreifen mit einem der Absolues an die Gruppe; noch jedes Mal förderte das eine oder andere Absolue gelöstere Stimmung, manchmal „Kichern“ , Lächeln und Berühren vielleicht etwas verschütteter innerer Themen. Im Laufe der Jahre bemerkte ich, das für Menschen, die sich von fülligen, typischen Blütendüften (bzw. deren Absolues) nicht so angesprochen fühlen, beispielsweise das runde, tief- voll-duftende Lavendelabsolue als Alternative eine Akzeptanz findet, als Beginn in die Absolue-Duftwelten und deren Impulse auf unsere manches Mal geschlosseneren emotionalen und körperlichen Befindlichkeiten, zeigte sich Lavendelabsolue immer wieder als Favorit. Meines stammt aus einer privaten Sammlung, im Vergleich zu zwei anderen, derzeit im Handel Erhältlichen Varianten, stellten wir fest, dass dieses „persönliche“ einen ganz besonders runden, vollen, warmen Duft entwickelt hat, als „Parfum“ alleine verwendet könnte, wie manche Teilnehmerinnen es beschrieben. Leider weiß ich nicht wie alt und woher genau meine Lavendelabsolue-Variante stammt, das Herkunftsland und Hersteller wusste ich vor vielen Jahren einmal, vergaß einfach immer wieder eine Beschriftung dazu. Meine Beobachtungen zeigen weiter, dass öfter mal auch hier außergewöhnlichere Blütendüfte wie das elegante Öl des Nachtschattengewächses Cestrum nocturnum L., (auch „Nachtjasmin“/oder Ratrani) eher angenommen werden können, wenn bekanntere Blütenöle wie die der Jasmin-Arten, Tuberose, Osmanthus, Neroli oder Rose dest. beispielsweise zunächst weniger Anklang finden.
So kreierten wir teilweise „ganz spontan“ in unseren Kurststunden wunderbare, seltene bzw ganz individuelle Grundmischungen (nicht nur aus Absolues und Blütendestillaten Bestehende), die als Impulsgeber für ganz besonders edle, natürliche „Parfumkreationen“ dienen könnten, zugleich auch die in dem Lebensmoment ganz persönliche weiblich/männliche Stimmungslagen unterstützen können oder ganz schlicht nur, weil der Duft besonders zusagte und sich etwas leichter, gelöster und fröhlicher fühlen lässt. DER perfekte Geruchs-Moment kann ohnehin in Wort kaum genau erklärt werden.

Wir verglichen 28 Jahre alte, britische Ölschätze einer Teilnehmerin mit ihren frischen, jetzigen ätherisch-Ölkollegen, zum Beispiel Zitruschalenöle der Grapefruit, Bergamotte und Mandarine rot, sprachen über die erstaunliche Haltbarkeit von Johanniskrautmazeraten in ebenfalls diesem würdigen Alter mit unterschiedlichen Flaschenverschlüssen aus Metall und Kunststoff in gewöhnlichen Braun- oder Blauglasflaschen. Die Teilnehmerin berichtete und stellte zugleich als Frage in den Raum, dass ihr Mazerat mit dem Kunststoffverschluss seltsam roch, Flocken gebildet habe, die Farbe etwas verändert war, dasjenige mit dem Metallverschluss sei ihres Empfindens noch völlig klar, sauber und gut riechend gewesen, auch die Farbe wunderbar -beide Flaschen standen in wohltemperiertem Kellerlager lange Zeit ungeöffnet nebeneinander. Wir staunten alle im Kurs. Auf ihrer Haut habe sie dasjenige aus der Metall-Verschluss-Variante vorsichtig ausprobiert, zu dem Moment ohne Reizerscheinungen (bitte auf keinen Fall (!) nachmachen – weil hier gelesen; schon gar nicht in Pflegeberufen oder anderen Körperarbeits-Methoden, die mit Pflanzenölen in Hautanwendungen arbeiten; dies ist nur ein interessantes, wissenswertes echtes Lernbeispiel aus unseren Kurstagen – bitte „frisches“ Johanniskrautmazerat verwenden).  Für oder an sich selbst dürfen experimentierfreudige Menschen „theoretisch“ alles ausprobieren – als Autorin diese Artikels und Kursbegleiterin kann ich für Verträglichkeiten in diesem Zusammenhang keine Gewähr geben – dies ist etwas was ich auch immer wieder betone. Als lernendes Themenelement in duften Kursstunden kann dies jedoch für alle Teilnehmerinnen ein wichtiger Inhalt sein. Pflanzenzubereitungen können uns jedoch auch immer wieder wunderbar überraschen. Wie lange ein solch zunächst gut erhaltenes Mazerat dann nach dem Öffnen und weiterverwenden tatsächlich „haltbar“ bleibt, ab wann und ob überhaupt Reizungen auf der Haut auftreten, inwieweit sich die schmerzlindernden, leicht antiviralen, hautpflegenden und leicht stimmungsaufhellenden oder Haut beeinflussenden Eigenschaften abschwächend oder verstärkend verändert haben, kann in diesem Fall warhscheinlich nur durch „Ausprobieren“ festgestellt werden.

Immer wieder erörtern wir interessante Duft-Fragen oder Empfehlungen, welche die Teilnehmerinnen in  ihren Bekanntenkreisen oder in anderen Fortbildungen mitbekamen, z.B. das pure Auftragen ätherischer Öle zu Hand- und Fußnagelpflege bei Nagelpilzbefällen (Teebaum, Manuka, Zitrone pur), nach Empfehlung eines Heilpraktiker-Paares im deutschsprachigen Nachbarland das monoterpenlastige, besondere Palo Santo-öl ebenfalls in purer Variante für ein fünfjähriges Kind mit Warzen an den Fußsohlen (die genaue Warzenart ist mir leider nicht bekannt, genaue Dosierungsempfhelung leider auch nicht – es „half“ sagten die Eltern), pur aufgestrichenes und innerlich einzunehmendes Ingweröl für eine im Grundwesen schon mit viel „Lebenshitze“ ausgestattete Frau in der sensiblen Wechselzeit, die von Kreislauf-Durcheinander, hormoneller Umstellung, chronischer Gastritis besucht wird, in einem dauer-angespannten beruflichen und persönlichen Umfeld ist, bereits verschiedenste ganzheitlich orientierte Wege versucht hat. Weiter sprechen wir manchmal über gesundheitsschonende, duftende, sinnspendende Alternativen zu langfristigen Cortison-Gaben bei Beschwerden der oberen und unteren Atemwege, ätherisch-Öl-Pflege für die Nasenschleimhäute und erörtern die Sinnhaftigkeit der oben erwähnten, intensiven Empfhehlungen, beleuchten aus ganzheitlicher Perspektive, versuchen das bisherige Aroma-Wissen der Teilnehmerinnen zusammenzufügen um eine seriöse, sichere Aroma-Begleitung für ihr echtes Leben und/oder Klinentenbetreuung zu erarbeiten.
Kennenlernen durften wir von unserer Ägypten-Liebhaberin mitgebrachtes Zitronen-, Bergamotte-, Rosenöl, eine  Bio-Jojoba-Variante sowie verschiedene ägyptische, besonders hergestellte Parfumkreationen. Kürzlich verglichen wir Atlaszendernöle drei verschiedener Anbieter in Geruch und ihren, mit unserem Auge erkennbaren physikalischen Eigenschaften: eine Variante duftete für uns eher „wie nach Rauch/Feuer/Holz“, eines eher etwas „flach und schwach“ und eines „richtig typisch zufriedenstellend“ nach („bekannter“) Atlaszeder. Wir erörtern immer wieder in den Kursstunden, dass verschiedenartig gelagerte Duftnuancen eines ätherischen Öles selten ein auschließlicher Indikator für die „Qualität“ sein können. Ohnehin kann durch Riechen alleine – außer eine Ölvariante hielt bereits würdige Lagerjahre durch, sofern es kein lang haltbares, mit dem Alter meist reifendes Öl wie blütige Sorten, Absolues, einige holzige oder erdige Düfte sind – selten erkannt werden, ob ein natürliches ätherisches Öl „noch gut ist“ oder nicht. In dieser Vergleichsübung sprachen wir bei jeder Variante laut Anbieterkennzeichnung von echtem Atlaszedernöl, Cedrus atlantica (Endl.) Manetti ex Carrière – nicht von der häufig aus dem Englischen in Wort übernommenen/benannten  „Zedernöl“  Wacholder-(Juniperus)-Art des Eastern Red Cedar bzw. verschiedener Wacholderarten.
Die „Lernausdauer“ halten wir aufrecht mit  im Kurs selbstgemachten Naschereien wie natursüßen Kokosöl-u.Raspeln-Chiasamen-alles-frei-Kugeln, die wir mit natürlichem Tonka-und Vanilleextrakt aromatisierten, unbehandelten Nüssen/Samen, Früchten, verschiedenen gesundheitsfördernden Tees aus unserer selbstmitgebrachten Teebar und entsprechenden ätherischen Ölen zur Raum- und Geisterfrischung.

Zur Lernunterstützung dienen uns das einstmals in Kooperation von AiDA Aromatherapy International und Aromafachfrau Waltraud Reischer(derzeit ist mir kein aktueller Weblink bekannt) enstandene A2-Plakate-Set mit einer Listung der wichtigsten ätherischen Öle, flüssigen Pflanzenöle und festen Fette sowie das im Querformat kreierte Hydrolate-Plakat.
Weiter verwenden die Teilnehmerinnen das „Arbeitsheft Aromatherapie“ von Eliane Zimmermann  im Haug-Verlag (2010, 1.Aflg.) erschienen  (oder hier erhältlich).  Dazu gesellen sich  Fragen der Teilnehmerinnen, hin und wieder schwungvoll in freiwilliger zu-Hause-Lernzeit gestaltete Plakat-Entwürfe zu den Grundlagen der duftenden Biochemie oder dem leichteren Zurechtfinden für  Beginner im „Fettsäuren-Labyrinth“ flüssiger Pflanzenöle.

Veranstaltungshinweis Seminar „Hydrolate- Herstellung und Anwendung“:
Für alle an Grundlagen der Destillation und selbsthergestellten Pflanzenwässern Interessierte als für Menschen, die sich im Rahmen von Seifen- und Kosmetikherstellung mit diesem Thema beschäftigen möchten, gibt Karin am  10./11. Mai 2017, jeweils von 08:30-16:30 Uhr beim WIFI OÖ/Linz ein zweitägiges Seminar. Zu den Details des zweitägigen Kursangebotes mit dem Titel „Hydrolate – Herstellung und Anwendung“ (Kursnummer 7914) geht es hier.

anhang:
Unter den Stichworten „Duftholzwasser“ und „Tanne“  entdeckte ich bei Maienfelser-Naturkosmetik Nordmann(s)tanne-Hydrolat und ätherisches Öl aus kaukasischen und deutschen Gebieten- wer es gerne einmal als „Fertig-variante“ ausprobieren möchte kann dort im Online-Shop nachlesen oder bestellen.

Lesefreudige finden deutschsprachige, beliebte Einsteiger-Literatur zur Destillation zum Beispiel
hier 
hier , hier sowie hier/ ein schöner deutschsprachiger Blog/Webseite über Hydrolatewissen zu Selbstdestillaten ist zum Beispiel hier zu finden.

Baum-Liebhaber können zum Beispiel hier bei baumportal.de und wikipedia oder hier bei  baumkunde Grundinformationen zur Nordmanntanne nachelesen

 

 

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3 Kommentare leave one →
  1. 22. Februar 2017 19:29

    Liebe Selbst-rühr-Fee, liebe Ulrike, vielen vielen herzlichsten Dank Euch für die schönen Zeilen zu meinem Beitrag, es freut mich sehr, dass er Euch gefällt.

    Liebe Ulrike, genieß doch einfach noch die Zeit in einer „anderen“ Welt und ein paar Tropfen Immunsystem stärkendes, würziges Schwarzkümmelöl „zwschendrin“….vielleicht passt es ja ein anderes Mal zu einem Workshop oder kursähnlichen Tag….

    Liebe Selbst-rühr-Fee..- „rühr“ weiter noch viele schöne Kreationen…

    eine schöne Zeit Euch mit ein paar fast-Frühlingsgrüssen…

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  2. Ulrike permalink
    22. Februar 2017 12:16

    Liebe Marta,
    Ganz lgs saugte ich deinen bildhaften und “ dufthaften“! Artikel ein.
    Es war wie immer ein Genuss deine Zeilen zu lesen.
    So eine feine , sensitive Gruppe 💫

    Ich wünsche mir so sehr, dass ich bald wieder einmal einen Kurs bei dir belegen kann.

    Ich bin nun schon das dritte Monat in Ägypten, leider sind die “ Duftquellen“ zu weit weg von mir.
    Jedoch!!!! Bin ich ganz nah an der bekannten Mühle, die das Schwarzkümmelöl produziert.
    Auch was Deines und Wertvolles.

    ❤️ lichst
    Ulrike

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  3. Anonymous permalink
    22. Februar 2017 07:26

    Liebe Marta,
    Wenn ich nicht schon eine wahrhaftig zufriedene und glückliche Kursteilnehmerin wäre, würde ich mich jetzt, aufgrund dieses sehr informativen, interessanten, schmunzelnd lesenden und lehrreichen Blog- Eintrag, sofort beim WiFi für deinen nächsten Kurs anmelden!
    Ich danke dir für die „geschriebenen“ Blumen.
    Liebe Grüße…..Die Selbstrühr-Fee

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